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Einladung zur Ringvorlesung im Wintersemester 2017/18

„Lehr- und Lernperspektiven“ –
Impulse aus der Forschung für Schule und Unterricht

Inhalte

Die Ringvorlesung „Lehr- und Lernperspektiven – Impulse aus der Forschung für Schule und Unterricht“ fokussiert darauf, wie die Untersuchungen und Ergebnisse der Schul- und Unterrichtsforschung von Lehrkräften direkt im Unterricht genutzt werden können. Ausgewiesene Expertinnen und Experten der Unterrichts- und Bildungsforschung wurden von uns für Sie eingeladen, um im Austausch Chancen und Grenzen relevanter Themen für Schule und Unterricht zu diskutieren.
Das Praxiskolleg freut sich auf einen anregenden Austausch zwischen Forschung und Praxis!

Zielgruppe

Die Ringvorlesung richtet sich an alle an Schule und Bildung Interessierten, insbesondere an Lehrkräfte und Schulleitungen aller Schularten , Studierende und Dozierende der Hochschulen in den Lehramtsstudiengängen der Hochschulen, Vertreter*innen der Staatlichen Seminare für Didaktik und Lehrerbildung, Vertreterinnen und Vertreter der Staatlichen Schulämter und des Regierungspräsidiums. Alle an Themen für Schule und Unterricht mit Forschungsbezug sind zur Teilnahme an der Ringvorlesung eingeladen.

Alle Termine der Ringvorlesung im Überblick:

19.10.2017Aus Fehlern (nicht) lernen – Über die Funktion des Falschen und die Fehlerkultur in der SchuleProf. Dr. Dr. h.c. mult. Fritz Oser (em.)
Universität Fribourg (CH),
Dep. Erziehungswissenschaft
02.11.2017Bildungsstandards, Kompetenzen und Kompetenzorientierung – Alter Wein in neuen Schläuchen?Dozent Pfarrer Gerhard Ziener
Pädagogisch Theologisches Zentrum, Stuttgart
30.11.2017Macht die Klasse einen Unterschied? – Effekte sozialer, kultureller und leistungsbezogener HeterogenitätJun. Prof. Dr. Katja Scharenberg
Pädagogische Hochschule Freiburg,
Institut für Soziologie
11.01.2018Metaphern des Lernens in unterschiedlichen Schulformen und AltersstufenDr. Elisabeth Wegner
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg,
Institut für Erziehungswissenschaft
29.01.2018Lehrkräftekooperation – Anspruch und WirklichkeitProf. Dr. Hans Anand Pant
Humboldt-Universität zu Berlin,
Institut für Erziehungswissenschaften
08.02.2018Sprachsensibler Fachunterricht aus mathematik- und sprachdidaktischer SichtJun. Prof. Dr. Lena Wessel
Pädagogische Hochschule Freiburg,
Institut für Mathematische Bildung
22.02.2018Die Lehrkraft macht den Unterschied! – Unterrichtsqualität und und professionelle Kompetenz von LehrkräftenJun.Prof. Dr. Thamar Voss
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg,
Institut für Erziehungswissenschaft
08.03.2018Professionelle Unterrichtswahrnehmung im beruflichen Lehramt mittels authentischer UnterrichtsvideosProf. Dr. phil. Ulrike Weyland
WWU Münster,
Institut für Erziehungswissenschaft (IfE)Wilhelm Koschel, M.A.
WWU Münster, Doktorand innerhalb der QLB

Raum und Ort

Die Ringvorlesung findet statt im KG I, Hörsaal 1015 ( bzw. 1010 am 29.01.18) der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Sie findet zweiwöchentlich, donnerstags von 18.00 s.t. bis 20.00 Uhr statt (außer am 29.01.18).

Anmeldung

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Für Lehrkräfte ist eine Anmeldung über LFB-Online möglich. Die Lehrgangsnummern befinden sich noch in Bearbeitung und werden in Kürze in der oben stehenden Übersicht ergänzt.

Kontakt

Für Rückfragen stehen die Koordinatorinnen des Praxiskollegs zur Verfügung:

Dr. Martina von Gehlen
Ulrike Dreher

Das Praxiskolleg fördert die Vernetzung aller Akteure der Lehrerbildung durch Netzwerkveranstaltungen und durch den Aufbau von Partnerschaften zwischen Schulen und Hochschulen als Hochschulpartnerschulen. Falls Sie dabei mitwirken möchten, können Sie sich an die Koordinatorinnen wenden.

Gesamtverantwortliche „Praxiskolleg“:
Prof. Dr. Lars Holzäpfel (Pädagogische Hochschule Freiburg)
Prof. Dr. Wolfgang Hochbruck (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg)

Wirtschaft in der Schule – Wie eine gute Lehrerbildung aussehen sollte

Nach Baden-Württemberg will nun auch Nordrhein-Westfalen Wirtschaft als eigenständiges Schulfach einführen. Das Rüstzeug für einen gelungen Wirtschaftsunterricht muss angehenden Lehrer*innen künftig im Studium vermittelt werden. Prof. Dr. Tim Krieger (Universität Freiburg & FACE) und Prof. Dr. Franziska Birke (PH Freiburg & FACE) teilen in einem Beitrag im Journal Wirtschaftliche Freiheit ihre Erfahrungen bei der Ausgestaltung der neuen Bachelor- und Masterstudiengänge in Freiburg und zeigen, worauf es im Lehramtsstudium im Fach Wirtschaft besonders ankommt. Ganz im Sinne des FACE spielen dabei Professionsorientierung, Kohärenz und Interdisziplinarität eine zentrale Rolle.

Prof. Dr. Tim Krieger (Universität Freiburg & FACE) und Prof. Dr. Franziska Birke (PH Freiburg & FACE), Dr. Bernd Remmele und Annette Kern (PH Freiburg & FACE) haben im Auftrag des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg eine Fortbildungsmaßnahme in Form eines „bMOOC“ entwickelt, um Lehrer*innen optimal auf den Unterricht im neuen Fach Wirtschaft vorzubereiten. Weitere Informationen finden Sie hier.

Kohärenz durch Vernetzung – das FACEfolio in der Freiburger Lehrerbildung

Ein Workshop im Rahmen des Kooperationsnetzwerkes FACE
für alle Lehrenden in der Lehrerbildung

 

Datum:24.11.2017, 9:00 – 17:00 Uhr
Ort:Bismarckallee 22, Räume 1 und 2
Organisationsteam:AG Portfolio1 der QLB-Maßnahme „Lehrkohärenz“
Zielgruppe:Alle in der Lehrerbildung Lehrende der PH und Universität Freiburg

Der Workshop kann auf das Baden-Württemberg Zertifikat für Hochschuldidaktik angerechnet werden.

 

Konzept und Funktion des FACEfolios

Eine nachhaltige Entwicklung professioneller Kompetenz erfordert kohärente Studienstrukturen und -angebote. Vor diesem Hintergrund haben wir im Rahmen von FACE (Freiburg Advanced Center of Education) das FACEfolio konzipiert, ein hochschul- und studienphasenübergreifendes E-Portfolio für den Standort Freiburg. Es unterstützt die Studierenden durch fächerübergreifende Lernaufgaben darin, zu erkennen, wie fachwissenschaftliche, fachdidaktische und bildungswissenschaftliche Studieninhalte zusammen­hängen und in der schulischen Praxis angewandt werden können. Das FACEfolio dient Studierenden also bei der selbstgesteuerten Konstruktion von Kohärenz.

Den Kern des Portfolios bilden Lernaufgaben, die Studierende dazu anregen, fachwissenschaftliche Studieninhalte mit fachdidaktischen und bildungswissenschaftlichen Konzepten zu verbinden. Eine solche die Wissensbereiche verbindende Lernaufgabe zur zentralen Tätigkeit des „Erklärens“ kann z.B. darin bestehen, dass Studierende eine Erklärung zu einem schulisch relevanten fachlichen Inhalt formulieren (für Schüler*innen als Zielgruppe). Dabei werden die Studierenden aufgefordert, zu beachten, welche Aspekte aus fachwissenschaftlicher Perspektive in der Erklärung erwähnt werden sollten und zugleich, welche Veranschaulichungen (Analogien, Metaphern) fachdidaktisch angemessen und / oder welche allgemeinen Prinzipien der Konstruktion lernförderlicher Erklärungen (z.B. Anknüpfung an das Vorwissen, sprachliche Kohäsion) aus bildungswissenschaftlicher Perspektive zu berücksichtigen sind. Werden die Studierenden zusätzlich aufgefordert, etwa im Orientierungspraktikum oder im Schulpraxissemester (ISP) zu beobachten, inwiefern Lehrkräfte im Unterricht die genannten fachdidaktischen und bildungswissenschaftlichen Prinzipien des Gebens von Erklärungen realisieren, wäre dies eine Theorie und Unterrichtspraxis verbindende Lernaufgabe.

Interdisziplinäre, „vernetzende“ Lernaufgaben zeichnen sich bereits in der Phase ihrer Erstellung durch eine kooperative, fächerübergreifende Konzeption aus. So erfordert die Ausarbeitung der intendierten Aufgabenformate, welche die Studierenden im Sinne des Kohärenzgedankens zur selbstgesteuerten Vernetzung der Wissensbereiche anregen sollen, dass die entsprechenden Lernaufgaben „trilateral“ bzw. mindestens „bilateral“ entwickelt werden, d.h. in Tridems bzw. Tandems aus Bildungswissenschaft, Fachdiaktik und / oder Fachwissenschaft.

Zielsetzungen des Workshops

Nach dem Workshop sind Sie mit den Grundsätzen des Freiburger Portfolio-Ansatzes und den Prinzipien der Konstruktion vernetzender Lernaufgaben vertraut. In einer interdisziplinären Kooperation mit Kolleg*innen aus Fachwissenschaft, Fachdidaktik oder Bildungswissenschaft haben Sie erste Lernaufgaben / Ansätze für Ihren Fachbereich entwickelt.

Agenda des Workshops

Im Hinblick auf ein gemeinsames Portfolio in der Lehrerbildung möchten wir das FACEfolio-Konzept gerne gemeinsam mit Ihnen diskutieren, Lernaufgaben konzipieren und Umsetzungsprinzipien weiterentwickeln. Die Veranstaltung gliedert sich dementsprechend in drei Phasen:

  1. Einführung: Zunächst wird Prof. Dr. Matthias Nückles (Institut für Erziehungswissenschaft, Universität Freiburg) Sinn und Zweck von Portfolios im Allgemeinen und die Idee des FACEfolios im Besonderen einführend darstellen. Anschließend werden exemplarisch bereits erprobte Portfolioansätze und konkrete Lernaufgaben vorgestellt (Biologie: Dr. A. Liefländer, Romanistik: Jun.-Prof. Dr. K. Zaki / StR‘in L. Lösch, Theorie-Praxis-Verzahnung: Prof. Dr. M. Nückles).
  2. Kleingruppenarbeit: Im Rahmen von Tandems bzw. Tridems bestehend aus Vertreter*innen der Fachwissenschaft und/oder Fachdidaktik und/oder Bildungwissenschaft werden Lernaufgaben für das FACEfolio
  3. Gemeinsame Diskussion zur Weiterentwicklung und Verankerungen des FACEfolios in den Fachbereichen.

Anmeldung

Das Workshop-Angebot richtet sich an alle interessierten Kolleg*innen der Pädagogischen Hochschule und Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, die an der Lehrerbildung beteiligt sind. Bei Interesse melden Sie sich bitte bis spätestens 07.11.2017 unter FACEfolio-workshop@face-freiburg.de an. Selbstverständlich können Sie sich auch mit Fragen oder Anregungen jederzeit an die genannte Emailadresse wenden. Falls Sie bereits vorab konkrete Ideen haben, welche Lehrveranstaltungen Sie mittels des FACEfolios vernetzen möchten, können Sie sich gerne im Tandem oder Tridem zum Workshop anmelden. Wenn Sie Ihre Lehrveranstaltung mit einer bildungswissenschaftlichen vernetzen möchten, übernimmt Prof. Dr. Matthias Nückles während des Workshops den entsprechenden „Tandem-Part“.

Umsetzungsbeispiel: Bildungswissenschaft (BiWi) – Romanistik
(Basis: Lehramtsoption im polyvalenten 2-HF-Bachelor)

Maja Muster studiert den polyvalenten 2-Hauptfach-Bachelor mit der Fächerkombination Französisch / Spanisch. Sie möchte Lehrerin werden. Deshalb belegt sie die „Lehramtsoption Gymnasium“ (10 ECTS BiWi + 5 ECTS Fachdidaktik Fach 1 + 5 ECTS Fachdidaktik Fach 2), deren Kurse durch die Abstimmung von Kompetenzzielen und Lehr-Lern-Formaten aufeinander bezogen (und digital verlinkt) sind: Kollegial und interdisziplinär entwickelte Lernaufgaben, die fachdidaktische und bildungswissenschaftliche Facetten aus unterschiedlichen Veranstaltungen verbinden, fördern so die Vernetzung unterschiedlicher Wissensbereiche und -arten:

Abb.2 Basis des E-Portfolios: Lernaufgaben in der Lehramtsoption des B.A.

Neben den interdisziplinären Lernaufgaben, die den Kern des E-Portfolios bilden, tragen auch damit verbundene Peer Feedback-Ansätze und flexibel einsatzbare Kurstagebuchformate dazu bei, die individuelle Wissensintegration und Reflexion ausgehend vom jeweiligen Vorwissen zu unterstützen. Die entsprechenden Ansätze im Lehramtsoptionsbereich des Bachelors sind dabei als Grundlage für weitere Studien- bzw. Ausbildungsabschnitte zu sehen. Entscheidet sich M. Muster nach Abschluss des Bachelorstudiengangs schließlich für den konsekutiven Master of Education am Standort Freiburg, so wird das E-Portfolio sie auch in den Theorie- und Praxisphasen des M. Ed. mit komplementären Vernetzungsformaten (v.a. kursbezogene und -übergreifende Lernaufgaben, Lerntagebuch) begleiten und als Teil ihrer abschließenden mündlichen Modulprüfung (des Moduls „Integrierter Professionsbereich“ im letzen Semester des M.Ed. ) in ihre Endnote miteinfließen.

 

 

[1] Prof. Dr. M. Nückles, C. Klein, C. Burkhart, M. Graichen, Dr. A. Liefländer,  StR’in L. Lösch, Jun.-Prof. Dr. K. Zaki.

Gemeinsam für eine starke Lehrer*innenbildung in unserem Bundesland – Treffen der Schools of Education und der Zentren für Lehrerbildung

Ein Vernetzungstreffen in Freiburg brachte erstmals die neu gegründeten Schools of Education und die Zentren für Lehrerbildung (ZLB) in Baden-Württemberg zusammen zum Austausch über Strukturen und aktuelle Themen in der hochschulischen Lehrer*innenbildung. Ermöglicht wurde das Treffen durch Mittel der Qualitätsoffensive Lehrerbildung.

Am 27. und 28. Juli 2017 trafen sich Vertreter*innen aller baden-württembergischen Schools of Education und Zentren für Lehrerbildung im Rektoratsgebäude der Freiburger Universität. Das zweitägige Format bot den Teilnehmer*innen aus Freiburg, Heidelberg, Karlsruhe, Konstanz, Stuttgart, Tübingen und Ulm eine ideale Chance, die Ansprechpartner*innen und Strukturen der anderen Standorte besser kennenzulernen und Erfahrungen auszutauschen.

Im Fokus standen die im Zuge der Lehramts- bzw. Strukturreform neu entstandenen Aufgabenfelder. Diskutiert wurden zudem zentrale Leitideen für die Gestaltung der Lehrer*innenbildung an den Standorten. In separaten Gesprächsrunden widmeten sich die Zentren für Lehrerbildung aktuellen Fragen in der Beratung von Studierenden z. B. bezüglich Schulpraxissemestern und der Anerkennung von Auslandsaufenthalten. Die Schools of Education vertieften Projektmanagementthemen wie die Projektabwicklung und gemeinsame Publikationen.

Die Schools of Education treffen sich seit 2016 regelmäßig u.a. in Heidelberg und Stuttgart und die ZLB-Standorte richten schon seit vielen Jahren gemeinsame Treffen aus. Von beiden Seiten wurde auf den letzten separaten Treffen dieser gemeinsame Termin befürwortet. Durch die qualitätsorientierte Betrachtung der unterschiedlichen Strukturen und Entwicklungen entsteht für alle Beteiligten ein Mehrwert. Einerseits können die Ergebnisse der Qualitätsoffensive Lehrerbildung (QLB) flächendeckend für die gezielte Verbesserung der Lehrer*innenbildung an weiteren Standorten genutzt werden. Andererseits profitieren auch die QLB-Standorte von den Erfahrungen der durch andere Drittmittelgeber geförderten Hochschulen. Frau Schick und Frau Busching, von der Stabsstelle Lehrer*innenbildung der Universität Freiburg, resümieren: „Es war fruchtbar, alle Standorte gemeinsam an einen Tisch zu setzen. Damit konnte nach der Phase der unterschiedlichen Strukturentwicklung an den Standorten durch den gemeinsamen Austausch eine erneute Annäherung geleistet werden. Auf dieser Ebene hoffen wir die Tradition der konstruktiven Zusammenarbeit weiterführen zu können.

Diesen Eindruck teilen die Vertreter*innen der anderen Standorte und wollen auch künftig Synergien bündeln und nutzen. So sind weitere gemeinsame Treffen für den Frühling 2018 in Karlsruhe und im Sommer 2018 in Konstanz geplant. Dabei gilt es zugleich die jeweiligen Profile zu schärfen und weiterhin gemeinsam an formalen Herausforderungen und Lösungen zu arbeiten. Denn schließlich verfolgen alle Beteiligten dasselbe Ziel: die Lehrer*innenbildung in Baden-Württemberg nachhaltig zu verbessern.

 

 

Ihr Interesse am Thema ist geweckt? Sie wollen Einblick in die Entwicklungen der Lehrer*innenbildung am Standort Freiburg gewinnen und in den Austausch mit Akteur*innen aus Lehre, Praxis, Weiterqualifizierung und Forschung treten?

Dann laden wir Sie ganz herzlich zur Tagung „Face to FACE – Lehrerbildung gemeinsam gestalten“ des Freiburg Advanced Center of Education (FACE) am 16. November 2017 ein.

Weitere Informationen und die Anmeldung zur Tagung folgen in Kürze.

Näher dran an der Praxis? – Evaluation des neuen Orientierungspraktikums im Lehramtsstudium

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Eines der zentralen Ziele im Zuge der Qualitätsoffensive Lehrerbildung ist es, die angehenden Lehrkräfte besser auf die Schulpraxis vorzubereiten. Im Freiburger Verbundprojekt wurde zu diesem Zweck u. a. das sogenannte Orientierungspraktikum, kurz OSP, neu konzipiert. Ob dieses hält, was der Titel verspricht, und den Studierenden eine Orientierung über ihre spätere Berufstätigkeit liefert, wurde auch nach dem zweiten Durchlauf des Praktikums wieder umfassend ausgewertet. Über die Ergebnisse berichtet Michael Thimm, Fachbereichsleiter OSP an der Universität Freiburg, in diesem Gastbeitrag.

Evaluation des zweiten Durchlaufs des neuen Orientierungspraktikums (OSP) im Lehramtsstudium: Ein Beitrag zur Professionalisierung der Lehrer/innenausbildung

Für alle Lehramtsstudierenden, die im WS 2016/17 mit dem polyvalenten Zwei-Fächer-Bachelorstudiengang gestartet haben, wurde im Zeitraum vom Oktober 2016 bis April 2017 zum zweiten Mal das neue dreiwöchige OSP durchgeführt. Das OSP zielt auf eine bessere Verzahnung von universitärer Ausbildung und Praxisphasen in der Lehrer/innenausbildung ab und soll darüber hinaus den Studierenden frühzeitig die Möglichkeit geben, ihre Studien- und Berufswahlentscheidung zu reflektieren bzw. zu überprüfen. Fast 400 Studierende haben das OSP in diesem Jahr erfolgreich absolviert. Das OSP ist Bestandteil des Moduls Bildungswissenschaften und besteht aus einer Vorlesung („Einführung in die Bildungswissenschaften“), dem Praktikum selbst sowie einem Vor- und Nachbereitungsworkshop. Inhaltlich wird es durch das Institut für Erziehungswissenschaft verantwortet und vom Zentrum für Schlüsselqualifikationen umgesetzt. Das Konzept wurde in enger Kooperation mit den Staatlichen Seminaren für Didaktik und Lehrerbildung Freiburg (Abteilung Gymnasien, Abteilung Berufliche Schulen) und der Pädagogischen Hochschule Freiburg entwickelt.

Bereits nach dem ersten Durchlauf im WS 2015/16 gab es im Rahmen einer aufwändigen Evaluation für alle Beteiligten (Studierende, Workshopleiter/innen und praktikumsgebende Schulen) die Möglichkeit, Rückmeldungen und Anregungen zu geben (zum Bericht auf FACE ). Deshalb war es nun im zweiten Durchlauf des OSP sehr interessant zu sehen, wie sich die Überarbeitungen und Optimierungen ausgewirkt haben (z.B. Reduzierung des Umfangs der Aufgabenstellungen, verstärkte Verknüpfung bildungswissenschaftlicher Inhalte mit schulpraktischen Erfahrungen, Verbesserung der organisatorischen Abläufe).

Insgesamt lässt sich feststellen, dass die Studierenden das Praktikum als sehr hilfreich und gewinnbringend für ihre Orientierung im Kontext des Lehramtsstudiums einschätzen. Bei den meisten Studierenden hat das OSP zu einer Bestätigung der Entscheidung für die Lehramtsoption geführt und ihre Motivation gestärkt. Einzelne denken aufgrund der Einblicke im OSP über einen Fachwechsel nach. Das OSP hat dazu beigetragen, dass Schule und Unterricht ganz konkret erleb- und erfahrbar wurden. Das Praktikum an einer der fast 200 teilnehmenden Schulen wurde sehr positiv eingeschätzt, besonders positiv fanden die Studierenden:

  • den Kontakt und die Gespräche mit den Lehrkräften in den Schulen.
  • die Möglichkeit, eigene Unterrichtseinheiten durchzuführen.
  • die Interaktion mit Schülern und Schülerinnen.
  • die Möglichkeit, einen umfassenden Einblick in die vielfältigen Aufgaben und Tätigkeiten des Lehrer/innenberufs zu erhalten.
  • die gute und sehr hilfreiche Betreuung durch die Lehrkräfte an den Schulen.

Optimierungsanregungen kamen von den Studierenden zum Beispiel zur Gestaltung des E-Portfolios und zum Umfang des angeleiteten Unterrichtens.

Von den 90 Schulen, die an der Online-Umfrage zur Evaluation teilgenommen haben, kam die Rückmeldung, dass fast alle Studierenden sehr motiviert und zielgerichtet in das Praktikum kamen, also deutlich besser vorbereitet waren, als dies in früheren Orientierungspraktika oftmals der Fall war. Eine Herausforderung für die Studierenden besteht aus Sicht der befragten Schulen zum Teil in der Fähigkeit zum Wechsel von der (ehemaligen) Schüler/innenrolle zur neuen Lehrer/innenrolle.

Die Zusammenfassung aller Evaluationsbereiche ergibt auch für den zweiten Durchlauf des OSP in der Gesamtschau wieder ein sehr positives Bild. Erneut wurden die wesentlichen Zielsetzungen des OSP erreicht, nämlich die Reflexion und Überprüfung der Studien- und Berufswahl und die Verknüpfung von bildungswissenschaftlichen Befunden mit schulpraktischen Erfahrungen. Nicht zuletzt war das zweite OSP auch deshalb wieder erfolgreich, weil es die Kompetenzen vieler verschiedener Akteure in der Lehrer*innenausbildung bündelt und in einem abgestimmten Vorgehen umsetzt. Und weil die inhaltlich und organisatorisch enorm umfangreichen Abstimmungsbedarfe bzw. Absprachen sowie der Informations- und Kommunikationsfluss zwischen allen beteiligten Institutionen und Akteuren im Großen und Ganzen sehr gut funktioniert haben.

Das OSP ist aus unserer Sicht auf einem sehr guten Weg, es ist weiterhin ein innovatives Modell, das in hohem Maße zu einer Professionalisierung in der Lehrer*innenausbildung beiträgt. Genau das haben uns viele Lehrkräfte zurückgemeldet: Die Studierenden starten auf einem ganz anderen Niveau, als dies oftmals früher der Fall war, ins Praktikum: gut vorbereitet, meistens hoch motiviert, sehr zielstrebig und mit ersten bildungswissenschaftlichen Kenntnissen ausgestattet. Gerne möchten wir auch bei dem kommenden OSP Gestaltungspielräume nutzen, kontinuierlich an Optimierungen arbeiten, neue Formate entwickeln und im Gespräch und im Austausch mit allen Beteiligten bleiben.

(Michael Thimm, Fachbereichsleitung OSP)

 

Weitere Informationen

Den kompletten Evaluationsbericht können Sie hier einsehen.

Für Fragen steht Ihnen gerne Herr Michael Thimm (Fachbereichsleitung OSP) zur Verfügung:
Tel.: 0761-203-6894
michael.thimm@zfs.uni-freiburg.de


Als zentrale Informationsquelle zum OSP ist zudem das Begleitheft besonders zu empfehlen, eine gemeinsame Veröffentlichung von Universität und Pädagogischer Hochschule zur Unterstützung aller am Orientierungspraktikum beteiligten Personengruppen, d. h. der Studierenden, der betreuenden Lehrkräfte an den Schulen und der Dozierenden der Begleitveranstaltungen.

Das Begleitheft steht zum Download zur Verfügung:

Weitere Informationen zum OSP finden Sie:

 

Dieser Bericht könnte Sie ebenfalls interessieren:
Das Orientierungspraktikum im neuen Lehramtsstudium Gymnasium – Konzeption, Umsetzung und Begleitheft

Übergangsspezifische Professionalisierung in den Phasen der Lehrerbildung

3. Dialogveranstaltung „Community of Practice“ (CoP) in Kooperation mit dem Staatlichen Seminar für Didaktik und Lehrerbildung (WHRS) Freiburg

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Die „Community of Practice“ der Freiburger Lehrerbildung traf sich zur dritten Dialogveranstaltung.

Am 26.06.2017 lud das Staatliche Seminar für Didaktik und Lehrerbildung (WHRS) in Kooperation mit dem Praxiskolleg zur 3. Dialogveranstaltung „Community of Practice“ (CoP) in die Eisenbahnstraße in Freiburg ein.

Nach der Eröffnung durch Frau Dreher und Frau Dr. von Gehlen vom Praxiskolleg stellte Herr Dr. Graf (Seminarschuldirektor und stellvertretender Leiter) den rund 40 Teilnehmer*innen der Veranstaltung die Aufgabenfelder des Seminars vor, dessen Schwerpunkt in der Professionalisierung und Ausbildung der angehenden Lehrerinnen und Lehrer im Vorbereitungsdienst bzw. Referendariat liegen.

Frau apl. Prof. Dr. Denner (PH Karlsruhe, Institut für Schul- und Unterrichtsentwicklung in der Primar- und Sekundarstufe) stellte im anschließenden Impulsvortrag aktuelle Forschungsergebnisse zur „Übergangsspezifischen Professionalisierung von Lehrkräften“ vor, die curriculare und didaktische Aspekte umfassten. Sie bezeichnet die Lehrerbildung als übergangsspezifisches Langzeitprojekt. Dabei erläuterte sie einen multifaktoriellen Erklärungsansatz zu den Übergängen, der es den Teilnehmer*innen ermöglicht die verschiedenen Ebenen, die bei Übergängen eine Rolle spielen, zu identifizieren und zu berücksichtigen. Überdies thematisierte sie die Identifikation von Professionalisierungsprozessen und wie mit Hilfe des Reflexionszyklus Übergänge in Praxisphasen analysiert werden können. Des Weiteren wurden Faktoren und Mechanismen beschrieben, die bei Übergängen greifen.

Im Anschluss tauschten sich die Vertreter*innen der verschiedenen Institutionen in Kleingruppen über die Anforderungen der Übergangsgestaltung aus.

Austausch der Teilnehmer*innen in Kleingruppen.

In der Diskussion trat der Wunsch nach einer stärkeren Verzahnung der ersten Phase der Lehrerbildung an der PH und der zweiten Phase des Referendariats, das in den Seminaren und Schulen stattfindet, zutage. Eine systematische Zusammenarbeit der Institutionen hätte das Potenzial einer bedeutenden Qualitätssteigerung der Ausbildung durch die Abstimmung der jeweils vermittelten Inhalte. Durch eine engere Zusammenarbeit zwischen den betreuenden Dozierenden, Mentor*innen, Lehrer*innen und Seminarlehrbeauftragten könnte die Qualität im Praktikum gesteigert und eine gemeinsame kohärente Begleitung geschaffen werden. In Arbeitskreisen könnte der Austausch auch über die inhaltliche Bedeutung der zentralen Begriffe weiter gefördert werden, um eine enge Theorie- und Praxisverzahnung zu gewährleisten. Hierbei gilt es abzugleichen, von welchen Standpunkten ausgegangen wird. Sprechen wir von „Lernzielen“ oder doch von „Kompetenzorientierung“? Herr Prof. Dr. Holzäpfel ergänzte, dass von Uni-/PH-Seite aus viel Interaktion mit den Lehrpersonen stattfinden müsse, da ein kohärentes Bild nur mit einer gewissen gleichen Haltung und Orientierung gelingen könne – nur dann kann ein guter Übergang gewährleistet werden. Die Rolle der Mentor*innen wurde als Schlüsselfunktion in der Begleitung der Studierenden und Referendar*innen herausgearbeitet, dabei wurde von allen Seiten eine kontinuierliche (Weiter-)Qualifikation als wichtig hervorgehoben. Hierfür sollten die Synergien genutzt werden, die die beteiligten Institutionen im Qualifikationssektor befördern.

Dokumentation und Präsentation der Diskussionsergebnisse.

Eine zeitnahe Möglichkeit zur Professionalisierung im Bereich der Praxisphasenbetreuung besteht bereits am 22.09.2017 bei der Praxisphasentagung. Das Praxiskolleg bietet in dieser Veranstaltung neben zwei Impulsvorträgen praxisorientierte Workshops und Austauschforen zwischen den Institutionen an. (Weitere Informationen und die Anmeldung finden Sie hier.)

Die Community-of-Practice-Veranstaltung trug einmal mehr zur Verständigung zwischen den Institutionen der Lehrerbildung bei. Durch das Aufgreifen der Übergangsthematik konnten Optimierungspotentiale in der Kooperation erarbeitet werden, was langfristig zu einer weiteren Qualitätsentwicklung der Lehrerbildung in der 1. und 2. Phase beiträgt.

(Dr. Martina von Gehlen, Ulrike Dreher, Mirjam Emmering)

 

Hier finden Sie die Berichte zu den vorherigen Dialogveranstaltungen:

„Community of Practice der Lehrerbildung“ im Dialog
Zweite Dialogveranstaltung „Community of Practice in der Lehrerbildung“

Experten beziehen Stellung zu FACE

Wordcloud ExpertenhearingDas Freiburg Advanced Center of Education (FACE) versteht sich selbst als Lernende Institution mit dem Ziel, sich strukturell und inhaltlich kontinuierlich weiterzuentwickeln. Neue Impulse von außen fördern diesen stetigen Lernprozess. Daher lud das FACE am 23. Juni 2017 zu einem Expertenhearing an die Pädagogische Hochschule ein. Im Fokus stand einerseits die Evaluation der bisher erzielten Ergebnisse in den einzelnen Maßnahmen in der Qualitätsoffensive Lehrerbildung am Standort Freiburg. Andererseits wurden mit Blick auf den Fortsetzungsantrag Entwicklungsperspektiven für eine zweite Förderphase diskutiert.

Als Experten geladen waren Prof. Dr. Konrad Krainer der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, Prof. Dr. Fritz Oser der Universität Fribourg und Prof. Dr. Lutz Schön von der Humboldt-Universität zu Berlin sowie der Universität Wien. Auf Basis ihrer Expertise u. a. in den Bereichen Lehrer*innenbildung, Bildungswissenschaft und (Fach-)Didaktik lieferten sie wertvolle Anregungen und konstruktive Kritik im Hinblick auf die bisherige und weitere Arbeit des FACE.

Nach einer kurzen Einführung konnten die Experten in einem Poster-Walk die einzelnen Maßnahmen genauer betrachten und direkte Fragen an die Mitarbeiter*innen richten. Den Experten wurden bereits im Vorfeld relevante Unterlagen zur Verfügung gestellt, sodass diese bestens informiert mit sehr präzisen Fragen auf die Projektmitarbeiter*innen zukamen und direkt in einen intensiven Austausch treten konnten. Im Anschluss zogen sich die Experten für eine Beratungsrunde zurück, um dann in einer umfangreichen Stellungnahme im Plenum ihr Feedback zum Verbundprojekt allgemein und zu den einzelnen Maßnahmen zu präsentieren.

Insgesamt waren die Experten voller Lob für die bisher erzielten Ergebnisse und konnten doch mit konstruktiven Vorschlägen aufwarten, um das FACE in seine nächste Phase zu überführen und die Lehrer*innenbildung am Standort weiter zu verbessern. Doch nicht nur für das FACE war das Expertenhearing ein voller Erfolg, auch die Experten bedankten sich für einen spannenden Diskurs und die Einladung ins sonnige Freiburg.

FACE auf dem Freiburger Wissenschaftsmarkt

Am 14. und 15. Juli 2017 schlug der Freiburger Wissenschaftsmarkt, wie alle zwei Jahre, auf dem Münsterplatz seine Zelte auf. Unter dem Motto Staunen – Mitmachen – Verstehen präsentierten rund 60 wissenschaftliche Einrichtungen und Unternehmen aus der Region sich und ihre Arbeit. Das Freiburg Advanced Center of Education (FACE) war in diesem Jahr erstmals mit einem eigenen Stand zum Thema Lehrer*innenbildung in Freiburg vertreten.

Verstehen wollten die Besucher*innen des Standes vor allem, wie sich die Ausbildung angehender Lehrkräfte am Standort Freiburg verändert hat. Das FACE stand den Interessierten Rede und Antwort zu allen Fragen rund um das Thema Lehramtsstudium und Lehrer*innenbildung und informierte insbesondere über die Umstellung der Studiengänge auf das Bachelor-Master-System. Auch die institutionelle Kooperation zwischen Universität und Pädagogischer Hochschule unter dem Dach des FACE war für viele Besucher*innen auf dem Münsterplatz neu. So stellte der Wissenschaftsmarkt eine ideale Chance dar, das Kooperationsnetzwerk FACE und seine Ziele für eine breite Öffentlichkeit verständlich zu machen.
Mitmachen konnten die großen und kleinen Besucher*innen des FACE-Standes bei einem Quiz zum Thema Schule. Hätten Sie z.B. gewusst, wie alt eine durchschnittliche Lehrkraft in Baden-Württemberg ist? Oder welches Fach man (bisher) nicht an der Universität auf Lehramt studieren kann: Russisch, Chinesisch oder Finnisch?1
Zum Staunen brachten alle Beteiligten die kreativen Antworten auf Fragen wie „Was machen Lehrer*innen oft falsch?“ oder „Welches Schulfach sollte es noch geben?“. Eine Besucherin notierte auf einem der ausgehängten Flipcharts z.B. dass Lehrkräfte häufig „vergessen, die gelungenen Dinge zu nennen“. Von den gewünschten Schulfächern gibt es manche schon in einigen Bundesländern wie Gesundheit oder Psychologie. Andere Vorschläge könnten künftig eventeull (noch) stärker in den Lehrplan einfließen, sei es als Fach oder als Themenkomplex, z.B. Nachhaltigkeit, Glück oder Integrationskunde.

Veranstaltet wird der Wissenschaftsmarkt im zweijährigen Rhythmus von der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg in Kooperation mit der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe (FWTM). In diesem Rahmen haben die verschiedenen Fachbereiche der Hochschulen und Kliniken sowie außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und führende Unternehmen aus der Region die Möglichkeit, ihre Arbeit einem breiten Publikum zu präsentieren. Ziel ist es, Forschung anschaulich zu vermitteln und durch Mitmachaktionen praktisch erfahrbar zu machen.

Für das FACE ist die Teilnahme am Wissenschaftsmarkt in zweierlei Hinsicht ein voller Erfolg: Einerseits ist es gelungen, wichtige Akteur*innen der Lehrer*innenbildung direkt anzusprechen. So hatten der Stand und die ausgewählten Informationsmaterialen eine besondere Anziehung auf Studieninteressierte und Studierende im Lehramt sowie aktive und ehemalige Lehrkräfte. Andererseits zeigte sich einmal mehr, wie groß das gesellschaftliche Interesse an der Lehrer*innenbildung ist. Dabei stößt die Qualitätsoffensive Lehrerbildung mit ihrem Anliegen der besseren Vorbereitung der angehenden Lehrkräfte auf die Schulpraxis auf breite Zustimmung.

 

 

1. Zur Auflösung: Lehrkräfte sind in Baden-Württemberg durchschnittlich 45 Jahre alt. (Quelle: Statistisches Landesamt, siehe hier.)
Das Fach Finnisch wird (bisher) nicht auf Lehramt an der Universität Freiburg angeboten. (Für eine Fächerübersicht siehe hier.)

Sommerbergschule Buchenbach unterzeichnet Hochschulpartnerschulvertrag

Die Sommerbergschule Buchenbach unterzeichnete am 11.07.2017 als erste Grundschule einen Kooperationsvertrag mit der Pädagogischen Hochschule Freiburg und der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

Seit vielen Jahren widmet sich die Sommerbergschule der Praxisphasenbetreuung zukünftiger Lehrkräfte im Rahmen ihres Semesterpraktikums. Die positive Kooperationserfahrung in diesem Sektor motiviert zu einer verbindlichen Kooperation. Somit ist nun eine engere Anbindung an die Hochschule ein folgerichtiger und zielführender Schritt für den Schulleiter Herrn Marcus Hain. Das Kollegium der Grundschule ist offen für Forschungsprojekte, die in  enger Abstimmung an fachdidaktischen und pädagogischen Themen arbeiten. Eine Kooperation auf Augenhöhe ist hierbei sowohl dem Schulleiter Herr Hain und der Konrektorin Frau Rösch als auch dem Praxiskolleg wichtig.

Die Vertragsunterzeichnung wurde an der Schule durch Prof. Dr. Lars Holzäpfel vollzogen. Er wurde von den beiden Koordinatorinnen des Praxiskollegs Ulrike Dreher und Dr. Martina von Gehlen begleitet. So konnte der Termin direkt dazu genutzt werden, um die erarbeiteten Kooperationsschwerpunkte durch die Schule zu diskutieren.

Online-Kurs für Lehrende des neuen Schulfachs „WBS – Wirtschaft/Berufs- und Studienorientierung“ entwickelt

An den allgemeinbildenden Schulen Baden-Württembergs beginnt ab dem Schuljahr 2017/18 der Unterricht in dem neuen Schulfach „WBS – Wirtschaft / Berufs- und Studienorientierung“. Um die Lehrerinnen und Lehrer optimal auf den Unterricht vorzubereiten, hat das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport bei Prof. Dr. Franziska Birke (PH Freiburg & FACE) und Prof. Dr. Tim Krieger (Universität Freiburg & FACE) eine Fortbildungsmaßnahme in Form eines „bMOOC“ (blended massive open online course) in Auftrag gegeben, dessen erstes Themenfeld „Markt und Preisbildung“ ab sofort vollständig zur Verfügung steht.

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Der bMOOC kombiniert in einem Blended-Learning-Ansatz Erklärvideos mit Fortbildungen in allen Schulamtsbezirken des Landes. Pro Jahr werden in Form einer mehrwöchigen MOOC-Sequenz ökonomische Grundlagen und Inhalte bereitgestellt. Jede Sequenz besteht neben den Erklärvideos aus interaktiven Verständnisfragen, Literaturhinweisen, Unterrichtsbeispielen und weiteren Materialien. Diese eher fachwissenschaftlichen Materialien werden dann in einem nächsten Schritt in Fortbildungen von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus den verschiedenen Schulämtern aus fachdidaktischer und unterrichtspraktischer Sicht weiter vertieft, sodass die teilnehmenden Lehrerinnen und Lehrer unterschiedliche, für ihren Unterricht relevante Perspektiven auf das Fach WBS erhalten.

Die Erklärvideos werden allen Interessierten von der Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung an Schulen in Baden-Württemberg kostenlos zur Verfügung gestellt. Lediglich eine unkomplizierte Anmeldung unter der folgenden Webadresse ist für den Zugriff auf die Videos erforderlich:

https://mooc.lehrerfortbildung-bw.de/kurse/wirtschaft-berufs-und-studienorientierung-wbs/

Ab dem Herbst 2017 werden weitere MOOC-Sequenzen und Fortbildungen folgen, die andere Schwerpunktthemen des Fachs WBS beleuchten. Die geplanten Themen sind: „Wirtschaftsordnung & Wirtschaftsethik“, „Ökonomie & nachhaltige Entwicklung“ sowie „Betriebswirtschaftliche Grundlagen“.

 

Hintergrund und weitere Informationen

Das Schulfach „WBS – Wirtschaft/Berufs- und Studienorientierung“ wurde vom Land Baden-Württemberg mit dem Bildungsplan 2016 in allen weiterführenden Schularten eingeführt. Durch das Fach sollen die ökonomische Bildung der Schüler*innen und deren Berufs- und Studienorientierungsprozess gefördert werden.

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