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Wirtschaft in der Schule – Wie eine gute Lehrerbildung aussehen sollte

Nach Baden-Württemberg will nun auch Nordrhein-Westfalen Wirtschaft als eigenständiges Schulfach einführen. Das Rüstzeug für einen gelungen Wirtschaftsunterricht muss angehenden Lehrer*innen künftig im Studium vermittelt werden. Prof. Dr. Tim Krieger (Universität Freiburg & FACE) und Prof. Dr. Franziska Birke (PH Freiburg & FACE) teilen in einem Beitrag im Journal Wirtschaftliche Freiheit ihre Erfahrungen bei der Ausgestaltung der neuen Bachelor- und Masterstudiengänge in Freiburg und zeigen, worauf es im Lehramtsstudium im Fach Wirtschaft besonders ankommt. Ganz im Sinne des FACE spielen dabei Professionsorientierung, Kohärenz und Interdisziplinarität eine zentrale Rolle.

Prof. Dr. Tim Krieger (Universität Freiburg & FACE) und Prof. Dr. Franziska Birke (PH Freiburg & FACE), Dr. Bernd Remmele und Annette Kern (PH Freiburg & FACE) haben im Auftrag des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg eine Fortbildungsmaßnahme in Form eines „bMOOC“ entwickelt, um Lehrer*innen optimal auf den Unterricht im neuen Fach Wirtschaft vorzubereiten. Weitere Informationen finden Sie hier.

Kohärenz durch Vernetzung – das FACEfolio in der Freiburger Lehrerbildung

Ein Workshop im Rahmen des Kooperationsnetzwerkes FACE
für alle Lehrenden in der Lehrerbildung

 

Datum:24.11.2017, 9:00 – 17:00 Uhr
Ort:Bismarckallee 22, Räume 1 und 2
Organisationsteam:AG Portfolio1 der QLB-Maßnahme „Lehrkohärenz“
Zielgruppe:Alle in der Lehrerbildung Lehrende der PH und Universität Freiburg

Der Workshop kann auf das Baden-Württemberg Zertifikat für Hochschuldidaktik angerechnet werden.

 

Konzept und Funktion des FACEfolios

Eine nachhaltige Entwicklung professioneller Kompetenz erfordert kohärente Studienstrukturen und -angebote. Vor diesem Hintergrund haben wir im Rahmen von FACE (Freiburg Advanced Center of Education) das FACEfolio konzipiert, ein hochschul- und studienphasenübergreifendes E-Portfolio für den Standort Freiburg. Es unterstützt die Studierenden durch fächerübergreifende Lernaufgaben darin, zu erkennen, wie fachwissenschaftliche, fachdidaktische und bildungswissenschaftliche Studieninhalte zusammen­hängen und in der schulischen Praxis angewandt werden können. Das FACEfolio dient Studierenden also bei der selbstgesteuerten Konstruktion von Kohärenz.

Den Kern des Portfolios bilden Lernaufgaben, die Studierende dazu anregen, fachwissenschaftliche Studieninhalte mit fachdidaktischen und bildungswissenschaftlichen Konzepten zu verbinden. Eine solche die Wissensbereiche verbindende Lernaufgabe zur zentralen Tätigkeit des „Erklärens“ kann z.B. darin bestehen, dass Studierende eine Erklärung zu einem schulisch relevanten fachlichen Inhalt formulieren (für Schüler*innen als Zielgruppe). Dabei werden die Studierenden aufgefordert, zu beachten, welche Aspekte aus fachwissenschaftlicher Perspektive in der Erklärung erwähnt werden sollten und zugleich, welche Veranschaulichungen (Analogien, Metaphern) fachdidaktisch angemessen und / oder welche allgemeinen Prinzipien der Konstruktion lernförderlicher Erklärungen (z.B. Anknüpfung an das Vorwissen, sprachliche Kohäsion) aus bildungswissenschaftlicher Perspektive zu berücksichtigen sind. Werden die Studierenden zusätzlich aufgefordert, etwa im Orientierungspraktikum oder im Schulpraxissemester (ISP) zu beobachten, inwiefern Lehrkräfte im Unterricht die genannten fachdidaktischen und bildungswissenschaftlichen Prinzipien des Gebens von Erklärungen realisieren, wäre dies eine Theorie und Unterrichtspraxis verbindende Lernaufgabe.

Interdisziplinäre, „vernetzende“ Lernaufgaben zeichnen sich bereits in der Phase ihrer Erstellung durch eine kooperative, fächerübergreifende Konzeption aus. So erfordert die Ausarbeitung der intendierten Aufgabenformate, welche die Studierenden im Sinne des Kohärenzgedankens zur selbstgesteuerten Vernetzung der Wissensbereiche anregen sollen, dass die entsprechenden Lernaufgaben „trilateral“ bzw. mindestens „bilateral“ entwickelt werden, d.h. in Tridems bzw. Tandems aus Bildungswissenschaft, Fachdiaktik und / oder Fachwissenschaft.

Zielsetzungen des Workshops

Nach dem Workshop sind Sie mit den Grundsätzen des Freiburger Portfolio-Ansatzes und den Prinzipien der Konstruktion vernetzender Lernaufgaben vertraut. In einer interdisziplinären Kooperation mit Kolleg*innen aus Fachwissenschaft, Fachdidaktik oder Bildungswissenschaft haben Sie erste Lernaufgaben / Ansätze für Ihren Fachbereich entwickelt.

Agenda des Workshops

Im Hinblick auf ein gemeinsames Portfolio in der Lehrerbildung möchten wir das FACEfolio-Konzept gerne gemeinsam mit Ihnen diskutieren, Lernaufgaben konzipieren und Umsetzungsprinzipien weiterentwickeln. Die Veranstaltung gliedert sich dementsprechend in drei Phasen:

  1. Einführung: Zunächst wird Prof. Dr. Matthias Nückles (Institut für Erziehungswissenschaft, Universität Freiburg) Sinn und Zweck von Portfolios im Allgemeinen und die Idee des FACEfolios im Besonderen einführend darstellen. Anschließend werden exemplarisch bereits erprobte Portfolioansätze und konkrete Lernaufgaben vorgestellt (Biologie: Dr. A. Liefländer, Romanistik: Jun.-Prof. Dr. K. Zaki / StR‘in L. Lösch, Theorie-Praxis-Verzahnung: Prof. Dr. M. Nückles).
  2. Kleingruppenarbeit: Im Rahmen von Tandems bzw. Tridems bestehend aus Vertreter*innen der Fachwissenschaft und/oder Fachdidaktik und/oder Bildungwissenschaft werden Lernaufgaben für das FACEfolio
  3. Gemeinsame Diskussion zur Weiterentwicklung und Verankerungen des FACEfolios in den Fachbereichen.

Anmeldung

Das Workshop-Angebot richtet sich an alle interessierten Kolleg*innen der Pädagogischen Hochschule und Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, die an der Lehrerbildung beteiligt sind. Bei Interesse melden Sie sich bitte bis spätestens 07.11.2017 unter FACEfolio-workshop@face-freiburg.de an. Selbstverständlich können Sie sich auch mit Fragen oder Anregungen jederzeit an die genannte Emailadresse wenden. Falls Sie bereits vorab konkrete Ideen haben, welche Lehrveranstaltungen Sie mittels des FACEfolios vernetzen möchten, können Sie sich gerne im Tandem oder Tridem zum Workshop anmelden. Wenn Sie Ihre Lehrveranstaltung mit einer bildungswissenschaftlichen vernetzen möchten, übernimmt Prof. Dr. Matthias Nückles während des Workshops den entsprechenden „Tandem-Part“.

Umsetzungsbeispiel: Bildungswissenschaft (BiWi) – Romanistik
(Basis: Lehramtsoption im polyvalenten 2-HF-Bachelor)

Maja Muster studiert den polyvalenten 2-Hauptfach-Bachelor mit der Fächerkombination Französisch / Spanisch. Sie möchte Lehrerin werden. Deshalb belegt sie die „Lehramtsoption Gymnasium“ (10 ECTS BiWi + 5 ECTS Fachdidaktik Fach 1 + 5 ECTS Fachdidaktik Fach 2), deren Kurse durch die Abstimmung von Kompetenzzielen und Lehr-Lern-Formaten aufeinander bezogen (und digital verlinkt) sind: Kollegial und interdisziplinär entwickelte Lernaufgaben, die fachdidaktische und bildungswissenschaftliche Facetten aus unterschiedlichen Veranstaltungen verbinden, fördern so die Vernetzung unterschiedlicher Wissensbereiche und -arten:

Abb.2 Basis des E-Portfolios: Lernaufgaben in der Lehramtsoption des B.A.

Neben den interdisziplinären Lernaufgaben, die den Kern des E-Portfolios bilden, tragen auch damit verbundene Peer Feedback-Ansätze und flexibel einsatzbare Kurstagebuchformate dazu bei, die individuelle Wissensintegration und Reflexion ausgehend vom jeweiligen Vorwissen zu unterstützen. Die entsprechenden Ansätze im Lehramtsoptionsbereich des Bachelors sind dabei als Grundlage für weitere Studien- bzw. Ausbildungsabschnitte zu sehen. Entscheidet sich M. Muster nach Abschluss des Bachelorstudiengangs schließlich für den konsekutiven Master of Education am Standort Freiburg, so wird das E-Portfolio sie auch in den Theorie- und Praxisphasen des M. Ed. mit komplementären Vernetzungsformaten (v.a. kursbezogene und -übergreifende Lernaufgaben, Lerntagebuch) begleiten und als Teil ihrer abschließenden mündlichen Modulprüfung (des Moduls „Integrierter Professionsbereich“ im letzen Semester des M.Ed. ) in ihre Endnote miteinfließen.

 

 

[1] Prof. Dr. M. Nückles, C. Klein, C. Burkhart, M. Graichen, Dr. A. Liefländer,  StR’in L. Lösch, Jun.-Prof. Dr. K. Zaki.

Gemeinsam für eine starke Lehrer*innenbildung in unserem Bundesland – Treffen der Schools of Education und der Zentren für Lehrerbildung

Ein Vernetzungstreffen in Freiburg brachte erstmals die neu gegründeten Schools of Education und die Zentren für Lehrerbildung (ZLB) in Baden-Württemberg zusammen zum Austausch über Strukturen und aktuelle Themen in der hochschulischen Lehrer*innenbildung. Ermöglicht wurde das Treffen durch Mittel der Qualitätsoffensive Lehrerbildung.

Am 27. und 28. Juli 2017 trafen sich Vertreter*innen aller baden-württembergischen Schools of Education und Zentren für Lehrerbildung im Rektoratsgebäude der Freiburger Universität. Das zweitägige Format bot den Teilnehmer*innen aus Freiburg, Heidelberg, Karlsruhe, Konstanz, Stuttgart, Tübingen und Ulm eine ideale Chance, die Ansprechpartner*innen und Strukturen der anderen Standorte besser kennenzulernen und Erfahrungen auszutauschen.

Im Fokus standen die im Zuge der Lehramts- bzw. Strukturreform neu entstandenen Aufgabenfelder. Diskutiert wurden zudem zentrale Leitideen für die Gestaltung der Lehrer*innenbildung an den Standorten. In separaten Gesprächsrunden widmeten sich die Zentren für Lehrerbildung aktuellen Fragen in der Beratung von Studierenden z. B. bezüglich Schulpraxissemestern und der Anerkennung von Auslandsaufenthalten. Die Schools of Education vertieften Projektmanagementthemen wie die Projektabwicklung und gemeinsame Publikationen.

Die Schools of Education treffen sich seit 2016 regelmäßig u.a. in Heidelberg und Stuttgart und die ZLB-Standorte richten schon seit vielen Jahren gemeinsame Treffen aus. Von beiden Seiten wurde auf den letzten separaten Treffen dieser gemeinsame Termin befürwortet. Durch die qualitätsorientierte Betrachtung der unterschiedlichen Strukturen und Entwicklungen entsteht für alle Beteiligten ein Mehrwert. Einerseits können die Ergebnisse der Qualitätsoffensive Lehrerbildung (QLB) flächendeckend für die gezielte Verbesserung der Lehrer*innenbildung an weiteren Standorten genutzt werden. Andererseits profitieren auch die QLB-Standorte von den Erfahrungen der durch andere Drittmittelgeber geförderten Hochschulen. Frau Schick und Frau Busching, von der Stabsstelle Lehrer*innenbildung der Universität Freiburg, resümieren: „Es war fruchtbar, alle Standorte gemeinsam an einen Tisch zu setzen. Damit konnte nach der Phase der unterschiedlichen Strukturentwicklung an den Standorten durch den gemeinsamen Austausch eine erneute Annäherung geleistet werden. Auf dieser Ebene hoffen wir die Tradition der konstruktiven Zusammenarbeit weiterführen zu können.

Diesen Eindruck teilen die Vertreter*innen der anderen Standorte und wollen auch künftig Synergien bündeln und nutzen. So sind weitere gemeinsame Treffen für den Frühling 2018 in Karlsruhe und im Sommer 2018 in Konstanz geplant. Dabei gilt es zugleich die jeweiligen Profile zu schärfen und weiterhin gemeinsam an formalen Herausforderungen und Lösungen zu arbeiten. Denn schließlich verfolgen alle Beteiligten dasselbe Ziel: die Lehrer*innenbildung in Baden-Württemberg nachhaltig zu verbessern.

 

 

Ihr Interesse am Thema ist geweckt? Sie wollen Einblick in die Entwicklungen der Lehrer*innenbildung am Standort Freiburg gewinnen und in den Austausch mit Akteur*innen aus Lehre, Praxis, Weiterqualifizierung und Forschung treten?

Dann laden wir Sie ganz herzlich zur Tagung „Face to FACE – Lehrerbildung gemeinsam gestalten“ des Freiburg Advanced Center of Education (FACE) am 16. November 2017 ein.

Weitere Informationen und die Anmeldung zur Tagung folgen in Kürze.

Näher dran an der Praxis? – Evaluation des neuen Orientierungspraktikums im Lehramtsstudium

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Eines der zentralen Ziele im Zuge der Qualitätsoffensive Lehrerbildung ist es, die angehenden Lehrkräfte besser auf die Schulpraxis vorzubereiten. Im Freiburger Verbundprojekt wurde zu diesem Zweck u. a. das sogenannte Orientierungspraktikum, kurz OSP, neu konzipiert. Ob dieses hält, was der Titel verspricht, und den Studierenden eine Orientierung über ihre spätere Berufstätigkeit liefert, wurde auch nach dem zweiten Durchlauf des Praktikums wieder umfassend ausgewertet. Über die Ergebnisse berichtet Michael Thimm, Fachbereichsleiter OSP an der Universität Freiburg, in diesem Gastbeitrag.

Evaluation des zweiten Durchlaufs des neuen Orientierungspraktikums (OSP) im Lehramtsstudium: Ein Beitrag zur Professionalisierung der Lehrer/innenausbildung

Für alle Lehramtsstudierenden, die im WS 2016/17 mit dem polyvalenten Zwei-Fächer-Bachelorstudiengang gestartet haben, wurde im Zeitraum vom Oktober 2016 bis April 2017 zum zweiten Mal das neue dreiwöchige OSP durchgeführt. Das OSP zielt auf eine bessere Verzahnung von universitärer Ausbildung und Praxisphasen in der Lehrer/innenausbildung ab und soll darüber hinaus den Studierenden frühzeitig die Möglichkeit geben, ihre Studien- und Berufswahlentscheidung zu reflektieren bzw. zu überprüfen. Fast 400 Studierende haben das OSP in diesem Jahr erfolgreich absolviert. Das OSP ist Bestandteil des Moduls Bildungswissenschaften und besteht aus einer Vorlesung („Einführung in die Bildungswissenschaften“), dem Praktikum selbst sowie einem Vor- und Nachbereitungsworkshop. Inhaltlich wird es durch das Institut für Erziehungswissenschaft verantwortet und vom Zentrum für Schlüsselqualifikationen umgesetzt. Das Konzept wurde in enger Kooperation mit den Staatlichen Seminaren für Didaktik und Lehrerbildung Freiburg (Abteilung Gymnasien, Abteilung Berufliche Schulen) und der Pädagogischen Hochschule Freiburg entwickelt.

Bereits nach dem ersten Durchlauf im WS 2015/16 gab es im Rahmen einer aufwändigen Evaluation für alle Beteiligten (Studierende, Workshopleiter/innen und praktikumsgebende Schulen) die Möglichkeit, Rückmeldungen und Anregungen zu geben (zum Bericht auf FACE ). Deshalb war es nun im zweiten Durchlauf des OSP sehr interessant zu sehen, wie sich die Überarbeitungen und Optimierungen ausgewirkt haben (z.B. Reduzierung des Umfangs der Aufgabenstellungen, verstärkte Verknüpfung bildungswissenschaftlicher Inhalte mit schulpraktischen Erfahrungen, Verbesserung der organisatorischen Abläufe).

Insgesamt lässt sich feststellen, dass die Studierenden das Praktikum als sehr hilfreich und gewinnbringend für ihre Orientierung im Kontext des Lehramtsstudiums einschätzen. Bei den meisten Studierenden hat das OSP zu einer Bestätigung der Entscheidung für die Lehramtsoption geführt und ihre Motivation gestärkt. Einzelne denken aufgrund der Einblicke im OSP über einen Fachwechsel nach. Das OSP hat dazu beigetragen, dass Schule und Unterricht ganz konkret erleb- und erfahrbar wurden. Das Praktikum an einer der fast 200 teilnehmenden Schulen wurde sehr positiv eingeschätzt, besonders positiv fanden die Studierenden:

  • den Kontakt und die Gespräche mit den Lehrkräften in den Schulen.
  • die Möglichkeit, eigene Unterrichtseinheiten durchzuführen.
  • die Interaktion mit Schülern und Schülerinnen.
  • die Möglichkeit, einen umfassenden Einblick in die vielfältigen Aufgaben und Tätigkeiten des Lehrer/innenberufs zu erhalten.
  • die gute und sehr hilfreiche Betreuung durch die Lehrkräfte an den Schulen.

Optimierungsanregungen kamen von den Studierenden zum Beispiel zur Gestaltung des E-Portfolios und zum Umfang des angeleiteten Unterrichtens.

Von den 90 Schulen, die an der Online-Umfrage zur Evaluation teilgenommen haben, kam die Rückmeldung, dass fast alle Studierenden sehr motiviert und zielgerichtet in das Praktikum kamen, also deutlich besser vorbereitet waren, als dies in früheren Orientierungspraktika oftmals der Fall war. Eine Herausforderung für die Studierenden besteht aus Sicht der befragten Schulen zum Teil in der Fähigkeit zum Wechsel von der (ehemaligen) Schüler/innenrolle zur neuen Lehrer/innenrolle.

Die Zusammenfassung aller Evaluationsbereiche ergibt auch für den zweiten Durchlauf des OSP in der Gesamtschau wieder ein sehr positives Bild. Erneut wurden die wesentlichen Zielsetzungen des OSP erreicht, nämlich die Reflexion und Überprüfung der Studien- und Berufswahl und die Verknüpfung von bildungswissenschaftlichen Befunden mit schulpraktischen Erfahrungen. Nicht zuletzt war das zweite OSP auch deshalb wieder erfolgreich, weil es die Kompetenzen vieler verschiedener Akteure in der Lehrer*innenausbildung bündelt und in einem abgestimmten Vorgehen umsetzt. Und weil die inhaltlich und organisatorisch enorm umfangreichen Abstimmungsbedarfe bzw. Absprachen sowie der Informations- und Kommunikationsfluss zwischen allen beteiligten Institutionen und Akteuren im Großen und Ganzen sehr gut funktioniert haben.

Das OSP ist aus unserer Sicht auf einem sehr guten Weg, es ist weiterhin ein innovatives Modell, das in hohem Maße zu einer Professionalisierung in der Lehrer*innenausbildung beiträgt. Genau das haben uns viele Lehrkräfte zurückgemeldet: Die Studierenden starten auf einem ganz anderen Niveau, als dies oftmals früher der Fall war, ins Praktikum: gut vorbereitet, meistens hoch motiviert, sehr zielstrebig und mit ersten bildungswissenschaftlichen Kenntnissen ausgestattet. Gerne möchten wir auch bei dem kommenden OSP Gestaltungspielräume nutzen, kontinuierlich an Optimierungen arbeiten, neue Formate entwickeln und im Gespräch und im Austausch mit allen Beteiligten bleiben.

(Michael Thimm, Fachbereichsleitung OSP)

 

Weitere Informationen

Den kompletten Evaluationsbericht können Sie hier einsehen.

Für Fragen steht Ihnen gerne Herr Michael Thimm (Fachbereichsleitung OSP) zur Verfügung:
Tel.: 0761-203-6894
michael.thimm@zfs.uni-freiburg.de


Als zentrale Informationsquelle zum OSP ist zudem das Begleitheft besonders zu empfehlen, eine gemeinsame Veröffentlichung von Universität und Pädagogischer Hochschule zur Unterstützung aller am Orientierungspraktikum beteiligten Personengruppen, d. h. der Studierenden, der betreuenden Lehrkräfte an den Schulen und der Dozierenden der Begleitveranstaltungen.

Das Begleitheft steht zum Download zur Verfügung:

Weitere Informationen zum OSP finden Sie:

 

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Das Orientierungspraktikum im neuen Lehramtsstudium Gymnasium – Konzeption, Umsetzung und Begleitheft

Experten beziehen Stellung zu FACE

Wordcloud ExpertenhearingDas Freiburg Advanced Center of Education (FACE) versteht sich selbst als Lernende Institution mit dem Ziel, sich strukturell und inhaltlich kontinuierlich weiterzuentwickeln. Neue Impulse von außen fördern diesen stetigen Lernprozess. Daher lud das FACE am 23. Juni 2017 zu einem Expertenhearing an die Pädagogische Hochschule ein. Im Fokus stand einerseits die Evaluation der bisher erzielten Ergebnisse in den einzelnen Maßnahmen in der Qualitätsoffensive Lehrerbildung am Standort Freiburg. Andererseits wurden mit Blick auf den Fortsetzungsantrag Entwicklungsperspektiven für eine zweite Förderphase diskutiert.

Als Experten geladen waren Prof. Dr. Konrad Krainer der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, Prof. Dr. Fritz Oser der Universität Fribourg und Prof. Dr. Lutz Schön von der Humboldt-Universität zu Berlin sowie der Universität Wien. Auf Basis ihrer Expertise u. a. in den Bereichen Lehrer*innenbildung, Bildungswissenschaft und (Fach-)Didaktik lieferten sie wertvolle Anregungen und konstruktive Kritik im Hinblick auf die bisherige und weitere Arbeit des FACE.

Nach einer kurzen Einführung konnten die Experten in einem Poster-Walk die einzelnen Maßnahmen genauer betrachten und direkte Fragen an die Mitarbeiter*innen richten. Den Experten wurden bereits im Vorfeld relevante Unterlagen zur Verfügung gestellt, sodass diese bestens informiert mit sehr präzisen Fragen auf die Projektmitarbeiter*innen zukamen und direkt in einen intensiven Austausch treten konnten. Im Anschluss zogen sich die Experten für eine Beratungsrunde zurück, um dann in einer umfangreichen Stellungnahme im Plenum ihr Feedback zum Verbundprojekt allgemein und zu den einzelnen Maßnahmen zu präsentieren.

Insgesamt waren die Experten voller Lob für die bisher erzielten Ergebnisse und konnten doch mit konstruktiven Vorschlägen aufwarten, um das FACE in seine nächste Phase zu überführen und die Lehrer*innenbildung am Standort weiter zu verbessern. Doch nicht nur für das FACE war das Expertenhearing ein voller Erfolg, auch die Experten bedankten sich für einen spannenden Diskurs und die Einladung ins sonnige Freiburg.

FACE auf dem Freiburger Wissenschaftsmarkt

Am 14. und 15. Juli 2017 schlug der Freiburger Wissenschaftsmarkt, wie alle zwei Jahre, auf dem Münsterplatz seine Zelte auf. Unter dem Motto Staunen – Mitmachen – Verstehen präsentierten rund 60 wissenschaftliche Einrichtungen und Unternehmen aus der Region sich und ihre Arbeit. Das Freiburg Advanced Center of Education (FACE) war in diesem Jahr erstmals mit einem eigenen Stand zum Thema Lehrer*innenbildung in Freiburg vertreten.

Verstehen wollten die Besucher*innen des Standes vor allem, wie sich die Ausbildung angehender Lehrkräfte am Standort Freiburg verändert hat. Das FACE stand den Interessierten Rede und Antwort zu allen Fragen rund um das Thema Lehramtsstudium und Lehrer*innenbildung und informierte insbesondere über die Umstellung der Studiengänge auf das Bachelor-Master-System. Auch die institutionelle Kooperation zwischen Universität und Pädagogischer Hochschule unter dem Dach des FACE war für viele Besucher*innen auf dem Münsterplatz neu. So stellte der Wissenschaftsmarkt eine ideale Chance dar, das Kooperationsnetzwerk FACE und seine Ziele für eine breite Öffentlichkeit verständlich zu machen.
Mitmachen konnten die großen und kleinen Besucher*innen des FACE-Standes bei einem Quiz zum Thema Schule. Hätten Sie z.B. gewusst, wie alt eine durchschnittliche Lehrkraft in Baden-Württemberg ist? Oder welches Fach man (bisher) nicht an der Universität auf Lehramt studieren kann: Russisch, Chinesisch oder Finnisch?1
Zum Staunen brachten alle Beteiligten die kreativen Antworten auf Fragen wie „Was machen Lehrer*innen oft falsch?“ oder „Welches Schulfach sollte es noch geben?“. Eine Besucherin notierte auf einem der ausgehängten Flipcharts z.B. dass Lehrkräfte häufig „vergessen, die gelungenen Dinge zu nennen“. Von den gewünschten Schulfächern gibt es manche schon in einigen Bundesländern wie Gesundheit oder Psychologie. Andere Vorschläge könnten künftig eventeull (noch) stärker in den Lehrplan einfließen, sei es als Fach oder als Themenkomplex, z.B. Nachhaltigkeit, Glück oder Integrationskunde.

Veranstaltet wird der Wissenschaftsmarkt im zweijährigen Rhythmus von der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg in Kooperation mit der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe (FWTM). In diesem Rahmen haben die verschiedenen Fachbereiche der Hochschulen und Kliniken sowie außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und führende Unternehmen aus der Region die Möglichkeit, ihre Arbeit einem breiten Publikum zu präsentieren. Ziel ist es, Forschung anschaulich zu vermitteln und durch Mitmachaktionen praktisch erfahrbar zu machen.

Für das FACE ist die Teilnahme am Wissenschaftsmarkt in zweierlei Hinsicht ein voller Erfolg: Einerseits ist es gelungen, wichtige Akteur*innen der Lehrer*innenbildung direkt anzusprechen. So hatten der Stand und die ausgewählten Informationsmaterialen eine besondere Anziehung auf Studieninteressierte und Studierende im Lehramt sowie aktive und ehemalige Lehrkräfte. Andererseits zeigte sich einmal mehr, wie groß das gesellschaftliche Interesse an der Lehrer*innenbildung ist. Dabei stößt die Qualitätsoffensive Lehrerbildung mit ihrem Anliegen der besseren Vorbereitung der angehenden Lehrkräfte auf die Schulpraxis auf breite Zustimmung.

 

 

1. Zur Auflösung: Lehrkräfte sind in Baden-Württemberg durchschnittlich 45 Jahre alt. (Quelle: Statistisches Landesamt, siehe hier.)
Das Fach Finnisch wird (bisher) nicht auf Lehramt an der Universität Freiburg angeboten. (Für eine Fächerübersicht siehe hier.)

Sommerbergschule Buchenbach unterzeichnet Hochschulpartnerschulvertrag

Die Sommerbergschule Buchenbach unterzeichnete am 11.07.2017 als erste Grundschule einen Kooperationsvertrag mit der Pädagogischen Hochschule Freiburg und der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

Seit vielen Jahren widmet sich die Sommerbergschule der Praxisphasenbetreuung zukünftiger Lehrkräfte im Rahmen ihres Semesterpraktikums. Die positive Kooperationserfahrung in diesem Sektor motiviert zu einer verbindlichen Kooperation. Somit ist nun eine engere Anbindung an die Hochschule ein folgerichtiger und zielführender Schritt für den Schulleiter Herrn Marcus Hain. Das Kollegium der Grundschule ist offen für Forschungsprojekte, die in  enger Abstimmung an fachdidaktischen und pädagogischen Themen arbeiten. Eine Kooperation auf Augenhöhe ist hierbei sowohl dem Schulleiter Herr Hain und der Konrektorin Frau Rösch als auch dem Praxiskolleg wichtig.

Die Vertragsunterzeichnung wurde an der Schule durch Prof. Dr. Lars Holzäpfel vollzogen. Er wurde von den beiden Koordinatorinnen des Praxiskollegs Ulrike Dreher und Dr. Martina von Gehlen begleitet. So konnte der Termin direkt dazu genutzt werden, um die erarbeiteten Kooperationsschwerpunkte durch die Schule zu diskutieren.

Die Lehrwerkstatt Lehrerbildung geht in die zweite Runde. Seien Sie mit dabei!

  • Sie möchten Ideen für Ihre eigenen Lehrveranstaltungen diskutieren und Feedback dazu erhalten?
  • Sie wollen Lehrveranstaltungen systematisch im Kollegium planen?
  • Sie sind von innovativen Lehrmodellen begeistert und wollen diese im Lehramtsbereich anwenden?

Dann ist die Lehrwerkstatt Lehrerbildung genau das richtige Format für Sie!

M1 Lehrwerkstatt Lehrerbildung 2 - Wordle

Zielsetzung. Die Lehrwerkstatt Lehrerbildung zielt auf eine kollegiale Planung, Durchführung und Evaluation von Lehrveranstaltungen ab. Dies bedeutet konkret, dass Sie eine Lehrveranstaltung für das Wintersemester 2017/2018 planen und deren Konzeption vor Vorlesungsbeginn im kollegialen Austausch besprochen wird. Während des Semesters werden die jeweiligen Veranstaltungen durchgeführt und Sie werden auch während der Durchführung durch kollegiale Fallberatung und eine strukturierte Form der dialogorientierten Zwischenevaluation (Teaching Analysis Poll) hochschuldidaktisch begleitet. Nach dem Semester werden Evaluationsergebnisse und Erfahrungen gemeinsam reflektiert. Das instruktionspsychologische Modell „First Principles of Instruction“ (Merrill, 2002) dient dabei als Basis der systematischen Entwicklung.

Zielgruppe. Die Lehrwerkstatt Lehrerbildung richtet sich an Lehrende der Universität und Pädagogischen Hochschule Freiburg unterschiedlicher Fachbereiche, die im Lehramtsbereich tätig sind. Interessierte sind herzlich willkommen!

M1 Lehrwerkstatt Lehrerbildung 2 - KleingruppeArbeitsform. In einer festen Kerngruppe wird von jedem*r Teilnehmenden eine eigene Lehrveranstaltung weiterentwickelt, wobei Sie durch thematische Kurz-Inputs, Feedback und Anregungen der Kolleginnen und Kollegen Impulse erhalten. In der Entwicklungsphase spielen vor allem Kurz-Impulse, die leitfragengeleitete Reflexion der eigenen Ideen und der kollegiale Austausch eine wichtige Rolle. In der Durchführungsphase kommen Elemente wie kollegiale Fallberatung und Teaching Analysis Poll (eine dialogorientierte Form der Zwischenevaluation) hinzu. In einer abschließenden Bewertungsphase werden Evaluationsergebnisse diskutiert und reflektiert.

Termine. Die ersten Termine sind:

Weitere Termine (ca. 3 Sitzungen bis Ende Februar 2018) werden mit den Teilnehmenden vereinbart.

Anmeldung. Für nähere Informationen oder zur Anmeldung (bis einschließlich 15.09.2017) können Sie sich an Christiane Klein (FACE-Projektmitarbeiterin, Abteilung Hochschuldidaktik, Universität Freiburg) wenden.

 

Literaturhinweis

Merrill, M. D. (2002). First principles of instruction. Educational Technology Research and Development, 50(3), 43–59. https://doi.org/10.1007/BF02505024.

Polizeiliche Kriminalprävention zum Thema Mediengefahren

M2 Vortrag Monika Arndt

Monika Arndt informiert über die Gefahren im Netz.

Vortrag von Polizeihauptkommissarin Monika Arndt am 21. Juni 2017

Cyber-Mobbing, Free-to-play, Sexting – gehört hat diese Begriffe vermutlich jede/r schon; doch was verbirgt sich genau dahinter?

Polizeihauptkommissarin Monika Arndt, die seit über 10 Jahren im Bereich der polizeilichen Prävention mit Schwerpunkt Mediengefahren tätig ist, informierte am 21. Juni 2017 auf Einladung des Praxiskollegs, der Stabsstelle Lehrer*innenbildung der Universität Freiburg und der Pädagogischen Hochschule Freiburg über die Gefahren im Netz.

Dabei geht sie auf Haftungsfragen, Gefahren im Internet und Urheber- und Persönlichkeitsrechte ein und gibt einige Sicherheits-Tipps. Denn während soziale Netzwerke, kostenlose Apps oder die Möglichkeit, per Text, Video und Stimme jederzeit und nicht selten sogar kostenlos kommunizieren zu können, auf den ersten Blick für Jugendliche (und oftmals auch für deren Eltern) attraktiv erscheinen, zeigen sich meist erst bei genauerem Hinsehen die Risiken.

„Gratis-Apps für Smartphones finanzieren sich oft über sogenannte In-App-Käufe, mittels derer Wartezeiten in Spielen übersprungen oder neue Level freigeschaltet werden können und die meist per Kreditkarte oder über die Handyrechnung abgewickelt werden“, darauf weist Monika Arndt hin. Sind diese Zahlungsdaten erst einmal hinterlegt, ist die Versuchung oft groß, den Spielfortschritt bequem per Bezahlung voranzutreiben. Da es sich meist nur um Kleinstbeträge zwischen einem und fünf Euro handelt, geht der Überblick über die Gesamtkosten leider dann schnell verloren.

Doch auch die meist als zwar lästig aber harmlos angesehenen Werbeeinblendungen können gefährlich werden, da die App-Anbieter auf ihre Auswahl keinerlei Einfluss haben: Per (versehentlichem) Fingertipp auf eine unseriöse Werbefläche kann ungewollt ein Abo abgeschlossen werden, das direkt über die Handyrechnung abgebucht wird. Abhilfe kann hier eine sogenannte Drittanbietersperre schaffen, die Abbuchungen von anderen Parteien als dem Netzanbieter über die Telefonrechnung verhindert.

An diesem Beispiel wird deutlich: Nur wer die Gefahren kennt, die die Neuen Medien mitunter in sich bergen, kann verantwortungsvoll mit ihnen umgehen und die Vorteile nutzen, die sie zweifelsohne bieten. Gerade Jugendliche, die ganz selbstverständlich mit Smartphone, Computer und Internet hantieren, sehen oftmals nur die positiven Seiten der Angebote und übersehen dabei die Nebenwirkungen. Diese aufzuzeigen sollte eigentlich Sache der Eltern sein – diese seien damit aber ebenso wie die Lehrer*innen oftmals überfordert und selbst unsicher, welche Online-Dienste gefahrlos genutzt werden können, so Monika Arndt. „Völlig normal“ nennt dies Professor Wolfgang Hochbruck vom Englischen Seminar der Universität Freiburg (Leitungstandem Praxiskolleg). Das Wettrüsten sei nicht zu gewinnen, die Jugendlichen den Erwachsenen immer einen Schritt voraus, was die Nutzung von Apps oder sozialen Medien anginge. So sieht das auch Monika Arndt. Von einem Verbot, entsprechende Dienste zu nutzen, hält sie nichts. „Du kannst nicht immer zuschauen, aber du kannst sie stark machen.“

Die letzte Folie ihrer Präsentation fasst den Vortrag wunderbar zusammen: Möglichkeiten und Gefahren der Neuen Medien sind zwei Seiten derselben Medaille. Ein verantwortungsvoller Umgang mit persönlichen Daten, intimen Fotos oder urheberrechtlich geschützten Werken kann von Jugendlichen nur erwartet werden, wenn ihnen entsprechende Informationen zur Verfügung gestellt und sie für die Risiken sensibilisiert werden. Genau dies leistet Monika Arndt mit ihrer Präventionsarbeit an Freiburger Schulen – nach diesem informativen Vortrag darf vermutet werden: mit Erfolg.

Monika Arndt informiert auch im Rahmen von Elternabenden und kann direkt an Ihre Schule eingeladen werden. Das Praxiskolleg vermittelt gerne den Kontakt.

(Gabriel Klebowski und Martina von Gehlen)

Zweiter „Round Table Inklusion“ der Pädagogischen Hochschule Freiburg und der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg – im Fokus: Lehrkonzepte für Inklusion

Nachdem zu Beginn dieses Jahres ein erster „Round Table Inklusion“ initiiert wurde, fand am 03.07.2017 eine Fortsetzung dieses Formats statt. Organisiert durch das interdisziplinäre Mitarbeitendenteam der Maßnahme 3 „Inklusion und Heterogenität“ des Freiburg Advanced Center of Education (FACE) nahmen 25 Personen unterschiedlicher Fakultäten und Institute sowie des Rektorats und Prorektorats Lehre der Pädagogischen Hochschule an der Veranstaltung teil. Inhaltlich standen diesmal Lehrkonzepte für Inklusion im Zentrum.

 
An die Begrüßung und Kurzvorstellung der Teilnehmenden schlossen sich drei Vorträge zu derzeit bestehenden und geplanten Lehrkonzepten in Form von Kurzimpulsen an, die in eine anschließende Diskussion mündeten. Charlotte Rott-Fournier (PH, Institut für Musik) stellte ihr für das kommende Wintersemester geplantes Seminarkonzept zum Thema Inklusion und Kooperation im Musikunterricht vor. Im Anschluss berichtete Saskia Opalinski (PH, Institut für Erziehungswissenschaft) über ein seit vier Semestern erprobtes exkursionsbasiertes Lehrkonzept, das Inklusion aus pädagogischer und soziologischer Perspektive in den Blick nimmt. Wie künftige Mathematiklehrkräfte auf Inklusion bei verschiedenen Heterogenitätsdimensionen vorbereitet werden können, führte Dr. Juliane Leuders (PH, Institut für mathematische Bildung) anhand ihres mehrfach durchgeführten Seminarkonzepts aus.
Des Weiteren tauschten sich die Teilnehmenden darüber aus, wie und in welcher Form Inklusion stärker in der Lehre der einzelnen Fachdidaktiken thematisiert werden kann, um die Studierenden fachspezifisch auf schulische Inklusion vorzubereiten. Die bereits bestehenden Seminarkonzepte dienten hierbei als Anstoß – auch für mögliche interdisziplinäre Kooperationen zwischen Fachbereichen.

Der dritte „Round Table Inklusion“ ist für Januar 2018 geplant. Dieser wird das Thema „Kooperation in der Bildungsregion Freiburg im Kontext von Inklusion“ in den Blick nehmen. Einladung und weitere Informationen werden frühzeitig über entsprechende Verteiler an mögliche Interessent*innen versandt.

Ansprechpartnerin und -partner:
Jun.-Prof. Dr. Andreas Köpfer |andreas.koepfer@ph-freiburg.de
Jun.-Prof. Dr. Katja Scharenberg | katja.scharenberg@ph-freiburg.de
Maßnahme 3 „Inklusion und Heterogenität“ | FACE