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Förderung für das „Netzwerk Philologie und Schule“

Der Germanist Dr. Stefan Seeber, Privatdozent an der Universität Freiburg, erhält für sein Projekt „Netzwerk Philologie und Schule“ ein mit 25.000€ dotiertes Senior-Fellowship des Stifterverbands und der Baden-Württemberg Stiftung im Programm „Fellowships für Innovationen in der Hochschullehre“.

In dem Projekt bereiten Studierende im Lehramt Gymnasium Seminarinhalte für den Schulunterricht an der Hochschulpartnerschule Montessori Zentrum ANGELL Gymnasium auf. Im Interview erklärten die Kooperationspartner, warum dies eine „Triple-Win-Situation“ ist.

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Pressemitteilung der Universität Freiburg zur Förderung
Informationen zum „Netzwerk Philogie und Schule“
„Hochschulpartnerschule aus Überzeugung: Das Montessori Zentrum ANGELL Gymnasium Freiburg im Interview“

Jun.-Prof. Dr. Katja Scharenberg: Macht die Klasse einen Unterschied? – Effekte sozialer, kultureller und leistungsbezogener Heterogenität

Ringvorlesung „Lehr- und Lernperspektiven“ des Praxiskollegs am 30.11.2017

Am dritten Abend der Ringvorlesung des FACE-Praxiskollegs im Wintersemester 2017/18 widmete sich die Freiburger Junior-Professorin Dr. Katja Scharenberg, Pädagogische Hochschule Freiburg, der Frage, ob die Zusammensetzung von Schulklassen für den Lernerfolg von Schülerinnen und Schülern ausschlaggebend ist. Wirken sich heterogene oder homogene Schulklassen günstiger auf das Lernen aus? Und inwiefern hängen solche gegebenenfalls nachweisbaren Heterogenitätseffekte von anderen Schulklassenmerkmalen und der Schulformzugehörigkeit ab? Dies sind nur zwei der brisanten Aspekte, die mit der Frage nach der Bedeutung der unmittelbaren Lernumwelt für die Leistungsentwicklung von Schülerinnen und Schülern fast unweigerlich zusammenhängen.

Frau Jun.-Prof. Dr. Scharenberg begann ihren Vortrag zunächst mit der Darlegung der Ausgangslage und dem Forschungsbedarf: Ob heterogene oder homogene Schulklassen für das schulische Lernen geeigneter sind, ist nach aktuellem Forschungsstand noch nicht eindeutig geklärt. Heterogenität im schulischen Alltag spiegelt sich im Alter, Geschlecht, der sozialen und kulturellen Herkunft und nicht zuletzt in den schulischen Leistungen und kognitiven Fähigkeiten von Schülerinnen und Schülern wider und ist daher alltägliche Realität im Klassenzimmer. Eine Vielzahl an Homogenisierungsmechanismen sowie die „Sehnsucht nach der homogenen Lerngruppe“ waren jedoch traditionell kennzeichnend für das deutsche Schulsystem. In einigen älteren Lehrkräftebefragungen wurde die Heterogenität der Schülerschaft auch als Berufserschwernis genannt. Inwiefern die objektiv gegebene Heterogenität der Schülerschaft in Zusammenhang mit schulischen Leistungen steht und ob alle Schülerinnen und Schüler von heterogenen Klassen profitieren können, wurde bislang jedoch kaum empirisch untersucht.

Ausgewählte quantitative Forschungsbefunde der Hamburger KESS-Studie, die von Frau Jun.- Prof. Dr. Scharenberg vorgestellt wurden, zeigen, dass leistungsheterogene Schulklassen zu Beginn der Sekundarstufe einen minimalen Entwicklungsvorteil gegenüber jenen Klassen aufweisen, in denen die Leistungen der Schülerinnen und Schüler alle vergleichsweise nahe beieinander liegen. Umgekehrt bedeutet dies auch, dass der Besuch heterogener Schulklassen nicht von Nachteil ist. Die weitaus bedeutsameren Prädikatoren für die Leistungsentwicklung seien jedoch das individuelle Lernausgangsniveau und die besuchte Schulform. Zudem erwies sich der Heterogenitätseffekt als stark konfundiert mit weiteren Merkmalen der Schülerzusammensetzung und Schulformzugehörigkeit. Es zeigte sich jedoch, dass vor allem die schwächsten Schülerinnen und Schüler in leistungsheterogenen Schulklassen hinsichtlich ihrer Entwicklung profitieren konnten, während sich für die Leistungsspitze keine Nachteile abzeichneten.

Die an den Vortrag anschließende Diskussion beschäftigte sich mit der Rolle der Lehrkräfte, aber auch mit den Effekten, die von der nach wie vor gegliederten Schulstruktur in Deutschland auf die Leistungsentwicklung von Schülerinnen und Schülern ausgehen können. Frau Jun.-Prof. Dr. Scharenberg erläuterte, dass auch über jene Prozesse, über die solche Effekte auf die schulischen Leistungen vermittelt werden, bislang noch zu wenig bekannt sei. So bestehe insbesondere hinsichtlich der Rolle der Lehrkräfte, der Unterrichtsgestaltung und der sozialen Interaktionen in heterogenen Schulklassen noch weiterer Forschungsbedarf.

(Christina Metzger, Dr. Martina von Gehlen, Jun.-Prof. Katja Scharenberg)

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Überblick über weitere Termine der Ringvorlesung

Bericht und Video zum ersten Vortrag der Ringvorlesungsreihe:
„Prof. Fritz Oser: Aus Fehlern (nicht) lernen – Auftakt der Ringvorlesung findet regen Anklang“

Bericht und Video zum zweiten Vortrag der Ringvorlesungsreihe:
„Pfarrer Gerhard Ziener: Bildungsstandards, Kompetenzen und Kompetenzorientierung: Alter Wein in neuen Schläuchen?“

FACE Lehrkräfte-Fortbildung: „Pädagogische Souveränität – Umgang mit herausfordernden Unterrichtssituationen“

„Wer erfolgreiches schulisches Lernen will, muss sich um die Menschen kümmern.“ – Andreas Müller

Am Freitag den 10. November, und Freitag, den 8. Dezember, fand jeweils von 10 – 16 Uhr an der Pädagogischen Hochschule die FACE Fortbildung „Pädagogische Souveränität – Umgang mit herausfordernden Unterrichtssituationen“ für Lehrkräfte der Sekundarstufen I und II statt.

Der nicht unbekannte Referent Andreas Müller in Kombination mit dem Thema zog viele Lehrkräfte an, so dass nicht alle Interessierten einen Platz in der prall gefüllten Fortbildung ergattern konnten. Andreas Müller leitet das Institut Beatenberg in der Schweiz, eine innovative Modellschule. In seinen Publikationen und Vorträgen räumt er mit den gängigen Lehr-Lern-Illusionen auf. Aber er zeigt auch Lösungen auf – theoretisch fundiert, praktisch erprobt und meist auch etwas unbequem.

Andreas Müller ging mit den Teilnehmer*innen den spannenden Fragen nach, wie sich pädagogisch souveränes Handeln auf das Lerngeschehen auswirkt, was pädagogisch souveräne Persönlichkeiten auszeichnet, welche Einflussfaktoren den Grad an pädagogischer Souveränität bestimmen und wie sich pädagogisch souveränes Handeln aufbauen und trainieren lässt.

In der Zeit zwischen den beiden Terminen gingen die Teilnehmer*innen anhand konkreter Fragestellungen dem Thema im eigenen Unterrichtsalltag nach. Sie haben –basierend auf den Theorien und Modellen zu pädagogisch souveränem Handeln – ihr Rollenverhalten reflektiert und gestützt darauf Strategien entwickelt und Commitments formuliert. Sie haben Erkenntnisse in ihren pädagogischen Alltag implementiert, die Erfahrungen ausgewertet und weiterführende Schlüsse daraus gezogen.

Störungen und Disziplinlosigkeiten belasten nicht nur das Unterrichtsgeschehen, sondern auch die Lehrpersonen. Durch die Auseinandersetzung mit dem strategischen und methodischen Repertoire in Zusammenhang mit dem eigenen Rollenverständnis sowie eigener Haltungen und Einstellungen sind die teilnehmenden Lehrkräfte gerüstet, solche Situationen zukünftig souveräner meistern zu können.

Beate Epting

„Anschaulich, lebendig, lebensnah!“ – Teilnehmer*in

„Wissenschaftliche Fundierung und Praxis waren sehr gut verknüpft.“ – Teilnehmer*in

Besonders gefallen hat mit der wertschätzende Umgang und wirklich tiefe Einsichten.“ – Teilnehmer*in

 

FACE Lehrkräfte-Fortbildung: „Linguists’ little helpers: mit Online-Tools sprachliches Feedback erleichtern und verbessern“

„Das war eine hervorragende Fortbildung mit einer äußerst kompetenten Referentin. Vielen Dank.“ – Teilnehmer*in

Referentin Dr. Anna Rosen

Am Donnerstag, den 12. Oktober, fand von 9 – 13 Uhr im Linguistiklabor der Universität Freiburg die Fortbildung „Linguists’ little helpers: mit Online-Tools sprachliches Feedback erleichtern und verbessern“ für Lehrkräfte von Gymnasien statt.

Die Referentin Dr. Anna Rosen ist ausgebildete Gymnasiallehrerin für die Fächer Englisch und Französisch und Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Englische Sprachwissenschaft der Universität Freiburg.

Sie führte die Teilnehmer*innen in die Nutzung von leicht zu handhabenden, kostenlosen Online-Tools ein und zeigte, wie solche linguistischen Werkzeuge effektiv für sprachliches Feedback genutzt werden können. Mit Hilfe der Tools lässt sich zum Beispiel schnell ermitteln, was für native speakers noch oder nicht mehr akzeptabel und angemessen ist und wie ein Text idiomatischer gestaltet werden kann. Auch eine Vielzahl an Gebrauchsbeispielen für ein Sprachphänomen lässt sich auf diese Weise finden, um gezieltes Feedback zu geben oder Übungen zu kreieren.

Aufgrund der PC-Arbeitsplätze war die Teilnehmer*innen-Zahl auf 12 begrenzt und damit zugleich rappelvoll mit neugierigen Teilnehmer*innen. Fokussiert wurde auf die Nutzung der Online-Tools zur Korrektur und Unterrichtsvorbereitung, aber auch Möglichkeiten für Schüleraktivitäten wurden vorgestellt. Die Tools wurden an authentischer Schülersprache ausprobiert und die Ergebnisse diskutiert.

Beate Epting

 

„Eine Fortbildung mit klarer Zielsetzung, die erreicht wurde.“  – Teilnehmer*in

 

 

FACE Lehrkräfte-Fortbildung: „Lernkultur für gelingenden Kompetenzerwerb – vermitteln und beraten“

„Schüler*innen brauchen eine Lernumgebung, die sie herausfordert, in der sie aus Fehlern lernen können, in der sie Unterstützung finden, sich kompetent handelnd erleben können, sich sicher fühlen und Vertrauen genießen. Eine gute Lernkultur ist entscheidend für erfolgreichen Kompetenzerwerb.“ – Patrick Blumschein

Referent Dr. Patrick Blumschein

Die Fortbildung „Lernkultur für gelingenden Kompetenzerwerb – vermitteln und beraten“ fand am Mittwoch, den 29. Juni 2016, als eintägiges Pilotmodul für Ausbildungslehrkräfte und am Dienstag, den 9. sowie 30. Mai 2017, von 15 – 19 Uhr als zweitägige Fortbildung für Lehrkräfte der Sekundarstufen I und II, Ausbildungslehrkräfte und Schulentwickler*innen statt.

Der Referent Dr. Patrick Blumschein ist Erziehungswissenschaftler an der Pädagogischen Hochschule Freiburg. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen in der Lehr-Lernforschung und der Gestaltung von Lernumgebungen, die er als Dozent auch in der Hochschuldidaktik und der Lehrerfortbildung des Landes einbringt.

Patrick Blumschein beschrieb Lernkultur in der Fortbildung durch vier Faktoren: Lernen, Kompetenz, Interaktion und Lernumgebung. Diese vier Themenbereiche wurden beim ersten Termin diskursiv bearbeitet und für eine Bestimmung von Lernkultur herangezogen. In der Selbstlernphase zwischen den beiden Sitzungsterminen der zweitätigen Fortbildung wurde dieses Wissen anhand konkreter Aufgaben auf ausgewählte Lehr-Lernsequenzen angewandt. Die Erkenntnisse aus Beobachtungen und Testphasen der Teilnehmer*innen wurden in der zweiten Sitzung präsentiert und kritisch reflektiert.

Diese reflektierten Perspektiven haben das Potenzial, die zukünftige Praxis der Teilnehmer*innen zu verändern: Die Lehrkräfte können Unterrichtssequenzen oder Situationen in der Schule auf Basis der Lern-, Motivations- oder Kommunikationstheorie besser verstehen, Studierende und Kolleg*innen in Fragen zur Lernkultur beraten und nicht zuletzt Lernumgebungen schülergerechter gestalten und verbessern.

Beate Epting

 

„Sehr gut gefallen hat mir der Input mit wissenschaftlicher Fundierung.“ – Teilnehmer*in

Das Besondere an dieser Fortbildung war für mich das Entstehen-Lassen von Gedankengängen“. – Teilnehmer*in

„Lebendige Moderation, humorvoller Dozent!“ – Teilnehmer*in

 

FACE Lehrkräfte-Fortbildung: „Lernen in Gesprächen: Beratung im Kontakt mit Schüler*innen und Eltern“

„Sehr professionell!“ – Teilnehmer*in

Am Montag, den 22. Mai, und Montag, den 29. Mai 2017, als auch am Montag, den 6. November, und Montag, den 27. November 2017, fand jeweils von 15 – 19 Uhr an der Pädagogischen Hochschule die FACE Fortbildung „Lernen in Gesprächen: Beratung im Kontakt mit Schüler*innen und Eltern“ für Lehrkräfte aller Schularten und Fächer statt. Die Mai- und Novembertermine konnten zwar auch separat besucht werden, viele der Teilnehmer*innen haben jedoch die beiden Fortbildungen als zusammenhängende, in Umfang und Intensität sehr wirkungsvolle Einheit besucht.

Referentin Dr. Roswitha Lehmann-Rommel

Die Referentin Dr. Roswitha Lehmann-Rommel lehrt und forscht seit 1998 in der Allgemeinen Erziehungswissenschaft an der Pädagogischen Hochschule Freiburg. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen neben den Bereichen Erziehungs- und Bildungsphilosophie, Dialog, Macht und Autorität in Bildungsinstitutionen auch in der Beratung und Supervision von Lehrkräften.

Beratung ist eine zentrale Tätigkeit von Lehrkräften: In der Kommunikation mit Schüler*innen sowie mit Eltern gehört diese Kompetenz zum pädagogischen Kerngeschäft. Um die Beratungstätigkeit zu üben, haben die Teilnehmer*innen eigene Fallbeispiele aus unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen eingebracht: Elterngespräche, Lernberatung, Konfliktsituationen. Um das auf einer soliden Basis tun zu können, wurden theoretische Grundlagen von Beratungsprozessen fallbezogen vorgestellt, erläutert und diskutiert – immer im Kontext der Schule als institutionellem Rahmen.

Die Teilnehmer*innen haben gelernt, Hintergründe aus Kommunikationstheorie sowie lösungs- und ressourcenorientierter Prozessberatung für das Verstehen der Ausgangslagen von konkreten Beratungssituationen anzuwenden. Sie haben trainiert, auf einem systemischen Theoriehintergrund in Lernberatungssituationen sach- und personorientiert gezielte Fragen zu stellen und auf die jeweiligen Antworten in förderlicher Weise reagieren zu können. Nicht zuletzt ging es dabei auch um die Haltung angesichts von Widerstand und Abwehr: Eine konstruktive Haltung der Gesprächsführung in konkreten Situationen kritischer Beratung aufrechterhalten zu können durch wertschätzende Kommunikation und zugleich klare Rückmeldung, ist eine sehr wertvolle Ressource im Lehrberuf.

Es gab von vielen Teilnehmer*innen ein deutliches Interesse an einer regelmäßigen Gruppe. Dies nehmen wir als Veranstalter gerne als Impuls auf.

Beate Epting

„Besonders gut gefallen hat mir die Balance von theoretischem Input und praktischer Interaktion (das Üben an konkreten Beispielen im Rollenspiel und Diskussion)“.  –Teilnehmer*in

„Die Referentin hat es verstanden, eine lockere, kommunikative, persönliche Atmosphäre zu schaffen.“ – Teilnehmer*in

 

UNIversalis berichtet über das Freiburger Praxiskolleg

„Mit zielgruppenspezifischen Veranstaltungsangeboten gestaltet das Team des Praxiskollegs einen Raum für die Community of Practice, in dem alle an der Lehreraus- und weiterbildung beteiligten Akteur/-innen sich in den gemeinsamen Dialog einbringen.“

„Das Freiburger Praxiskolleg – Stärkung der Kohärenz von Theorie und Praxis über alle drei Phasen der Lehrer/-innenbildung hinweg“

Unter diesem Titel erschein in der Winterausgabe 2017/18 der Freiburger Zeitung UNIversalis ein Bericht zum Praxiskolleg. Als „Zeitung für Universität und Hochschulen in Freiburg“ beschäftigt sich UNIversalis mit „Themen rund um den Campus, unter aktiver Mitwirkung der Studierenden zusammengestellt“. Die Zeitung erscheint halbjährlich und wird herausgegeben von der ArtMedia Verlagsgesellschaft mbH. Die Printversion liegt an den Freiburger Hochschulen aus, z.B. in Instituten, Fakultäten und Mensen der Universität, der Uniklinik und der Freiburger Hochschulen.

Den gesamten Bericht können Sie hier digital nachlesen:

Weitere Informationen:

Zeitschrift UNIversalis

Das Freiburger Praxiskolleg
Ringvorlesung „Lehr- und Lernperspektiven“ –Impulse aus der Forschung für Schule und Unterricht
Informationswebseite zum Thema „Forschung an Schulen“
Praxisphasentag 2017: „Praxisphasen betreuen, optimieren, vernetzt gestalten“

„Face to FACE – Lehrerbildung gemeinsam gestalten“

„Es gefällt mir auch außerordentlich gut, das Tagungsthema „Face to FACE“ zu nennen, weil […] es wichtig ist, dass wir über diese Fragen im direkten Kontakt reden, uns in der direkten Begegnung austauschen, im Dialog voneinander miteinander lernen.“
Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

„Face to FACE – Lehrerbildung gemeinsam gestalten“ – unter diesem Motto stand die Tagung des Freiburg Advanced Center of Education (FACE) am 16.11.2017 in der Aula der Universität Freiburg. Die Tagung richtete sich an alle, die die Zukunft der Lehrerbildung in Freiburg mitgestalten wollen.

Sehen Sie hier den Videomitschnitt der gesamten Tagung:

Worum ging es?
Wer hat teilgenommen?
Eröffnung der Tagung: Motivierende Grußworte
Vortrag: „Was muss fachspezifisch gelernt werden zum Umgang mit Heterogenität?“
Vortrag: „Rezeption und Nutzung von Bildungsforschung in der Unterrichtspraxis““
FACE – Lehrerbildung unter einem Dach
Podiumsdiskussion: „Was ist gute Lehrerbildung in Freiburg?“

Fazit

Die Tagung bot den Teilnehmer*innen nicht nur einen Einblick in den aktuellen Stand der Arbeit im Kooperationsnetzwerk FACE, sondern verdeutlichte einmal mehr, dass eine Verbesserung der Lehrerbildung am Standort Freiburg nur gemeinsam mit allen beteiligten Akteur*innen zu erreichen ist.

Jana Dornfeld

Weitere Informationen

„[FL]2 zieht positive Zwischenbilanz“, Artikel des Projektträgers der Qualitätsoffensive Lehrerbildung
„Land refomiert Lehramtsausbildung“, Artikel Badische Zeitung

Impressionen

Poster aus der Postersession

Freiburg Advanced Center of Education

Das Leitbild der Freiburger Lehrer*innenbildung

Maßnahme „Lehrkohärenz“ (M1)

Maßnahme „Praxiskolleg“ (M2)

Maßnahme „Inklusion & Heterogenität“ (M3)

Maßnahme „Wissenschaftsorientierung & Nachwuchsförderung“ (M4)

Maßnahme „Fort- & Weiterbildung“ (M5)

Maßnahme „Unterstützungsstrukturen“ (M6)

Maßnahme „Qualitätssicherung“ 1 (M7)

Maßnahme „Qualitätssicherung“ 2 (M7)

Kooperative Musiklehrer/-innenbildung Freiburg (KoMuF)

KoMuF: Ziele und Ergebnisse

Landeslehrpreise 2017: Ausgezeichnete Lehrerbildung in Freiburg

Die Landeslehrpreise in den Bereichen Universität und Pädagogische Hochschulen gehen dieses Jahr beide nach Freiburg und beide an Projekte der Lehrerbildung.

Ausgezeichnet wurden die Freiburger Anglistin Dr. Anna Rosen von der Universität Freiburg und Dr. Hildegard Wenzler-Cremer von der Pädagogischen Hochschule. Die Preisträgerinnen erhalten ein Preisgeld von jeweils 50.000 €. Der Preis wird alle zwei Jahre vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg verliehen und zeichnet hervorragende Lehrprojekte aus.

Dr. Anna Rosen vom Englischen Seminar der Universität Freiburg erhielt die Auszeichnung für das Projekt „Forschendes Lernen zum Erwerb von Schlüsselkompetenzen im fremdsprachlichen Lehrberuf: Die Lehrveranstaltung Applying Linguistics in the Foreign Language Classroom“. Für dieses Wahlpflichtseminar, welches sie bereits seit dem Sommersemester 2014 anbietet, wurde sie bereits mit dem Lehrpreis der Universität Freiburg ausgezeichnet.

Für das Patenschaftsprogramm SALAM an der Pädagogischen Hochschule Freiburg erhielt Dr. Hildegard Wenzler-Cremer die renommierte Auszeichnung. SALAM – Spielen-Austauschen-Lernen-Achtsam-Miteinander – ist ein Programm, bei dem Studierende eine Patenschaft für ein Grundschulkind übernehmen, und wurde ebenfalls bereits mit dem internen Lehrpreis der Pädagogischen Hochschule ausgezeichnet.

 

Weitere Informationen:

„Wissenschaftsministerin Bauer verleiht Landeslehrpreis 2017“, Pressemitteilung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

„Zwei Freiburger Dozentinnen gewinnen Landeslehrpreise“, Artikel der Badischen Zeitung

„Landeslehrpreis für Anna Rosen“, Mitteilung der Universität Freiburg

„Das Patenschaftsprogramm SALAM an der Pädagogischen Hochschule Freiburg erhält den Landeslehrpreis im Bereich Pädagogische Hochschulen“, Pressemitteilung der Pädagogischen Hochschule

Neunlinden-Schule Ihringen feiert ihren neuen Status als Hochschulpartnerschule

Die Gemeinschaftsschule Neunlinden-Schule in Ihringen unterzeichnete am 1. Dezember 2017 als elfte Hochschulpartnerschule der Albert-Ludwigs-Universität und der Pädagogischen Hochschule Freiburg den Kooperationsvertrag. Mit einer besonderen Torte überraschte der Schulrektor und das Team der Ansprechpartner*innen das Leitungstandem Prof. Dr. Lars Holzäpfel (PH) und Prof. Dr. Wolfgang Hochbruck (Universität), die zu diesem feierlichen Anlass zur Neunlinden-Schule nach Ihringen kamen.

Mit der Vertragsunterzeichnung besiegelt die Schule ihre bereits auf mehreren Ebenen bestehende Zusammenarbeit mit den beiden Hochschulen und dem Freiburg Advanced Center of Education (FACE). Die Ausbildungslehrkraft Jessica Ohletz, die derzeit den berufsbegleitenden Master „Unterrichts- und Schulentwickung“ an der PH studiert, hat das Potenzial einer Hochschulpartnerschaft für die Schule schon früh erkannt und beförderte den Abschluss des Kooperationsvertrages. Sie bot bereits im letzten Jahr Herrn Falko Röhrs (Promovierender an der Universität Freiburg in der Germanistischen Linguistik) die Möglichkeit an Elterngesprächen teilzunehmen, um ihn bei der Datenerfassung für seine Forschungsfrage „Wie sehen die konversationellen Praktiken der Lehrpersonen und Eltern aus und was wird im Kontext genau geleistet?“ zu unterstützen.

Dr. Martina von Gehlen (Koordination Praxiskolleg) informierte am 25.10.2017 das Kollegium der Gemeinschaftsschule über die Ziele und Ebenen der Kooperation in der Gesamtlehrerkonferenz und beantwortete die Fragen der Lehrkräfte. Interessiert ist die Schule an einer Zusammenarbeit mit dem Projekt „Freiburger Inklusive Schulbegleitforschung (FRISBI)“ der der FACE-Maßnahme M3 „Inklusion und Heterogenität“, dessen zweiter Durchlauf in diesem Semester startet. Eine weitere Ebene der Zusammenarbeit etabliert der Rektor Herr Auer, indem er seit dem Schuljahr 2017/18 Lehramtsstudierende beider Hochschulen in das Team der Gemeinschaftsschule einbezieht: Im Dezember 2017 kommen 4 Wochen lang Studierende der Universität in der fachdidaktischen Veranstaltung „Teaching English in different School Forms“ (Andreas Redl) zum Hospitieren. Außerdem betreut das Team derzeit eine Lehramtsstudierende der PH Freiburg in ihrem Professionalisierungspraktikum und wird im Frühjahr 2018 vier Studierende im Rahmen ihres Orientierungspraktikums Einblicke in den Unterricht und die Schule ermöglichen.

Aktiv ist die Schule auch gleich auf Einladung der Studentischen Intitiative „Kreidestaub“ geworden. Am 06.12.2017 lud die Initiative die Schule zum Beitrag zur Vortragsreihe „Schule von morgen – was wir von alternativen Schulen lernen können“ ein, denn seit dem Schuljahr 14/15 wird in der Ihringer Gemeinschaftsschule Neunlinden von der 1. bis zur 10. Klasse gemeinsam gelernt, was in der Baden-Württembergischen Bildungslandschaft eine Ausnahme darstellt.

(Dr. Martina von Gehlen, Koordination Praxiskolleg)

(Foto: Ohletz) (v. li. n. re (vorne): Rektor Matthias Auer, Prof. Dr. Lars Holzäpfel, Prof. Dr. Wolfgang Hochbruck, (hinten): Jessica Ohletz, Andreas Andrick, Susanne Bremer)

(Foto: Ohletz)

 

 

Link zum Bericht der Schule: http://www.neunlinden-schule.de/startseite/Aktuelles/2017_12_02+uni.html