Archiv der Kategorie: Allgemein

Alle Beiträge

Praxisphasentag 2017: „Praxisphasen betreuen, optimieren, vernetzt gestalten“

„Wir müssen dafür sorgen, dass die Zukunft der Lehrerbildung tatsächlich etwas ist, was vom ersten Semester bis zum Ende der ganz langen Praxisphasen durchgehend sich gegenseitig ergänzt und befruchtet und verstärkt. Und in diesem Sinne brauchen wir die Innovationskraft der Praktiker, die heute zahlreich vertreten sind. Ich freue mich auf den heutigen Tag.“
– Prof. Dr. Wolfgang Hochbruck, Universität Freiburg, Leitung FACE-Praxiskolleg

Mit diesen Worten eröffnete Prof. Dr. Hochbruck am 22.09.2017 den Praxisphasentag 2017 und verdeutlichte zugleich das Kernanliegen des Praxiskollegs, welches sich auch im Konzept der Tagung widerspiegelt: Einerseits wurde die Theorie-Praxis-Verzahnung vor, nach und während der Praxisphasen im Lehramtsstudium fokussiert, andererseits wurde der Dialog zwischen den Vertreter*innen der Institutionen, die an der Lehrerbildung beteiligt sind, intensiviert.

Worum ging es?

Der Praxisphasentag wurde ausgerichtet vom Praxiskolleg in Kooperation mit der Abteilung Fort- und Weiterbildung des FACE. Für die Organisation und Durchführung war hierbei Ulrike Dreher verantwortlich, die gemeinsam mit Beate Epting, Dr. Martina von Gehlen und Maren Klein für einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung sorgte. Die Tagung mit fortbildendem Charakter wurde gemeinsam von Albert-Ludwigs-Universität und Pädagogischer Hochschule veranstaltet. Unter dem Titel Praxisphasen betreuen, optimieren, vernetzt gestalten subsummierten sich zwei wissenschaftliche Hauptvorträge, Austauschforen, Workshops, ein Forschungsforum und eine Abschlussdiskussion.

Wer hat teilgenommen?

Mit der Veranstaltung wurden alle Personen und Institutionen angesprochen, die Studierende und Referendar*innen in Praxisphasen betreuen und Wissenschaftler*innen, die sich mit den einzelnen Praxisphasen, deren Begleitung und Gelingensfaktoren beschäftigen. Demzufolge war das Teilnehmerfeld sehr heterogen und spiegelte die Diversität der Community of Practice wider. Lehrkräfte und Schulleitungen aller Schularten, Bereichsleiter*innen, Fachleiter*innen und Lehrbeauftragte der Staatlichen Seminare für Didaktik und Lehrerbildung (aller Schularten), Zuständige der Staatlichen Schulämter und des Regierungspräsidiums Freiburg, Dozierende der Universität und der Pädagogischen Hochschulen und Wissenschaftler*innen anderen deutscher und Schweizer Hochschulen nahmen teil, um neue Impulse für ihre Arbeit mit Studierenden und Referendar*innen und für die Kooperation zwischen den Institutionen zu bekommen.

„Lernen für die Praxis als Lernen in zwei Praxen?“

Im ersten Hauptvortrag diskutierte Prof. Dr. Tobias Leonhard (Pädagogische Hochschule der FH Nordwestschweiz) die Frage „Lernen für die Praxis als Lernen in zwei Praxen? – Versuch einer theoretischen Neuorientierung schulpraktischer Studien mit praktischen Konsequenzen“.

Mit Bezug auf eine alte Weisheit der Dakota-Indianer: „Wenn du entdeckst, dass du ein totes Pferd reitest, steige ab.“ brachte Herr Leonhard dem Publikum ein „totes“ und ein „quicklebendiges Pferd“ mit:

„Das sind die Bilder dafür, dass ich eine ganz zentrale Rahmung schulpraktischer Studien vehement kritisieren möchte – das ist das tote Pferd. Und Ihnen deswegen eine alternative Rahmung vorstellen möchte, mit der Idee, dass gerade das für die Zusammenarbeit zwischen einer lehrerbildenden Institution und der beruflichen Praxis von kolossalem Wert sein kann.“

Im Kontext schulpraktischer Studien ist meist die Rede von Theorie und Praxis, von einem theory-practice-divide oder auch der Verknüpfung von Theorie und Praxis. Die Figur von Theorie und Praxis ist für Leonhard jedoch „im Grunde ohne heuristischen Wert“ oder eben „ein totes Pferd“:

„Pointiert gesagt, in der Figur von Theorie und Praxis werden Hochschulen und Berufsfeld jeweils halb amputiert. Denn die Identifikation der Hochschulen mit der Theorie und der Arbeit an Schulen als Praxis blendet jeweils die Hälfte aus. Sie unterstellt der Hochschule implizit, wir würden nichts tun. Die Hochschule hätte keine Praxis. Die Figur unterstellt aber auch, und das erscheint mir persönlich noch viel schlimmer, das alltägliche Handeln an Schulen hätte keine Theorie. Beides ist meines Erachtens eindeutig kontrafaktisch.“

Als alternative Rahmung schlägt Leonhard vor von zwei Praxen zu sprechen, „der Berufspraxis von Lehrpersonen und der Wissenschaftspraxis der Hochschulen“. Studierende nehmen im Rahmen ihres Lehramtsstudiums an beiden Praxen teil und lernen jeweils von den Könner*innen dieser Praxis. Von entscheidender Bedeutung ist nach Leonhard dabei, dass Studierende an der „echten“ und nicht nur an einer „didaktisierten und simulierten Praxis“ teilhaben können. Er appelliert daher an die Zuhörer*innen:

„In dieser Rahmung lautet dann entsprechend das Postulat für die Hochschulen: Prozessieren sie Wissenschaftspraxis als diskursive Praxis und Theorien, Konzepte und Argumente und binden sie Studierende frühzeitig in die Praxis der Arbeit mit Erkenntnismethoden ein. [… ]Das analoge Postulat für die Kolleginnen und Kollegen aus dem Berufsfeld hieße: Werden sie als Praktikerinnen und Praktiker der Berufspraxis sichtbar. Zeigen sie, was sie tun und erklären sie, was sie wie tun und worauf es aus ihrer Sicht ankommt.“

Vernetzung und Dialog in Workshops und Austauschforen

In Austauschforen boten sowohl das Staatliche Seminar für Didaktik und Lehrerbildung (SSDL) (Gymnasium) Freiburg, vertreten durch Prof. Dr. Ulrich Maneval, als auch das SSDL (WHRS) Freiburg, vertreten durch Patrick Beuchert, Diskussionsrunden für Mentor*innen an, in denen die Aufgabe der Praxisphasenbetreuung durch die beteiligten Institutionen abgeglichen werden konnte. Die ISP-Schulen der Pädagogischen Hochschule wurden von Dr. Jutta Nikel über die Portfolioaufgaben im Praktikum informiert und Prof. Dr. Lars Holzäpfel initiierte einen Austausch zwischen den Ausbildungsberater*innen und den Dozierenden. Übergreifenden Fragen zur Kooperation widmeten sich Prof. Dr. Sebastian Jünger und Dr. Michael Ruloff (FH Nordwestschweiz) in den beiden Workshops Partnerschulen zur Professionsentwicklung im Bildungsraum Nordwestschweiz und Ausbildung gemeinsam verantworten im hybriden Raum. Die Workshops zur Begleitung der Praxisphasen fokussierten Teamteaching (Lea de Zordo, PH Bern), Portfolioarbeit (Dr. Gerd Bräuer, PH Freiburg und Georgia Gödecke, Universität Bremen), bedürfnisorientierte Begleitung (Dr. Benjamin Dreer, Universität Erfurt), Klassenführung (Dr. Patrick Blumschein, PH Freiburg) und Diagnose (Dipl. Psych. Sabine Peucker, PH Freiburg). In einem Forschungsforum konnten lokale (Nachwuchs-)Wissenschaftler*innen aktuelle Forschungsprojekte und deren Ergebnisse den Praktiker*innen an Postern präsentieren. In intensiven Einzelgesprächen konnten dabei zukünftige Kooperationen angebahnt und vergangene Kooperationen reflektiert werden.

„Gemeinsam über Unterricht sprechen: Aber wie?“

Dr. Kathrin Futter von der Pädagogischen Hochschule Schwyz konnte indes mit dem zweiten Hauptvortrag „Gemeinsam über Unterricht sprechen: Aber wie? – Nutzen Lehramtsstudierende Lerngelegenheiten im Gespräch? Welches Unterstützungsverhalten der Praxislehrpersonen hilft ihnen dabei?“ zum wissenschaftlichen Diskurs der Teilnehmenden beitragen.

Aus ihrer Sicht können vor allem die Praxislehrpersonen eine Verbindung zwischen den Systemen Hochschule und Berufspraxis herstellen, „denn sie kennen beide Systeme, sie sind ausgebildet als Praxislehrpersonen und sie können eben als sogenannte „broker“ diese beiden Systeme miteinander verbinden“ und damit das Lernen im Praktikum unterstützen.

„Das Lernen im Praktikum ist sehr vielfältig und hochkomplex. Es ist prozessorientiert, situativ, sozial, subjektiv und stellt einen wichtigen Ausgangspunkt dar für die professionellen Entwicklungsprozesse, die sich selbstverständlich über die gesamte Berufstätigkeit ziehen respektive die gesamte Berufspraxis durchziehen.“

In ihrer empirischen Untersuchung wertete Frau Futter Unterrichtsbesprechungen zwischen Praxislehrpersonen und Studierenden auf deren Anteil von Lerngelegenheiten aus. Dabei sind es vor allem die ko-konstruktiven Dialoge, bei denen sich beide Gesprächspartner aufeinander beziehen und gemeinsam neue Ideen entwickeln, die Studierende in ihrem Lernprozess am meisten unterstützen. Eine lernförderliche Gesprächssituation sei empirisch zudem dadurch gekennzeichnet, dass die Praxislehrpersonen weniger direktiv agieren und eher die Studierenden Themen einbringen. Bei längeren Gesprächen mit einer größeren Anzahl an reflexiven Passagen sind mehr Hinweisstellen auf das Lernen der Studierenden erkennbar. Diese Befunde regten dazu an, die eigene Beratungspraxis dahingehend zu prüfen und sich in diesem Themenfeld fortzubilden.

Abschlussdiskussion „Praxisphasen betreuen, optimieren, vernetzt gestalten“

„Ich glaube das, was wir hier machen, wird in zehn oder zwanzig Jahren selbstverständlich sein. Aber wir sind die Pioniere.“
– Dr. Patrick Blumschein (Zentrum für Lehrerfortbildung PH Freiburg)

Abgerundet wurde die Tagung durch eine Abschlussdiskussion von Vertreter*innen der beteiligten Institutionen mit Dr. Kathrin Futter und Prof. Dr. Sebastian Jünger. Unter der Moderation von Prof. Dr. Lars Holzäpfel (Leitungstandem Praxiskolleg) wurde über den vermeintlichen Graben zwischen Theorie und Praxis diskutiert und wie man diesen als hybriden Raum gestalten kann. Die schulische Sicht brachten die beiden Schulleiter von Hochschulpartnerschulen, Heiko Schrauber (Kreisgymnasium Bad Krozingen) und Joachim Diensberg (Albert-Schweitzer-Schule II Landwasser) mit ein, während Prof. Dr. Ulrich Maneval als Vertreter des Staatlichen Seminars für Didaktik und Lehrerbildung (Gymnasium) seine Einschätzung kundtat. Hochschulseitig diskutierten Sybille Schick (Stabstelle Lehrer*innenbildung, Universität) und Dr. Patrick Blumschein (ZeLF, PH Freiburg) mit. Die Diskutant*innen benannten Gelingendes im Rahmen der Kooperation, zeigten aber auch sehr direkt auf, welche Aufgaben in der Zukunft angepackt werden müssen: Hierbei seien die Ressourcen auch der schulischen Partner zu stärken und begleitende Lehrpersonen (Ausbildungslehrkräfte und Mentor*innen) fortzubilden zentrale Gelingensfaktoren, um für die Professionalisierung Studierender im Praxissemester zu sorgen.

Fazit

Die Veranstaltung bot den rund 200 Teilnehmenden sowohl die Möglichkeit der wissenschaftlich fundierten Weiterbildung im Themenbereich der Praxisphasenbetreuung als auch den Raum der Vernetzung, des Austauschs und der Abstimmung von Positionen zwischen den Institutionen und trug so weiter zu einem engeren Dialog der Community of Practice am Standort Freiburg bei.

– Jana Dornfeld, Ulrike Dreher und Dr. Martina von Gehlen

 

Wie hat der Praxisphasentag gefallen?

Wir haben nachgefragt. Wie hat der Praxisphasentag den Teilnehmer*innen, den Workshop-Leiter*innen, den Nachwuchsforscher*innen des Forschungsforums und den Ausstellern der Berufsverbände gefallen? Lesen Sie hier ihr Feedback.

Feedback der Teilnehmer*innen
Feedback der Workshop-Leiter*innen
Feedback der Nachwuchswissenschaftler*innen
Feedback der Aussteller*innen

Impressionen

 

Ansprechpersonen:

Ulrike Dreher, Dr. Martina von Gehlen, Beate Epting, Prof. Dr. Wolfgang Hochbruck, Prof. Dr. Lars Holzäpfel

Informationsmaterial:

 

 

Grundschule Denzlingen unterzeichnet Kooperationsvertrag

 
Feierlich unterzeichneten im Rahmen des Praxisphasentags am 22.09.2017 Rektorin Silke Siegmund und Konrektorin Cornelia Stein von der Grundschule Denzlingen gemeinsam mit Prof. Dr. Wolfgang Hochbruck (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg) und Prof. Dr. Lars Holzäpfel (Pädagogische Hochschule Freiburg) – Leitungstandem des Praxiskollegs des FACE – den Hochschulpartnerschulvertrag. Damit ist die Grundschule Denzlingen bereits die zweite Grundschule, die sich für eine Hochschulpartnerschaft mit Kooperationsvertrag mit der Pädagogischen Hochschule und der Albert-Ludwigs-Universität im FACE (Freiburg Advanced Center of Education) entschieden hat.

Seit mehreren Jahren ist die Grundschule Denzlingen bereits in der Praxisphasenbetreuung im Rahmen des Integrierten Semesterpraktikums von Studierenden an der Pädagogischen Hochschule eingebunden. Die Vertragsunterzeichnung ist nun ein folgerichtiger Schritt, um die bestehende Kooperation auszubauen und bietet der Schule die Möglichkeit sich über schulspezifische Anliegen mit den Hochschulpartnern intensiv auszutauschen.

Die Zusammenarbeit kann über verschiedene Schwerpunkte ausgestaltet werden. Die Schwerpunkte können in mindestens einem der vier Bereiche – Praxisphasenbetreuung, Forschung, Fort-/Weiterbildung, Mentoring – individuell je nach Schulanliegen vertieft werden. Außerdem bietet die Einbindung der Schulen in die Vernetzungsveranstaltungen des Praxiskollegs eine gute Chance, um den Dialog zwischen Praxis und Theorie zu intensivieren, da hierbei die Vertreterinnen und Vertreter der Hochschulpartnerschulen auf Augenhöhe mit allen weiteren Institutionen der Lehrerbildung unmittelbar diskutieren können. Die Ausgestaltung der Kooperation zwischen der Grundschule Denzlingen und den beiden Hochschulen wird in diesem Schuljahr gemeinsam entwickelt und umgesetzt.

Die Koordinatorinnen des Praxiskollegs, Ulrike Dreher und Dr. Martina von Gehlen, freuen sich gemeinsam mit dem Leitungstandem des Praxiskollegs und den Schulleiterinnen der Grundschule Denzlingen auf die Zusammenarbeit.

(Ulrike Dreher)

‟El vínculo entre nosotros es la didáctica”: Didaktik verbindet

Freiburger Dozierende der Romanistik bilden sich in Madrid fort

Im Rahmen des Kooperationsnetzwerkes FACE fand vom 18. bis 22.09.2017 für Dozierende der Romanistik eine Fortbildung an der Universidad Nebrija (Madrid) statt. Die durch Erasmus+ geförderte Maßnahme richtete sich an Lektorinnen der spanischen Sprache der Universität sowie an Mitarbeiterinnen der PH, die sich aufgrund der Umstrukturierungen in der Lehramtsausbildung seit einiger Zeit intensiv mit der Fachdidaktik der romanischen Schulsprachen beschäftigen. Neben der Erasmus+ Förderung wurde die Maßnahme vom Institut für Romanistik der PH sowie vom Romanischen Seminar der Universität finanziert.

Schon im Mai dieses Jahres hatte das Institut für Romanistik der PH eine Fortbildungsveranstaltung für die Fremdsprachenlektor*innen der beiden Freiburger Hochschulen organisiert. Themen, wie Handlungsorientierung in der sprachpraktischen Ausbildung angehender Fremdsprachenlehrer*innen, heterogene Studierendengruppen und Mehrsprachigkeitsdidaktik standen dabei im Fokus. Diskussionsbedarf bestand jedoch weit über diesen Tag hinaus.

Um diese Inhalte intensiv und auf die universitäre Fremdsprachenlehre ausgerichtet erarbeiten zu können, initiierte Eva Nelz, Doktorandin im Promotionskolleg CURIOUS von FACE, die fachdidaktische Fortbildung an der Universidad Nebrija und gestaltete, unter der Leitung von Prof. Dr. Isabelle Mordellet-Roggenbuck, den inhaltlichen Rahmen.

Mit einem vierstündigen Workshop zum Thema „Mehrsprachigkeit“, den die Dekanin der „Facultad de Lenguas y Educación“ der Universidad Nebrija, Prof. Dr. Susana Martín Leralta, leitete, wurde der Fokus der Fortbildungswoche erneut auf dieses weite Themenfeld gelegt, das im Kontext von lernpsychologischen sowie didaktischen Erkenntnissen sowohl ein wünschenswertes Ziel als auch eine Gegebenheit des fremdsprachlichen Unterrichts ist. Durch eine Vielzahl von Gelegenheiten zur Diskussion und Reflexion hatten die Teilnehmerinnen immer wieder die Möglichkeit, Workshopinhalte direkt auf die eigenen Sprachkurse an der Hochschule zu übertragen. Verschiedene Sichtweisen zu Hürden und Schwierigkeiten auf Seiten der Studierenden wurden offengelegt und die Rolle des Dozierenden diskutiert: Besonders angesichts der Tatsache, dass die Mehrheit der Studierenden des Romanischen Seminars der Universität Freiburg die spanische Sprache für das Lehramt am Gymnasium lernt, wurde deutlich: „Wir sind das ‘Modell’ für die Studierenden. Das ist eine riesige Verantwortung.“ (Anna Subarroca Admetlla)

An einem der Vormittage konnten die Fortbildungsteilnehmerinnen zudem in Sprachkursen des Spanischen als Fremdsprache hospitieren: Trinidad Manchado, die bereits seit 30 Jahren in der universitären Fremdsprachenlehre tätig ist, berichtete: „Dort sah ich mal als unbeteiligter Zuschauer, wie der Dozent in der Praxis als „Navegante Entre Culturas“ agiert“, also stets zwischen seiner eigenen und der Kultur der Studierenden „navigieren“ muss.

Weitere Themen der Workshops waren u. a. Lernerautonomie, Digitale Medien in der Hochschullehre und Grammatikvermittlung.

In einer von den beiden Organisatorinnen Eva Nelz und Isabelle Mordellet-Roggenbuck geführten Gruppendiskussion zum Ende der Fortbildung wurde schließlich auch die Relevanz der Maßnahme für die Arbeit der Lektorinnen in der neuen Studienstruktur besprochen sowie die Wahrnehmung möglicher Synergieeffekte aus der Kooperation der beiden Hochschulen. Nadya Viascan-Bauer merkte dabei an: „Seit 13 Jahren gebe ich mittlerweile Spanischkurse an der Uni. In den gemeinsamen Fortbildungen wurde ich davon überzeugt, dass der Fokus mehr auf Handlungs- und Professionsorientierung liegen muss.

Und in der Tat gibt es den einen sprachpraktischen Unterricht für alle Studiengänge nicht. Um neue Wege für die universitäre Sprachpraxis zu finden, soll auch im kommenden Jahr die Fachdidaktik als Bindeglied zwischen den Romanist*innen der beiden Hochschulen fungieren: ‟El vínculo entre nosotros es la didáctica”, merkte Trinidad Manchado abschließend passend an – Didaktik verbindet.

 

Einladung zur Teilnahme an einer Befragung für Lehramtsstudierende und Referendar*innen

Gesucht: Studierende im Lehramt oder polyvalenten Zwei-Hauptfach-Bachelor sowie Referendar*innen, die mit ihrer Studienteilnahme einen Beitrag zur Erweiterung des Beratungsangebot für Studierende im Lehramt leisten wollen.

Im Rahmen der Qualitätsoffensive Lehrerbildung wird am Standort Freiburg aktuell ein Beratungsverfahren entwickelt, in dem Studierende Informationen und Feedback zu verschiedenen Aspekten erhalten sollen, die im Lehramtsstudium und im Lehrer*innenberuf von Bedeutung sein können. Für dieses Verfahren führen wir aktuell eine Fragebogenuntersuchung durch, in der verschiedene Komponenten der Einstellung und Arbeitsweise von Studierenden im Lehramtsstudium und Referendariat erfasst werden. Um ein möglichst repräsentatives Bild aus Studierenden verschiedener Lehramtsfächer zu erhalten, würden wir uns über eine rege Beteiligung freuen. Auch eine Verbreitung des Fragebogenlinks an Lehramtsstudierende anderer Universitäten begrüßen wir.

Die Bearbeitung der Fragebogenstudie nimmt etwa 20 – 25 Minuten in Anspruch und unter allen Teilnehmenden werden 15 Geldbeträge à 20 Euro verlost. Dazu können Sie am Ende des Fragebogens in einem separaten Fenster Ihre E-Mail-Adresse hinterlegen, sodass keine Verbindung zu Ihren Fragebogendaten hergestellt werden kann. Ihre Fragebogendaten werden anonym erfasst und lassen keine Rückschlüsse auf die Person zu.

Der Fragebogen kann unter folgendem Link bearbeitet werden:
https://www.soscisurvey.de/Pilot_Beratung/

 

 

Wir bedanken uns herzlich für Ihre Unterstützung. Für Rückfragen und weitere Informationen zur Studie kontaktieren Sie bitte helen.ernst@ezw.uni-freiburg.de.

Scientific Retreat des Praxiskollegs und der Lehrer*innenfort- und -weiterbildung

Am 22.06.2017 traf sich das Team des Praxiskollegs (M2) und der Fort- und Weiterbildung  (M5) mit den Assoziierten, um zusammen im Rahmen eines Scientific Retreats die bisherige Zusammenarbeit zu diskutieren und daran anschließend Eckpunkte für die weitere Projektlaufzeit festzulegen. Ergänzt wurden die Ausarbeitungen des Teams, vertreten durch die Professoren Wolfgang Hochbruck und Lars Holzäpfel (Leitungstandem), Dr. Patrick Blumschein, Ulrike Dreher, Dr. Martina von Gehlen und Beate Epting, durch die Sichtweisen der Mitarbeiterinnen des Zentrums für Schulpraktische Studien (Pädagogischen Hochschule Freiburg), vertreten durch Dr. Jutta Nikel und Christine Menzer, sowie der Stabstelle Lehrer*innenbildung (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg), vertreten durch Sybille Schick und Brigitte Busching.

Nach einer gemeinsamen Rückschau auf bereits erfolgreiche Projektergebnisse (u.a. die Ringvorlesung im Wintersemester 2016/17, das Konzept für die Fort- und Weiterbildung von Ausbildungsberater*innen, die Etablierung von Hochschulpartnerschulen, die Praxisphasentagung sowie die Veranstaltungsreihen z.B. Community of Practice und Schulnetzwerkveranstaltung) wurden die Anliegen und Bedarfe der Beteiligten im Hinblick auf die zukünftige Projektgestaltung (Lehrer*innenfortbildung, Praxisphasen und Vernetzung) diskutiert.

Als übergreifendes Ziel für die gemeinsame Projektkooperation wurde eine möglichst transparente Zusammenarbeit hinsichtlich der unterschiedlichen Aufgaben- und Einflussbereiche aller beteiligten Akteure beschlossen. Auf diese Art und Weise soll die Verstetigung der Initiativen zur Qualitätsentwicklung im Bereich der schulpraktischen Studien, der Lehrkräfteausbildung und im Bereich der Lehrkräftefortbildung gesichert werden. Die angewendeten Lehrkonzepte im Bereich der Lehreraus-, -fort- und -weiterbildung wurden gemeinsam zusammengefasst und erörtert. Dabei konnten Optimierungspotentiale von den Beteiligten identifiziert werden, die in der weiteren Durchführung der Veranstaltungsformate und der Konzeptentwicklung nun weiter berücksichtigt finden. Die konkrete Umsetzung und Gestaltung der erarbeiteten Ziele sollen im kommenden Wintersemester in einem weiteren Retreat vertieft werden.

(Christina Metzger, Dr. Martina von Gehlen, Dr. Jutta Nikel, Ulrike Dreher)

Gymnasium Kenzingen ist Hochschulpartnerschule

Im feierlichen Rahmen unterschrieben am 13.09.2017 Heribert Hertramph, Schulleiter des Gymnasiums Kenzingen, Prof. Dr. Wolfgang Hochbruck, Amerikanist an der Uni Freiburg, und Prof. Dr. Lars Holzäpfel, Mathematikdidaktiker der PH Freiburg, den Kooperationsvertrag als Hochschulpartnerschule. Die 84 Lehrer*innen des Gymnasiums sind damit nun eingebunden in eine enge Partnerschaft zwischen der Schulpraxis und Angeboten der wissenschaftlichen Forschung sowie Aus- und Fortbildung von Lehrkräften im Rahmen des Freiburger Advanced Center of Education (FACE).

v. li. n. re.: vorne Prof. Dr. Lars Holzäpfel (PH Freiburg), Heribert Hertramph (Schulleiter Gymnasium Kenzingen), Prof. Dr. Wolfgang Hochbruck (Universität Freiburg) dahinter: Dr. Martina von Gehlen (Koordination Praxiskolleg/FACE), Susanne Mahler-Müller, Dr. Edith Michel, Nikolaus Gündel, Blitz, Carla Schehr, Luisa Scheufler

 

Ausgangspunkt für die Annäherung war ein Workshop zum Thema „Heterogenität“ von Dr. Patrick Blumschein (PH Freiburg) im Rahmen des letzten pädagogischen Tages. Es folgte die Teilnahme an Vernetzungsveranstaltungen, z.B. „Community of Practice“, und Besuch der Ringvorlesung „Lehr- und Lernperspektiven – Impulse aus der Forschung für Schule und Unterricht“, die viele Lehrkräfte des Kollegiums davon überzeugten, von einer Zusammenarbeit mit der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und der Pädagogischen Hochschule Freiburg profitieren zu können.

Es hat mich elektrisiert, wie durch solche Angebote eine Brücke zur gemeinsamen Verbesserung der Lehrerbildung gebaut werden können!“ erzählt Frau Mahler-Müller, die als eine von drei Lehrkräften am Gymnasium und Ansprechpartnerinnen die Kooperation begleiten wird. Durch die zahlreichen Aktivitäten der Schule gibt es bereits viele mögliche Anknüpfungspunkte, trat im Rahmen der feierlichen Unterzeichnung zutage: Schwerpunkte der Schule liegen im internationalen Schulaustausch, in eigenen Profilen der Oberstufe (Kunst, Wirtschaft) und besondere Begleitungskonzepte für die Schüler*innen durch ein Lehrer-Schüler-Mentoring und intensive Lernbegleitgespräche mit Feedback.

„Menschen entwickeln sich“ – ist ein zentraler Leitsatz für die Schulentwicklungsgruppe, die es seit vier Jahren bereits am Gymnasium gibt, erläutert Dr. Hans-Martin Blitz. „Für die motivierten Gymnasiallehrer*innen ist es wichtig, im Rahmen der Kooperation eigene Schwerpunkte setzen zu können“, erläutert Herr Hertramph.

In diesem Gymnasium ist ein unglaubliches Engagement des Kollegiums wahrnehmbar – das beeindruckt und macht neugierig auf Impulse aus der Praxis für die Gestaltung der gemeinsamen Kooperation und das Ziel der eng vernetzten Lehrerbildung in Theorie und Praxis“ – Prof. Lars Holzäpfel verweist darauf, dass es im engen Kreis der Hochschulpartnerschulen darauf ankommt, gemeinsam kreativ zu werden und auf den Erfahrungen im Projekt und der Schule aufzubauen. Die Hochschulpartnerschaft schafft dabei Verbindungen und Verbindlichkeit für die Zusammenarbeit. Ein nächster Schritt könnte z.B. darin bestehen, in ein von der Schule ausgewähltes Forschungsprojekt der Unterrichts- und Bildungsforschung die Expertise der Lehrkräfte einzubringen – davon profitieren beide Seiten.

Die Bezeichnung „Hochschulpartnerschule“ erhalten Schulen, die mit der Pädagogischen Hochschule Freiburg und/oder der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg eng zusammenarbeiten. Gebündelt werden diese Kooperationen im sog. „Praxiskolleg“, das unter dem Dach des Freiburg Advanced Center of Education (FACE) angesiedelt ist. Das Praxiskolleg fungiert als Plattform für eine intensive Vernetzung zwischen der Schulpraxis und der Bildungsforschung sowie im Bereich der Aus- und Fortbildung von Lehrkräften.

Mit der Schaffung von Hochschulpartnerschulen werden zum einen schon länger bestehende Verbindungen (z.B. im Bereich der schulischen Praktika) stärker herausgestellt. Darüber hinaus gilt es, weitere verbindliche Partnerschaften (z.B. im Bereich der Unterrichts- und Bildungsforschung, im Mentoring und/oder im Bereich der Fort- und Weiterbildung) zwischen Schulen und den Hochschulen im Raum Freiburg aufzubauen. Die Zusammenarbeit kann somit über verschiedene Schwerpunkte ausgestaltet werden. Die Vergabe des Status „Hochschulpartnerschule“ ist je nach Schwerpunkt an unterschiedliche Kriterien gebunden.

(Dr. Martina von Gehlen)

 

Weitere Informationen:

Bericht zur Hochschulpartnerschaft in der Badischen Zeitung
Gymnasium Kenzingen

Austauschforum „Praxis meets Forschung“ 3. Schulnetzwerkveranstaltung

Das Praxiskolleg hat in Kooperation mit der Maßnahme M3 „Inklusion und Heterogenität“ am 07.07.2017 von 14 bis 17 Uhr Schulvertreter*innen aus dem Regierungsbezirk Freiburg und Doktorand*innen der Pädagogischen Hochschule Freiburg (PH) und der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg in die PH eingeladen, um gemeinsam über Erfolgsfaktoren von Kooperationen von Schulen mit Forschungsprojekten zu diskutieren.

Für die etwa 25 Teilnehmenden wurde an diesem Nachmittag ein persönlicher Begegnungsraum geschaffen, der es allen Beteiligten ermöglichte, in einen fruchtbaren Austausch über Forschungsprojekte und deren Rahmenbedingungen sowie die Bedürfnisse sowohl der Forschung als auch der Praxis bezüglich einer gelingenden Kooperation zu treten. Aktuelle Forschungsvorhaben, aus unterschiedlichen Bereichen der Bildungs- und Unterrichtsforschung, konnten sich präsentieren.

Eröffnet wurde die Veranstaltung von den beiden Koordinatorinnen des Praxiskollegs, Ulrike Dreher und Dr. Martina von Gehlen. Frau Dreher erläuterte das Konzept des Austauschforums, in dem es in einem ersten Teil darum gehen sollte, eine Bilanz aus den bisherigen Kooperationen zu ziehen, um daran anschließend in einem zweiten Teil den Blick darauf zu fokussieren, wie die beteiligten Akteure auf Augenhöhe kooperieren können.

Unter dem Titel „Forschungskooperationen konkret“ berichteten zunächst Vertreter*innen von zwei Hochschulpartnerschulen von ihren Erfahrungen aus der Zusammenarbeit mit der Forschung.

Hauke Bestmann, Lehrer am Kreisgymnasium Bad Krozingen, schilderte die Erfahrungen aus den Kooperationen mit unterschiedlichen Fachbereichen der Universität und der PH Freiburg. Dabei hob er den Mehrwert heraus, der aus den Kooperationen für die Schüler*innen entstanden ist, in Form von neuen Lernformaten (Ralley/GPS-Tour), die sich z.B. aus der Kooperation mit Dr. Astrid Carrapatoso vom Seminar für Wissenschaftliche Politik der Universität Freiburg ergaben, aber auch durch den direkten Einblick in die Wissenschaft, den die Schüler*innen z.B. durch das Durchführen von Experteninterviews im Rahmen der Kooperation mit dem Sonderforschungsbereich 948: Helden-Heroisierungen-Heroismen erhielten.

Gabriele Heinel, von der Max-Weber-Schule, gab einen Einblick in die Kooperation bezogen auf das Mentoring. In diesem fächerübergreifenden Programm soll Lehramtsstudierenden ein persönlicher, hierarchiefreier Erfahrungsaustauch mit erfahrenen Lehrer*innen ermöglicht werden. Frau Heinel betonte, dass gerade im informellen Kontakt, der sich aus der unmittelbaren Zusammenarbeit mit den Mentees ergeben hat, ein großes Potenzial liegt.
Im Rahmen der Berichte aus den Hochschulpartnerschulen wurde deutlich, dass mit den Forschungskooperationen, trotz des Zeitaufwands, der mit solchen Vorhaben verbunden ist, ein großer Mehrwert für die Schulen entsteht.

Anschließend stellten Prof. Dr. Katja Scharenberg und Prof. Dr. Andreas Köpfer (beide Pädagogische Hochschule Freiburg) das Kooperationsprojekt FRISBI – Freiburger Inklusive Schulbegleitforschung “ vor, das im Rahmen des Freiburg Advanced Center of Education (FACE) entstand. FRISBI macht es sich zum Ziel, Schulen auf dem Weg zur Inklusion wissenschaftlich zu begleiten und Herausforderungen sowie Erfolgsfaktoren für ein gelingendes Inklusionskonzept gemeinsam mit den Schulen zu analysieren. Frau Scharenberg und Herr Köpfer skizzierten zunächst die zentralen Bausteine und Phasen des Pilotprojekts. Anschließend berichteten Vertreter*innen von drei Kooperationsschulen sowie Studierende, die im Rahmen des FRISBI-Projektes ihre Zulassungsarbeiten zu unterschiedlichen Facetten des Inklusionsprozesses verfassten, von Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr in der Pilotphase. Die Schulen skizzierten, wie sie vom Projekt profitierten, um sich selbst des eigenen Heterogenitätskonzepts bewusst zu werden und nochmals zu reflektieren, wie und unter welchen Umständen Inklusion gelingen kann.

In einem anschließenden Blitzlicht wurde aktuellen Forschungsprojekten Raum gegeben, um sich im Plenum zu präsentieren. Folgende Personen haben ihre Projekte mithilfe von Postern vorgestellt:

Falko Röhrs, Germanistische Linguistik, Universität Freiburg
Falko Röhrs untersucht mithilfe der Gesprächsanalyse, welche konversationellen Praktiken für eine hohe Gesprächskompetenz von Bedeutung sind, um auf Grundlage der Ergebnisse Seminar- und Fortbildungseinheiten zu entwickeln, in denen Lehramtsstudierende ihre Gesprächskompetenz erweitern und reflektieren können. Herr Röhrs bezieht sich in seiner Untersuchung auf schulische Elterngespräche, unabhängig von Schulart und Klassenstufe.

Benjamin Peters, Institut für Mathematische Bildung, Pädagogische Hochschule
Benjamin Peters möchte im Rahmen seiner Arbeit erarbeiten, inwiefern der Prozentstreifen für Schüler*innen ein unterstützendes Modell beim Lösen und Verstehen von Aufgaben ist, in denen mit vermehrtem und vermindertem Grundwert gerechnet wird. Er möchte für seine Untersuchung Schüler*innen der 8. Klasse (WRS, GMS, RS) sowie Lehrer*innen befragen.

Mandy Steinbach, Institut für Psychologie, Pädagogische Hochschule
Mandy Steinbach untersucht, ob Visualisierungen bei der Vermittlung ausgewählter Themenbereiche des Faches Gemeinschaftskunde besser sequenziell, also in Teilschritten, entwickelt oder vollständig präsentiert werden sollen. Das Ziel ist zu erfahren, von welcher Form der Visualisierung die Schüler*innen der gymnasialen Oberstufe mehr profitieren.

Dr. Stephanie Herppich, Institut für Erziehungswissenschaft, Universität Freiburg
In ihrem Forschungsprojekt möchte Dr. Stephanie Herppich gemeinsam mit Dr. Rachel Lam, ETH Zürich, untersuchen, was Lehrpersonen aus Diagnosen von Lernendenarbeiten für die Gestaltung und Durchführung von Gruppenlernphasen erfahren und wie sie dabei unterstützt werden können. Außerdem soll herausgefunden werden, wie sich das Diagnostizieren auf Unterricht und Lernen auswirkt. Die Forschung bezieht sich zunächst auf den Sachunterricht (Umweltbildung) in der Grundschule.

Dr. Elisabeth Wegner, Institut für Erziehungswissenschaft, Universität Freiburg
Dr. Elisabeth Wegner analysiert mithilfe einer bildbasierten Erhebung von Lernüberzeugungen, inwiefern sich diese zwischen den unterschiedlichen Schulformen unterscheiden. Die verschiedenen Überzeugungen über das Lernen werden z.B. mit Hilfe des Impuls „Lernen ist wie…“ erfragt.

Die spannende Blitzlichtrunde mündete direkt in die Vernetzungspause, die es den Anwesenden ermöglichte, mit den einzelnen Projekten vertieft ins Gespräch zu gehen und Kontakte zu knüpfen.

Nach der Pause standen die Bedürfnisse von Schulen und Forschungsprojekten hinsichtlich einer gelingenden Kooperation im Mittelpunkt. In Kleingruppen erarbeiteten die Vertreter*innen der Schule und Forschung sowie das Projekt FRISBI, basierend auf ihren bisherigen Erfahrungen, Faktoren, die zum Gelingen von Kooperationen beitragen, aber auch Faktoren, die hinderlich sind. Davon ausgehend formulierten die Arbeitsgruppen Wünsche an zukünftige Kooperationsprojekte.

In einer anschließenden Präsentation erhielten alle Kleingruppen die Möglichkeit die Ergebnisse der lebhaften Diskussionen vorzutragen und damit Einblicke in die verschiedenen Bedarfe und Abläufe der unterschiedlichen Systeme Schule und Forschung zu bekommen. Schlagworte, die hinsichtlich der Faktoren genannt wurden, die zu einem Gelingen der Kooperation beitragen, waren z.B. Kontinuität, persönliche Kontakte, klare Rahmenbedingungen sowie das Schaffen von Win-Win-Situationen. Idealerweise orientieren sich die Forschungsfragen auch an den Interessen der Schulen und die Ergebnisse werden nachhaltig rückgespiegelt, z.B. in Form von Präsentationen im Kollegium.

Aus den Ergebnissen der Kleingruppenarbeiten werden in den kommenden Wochen Leitlinien für eine gelingende Kooperation zwischen Schule und Forschung formuliert, um eine Arbeitsgrundlage für kommende Forschungskooperationen zu schaffen. Das Praxiskolleg bedankt sich herzlich für die rege Beteiligung und die lebhaften Erfahrungsberichte aus den Forschungskooperationen.

 

Bei Interesse an einer Kooperation mit einem der genannten Projekte, können Sie sich gerne für nähere Informationen an das Praxiskolleg wenden.

Praxisphasentag 2017: „Praxisphasen betreuen, optimieren, vernetzt gestalten“

Ulrike Dreher und Dr. Martina von Gehlen

Am 22.09.2017 richtete das Praxiskolleg in Kooperation mit der Abteilung Fort- und Weiterbildung des FACE (Freiburg Advanced Center of Education) den Praxisphasentag 2017 aus. Die Tagung mit fortbildendem Charakter wurde gemeinsam von Albert-Ludwigs-Universität und Pädagogischer Hochschule veranstaltet. Unter dem Titel Praxisphasen betreuen, optimieren, vernetzt gestalten subsummierten sich zwei wissenschaftliche Hauptvorträge, Austauschforen, Workshops, ein Forschungsforum und eine Abschlussdiskussion. Mit der Veranstaltung wurden alle Personen und Institutionen angesprochen, die Studierende und ReferendarInnen in Praxisphasen betreuen und WissenschaftlerInnen, die sich mit den einzelnen Praxisphasen, deren Begleitung und Gelingensfaktoren beschäftigen. Demzufolge war das Teilnehmerfeld sehr heterogen und spiegelte die Diversität der Community of Practice wider. Lehrkräfte und Schulleitungen aller Schularten, BereichsleiterInnen, FachleiterInnen und Lehrbeauftragte der Staatlichen Seminare für Didaktik und Lehrerbildung (aller Schularten) des Regierungsbezirks Freiburg, Zuständige der Schulämter und des Regierungspräsidiums Freiburg, Dozierende der Universität und der Pädagogischen Hochschulen und WissenschaftlerInnen anderen deutscher und Schweizer Hochschulen nahmen teil, um neue Impulse für ihre Arbeit mit Studierenden und ReferendarInnen und für die Kooperation zwischen den Institutionen zu bekommen.

Das Konzept der Tagung berücksichtige dabei die Kernanliegen der Arbeit des Praxiskollegs: Einerseits wurde die Theorie-Praxis-Verzahnung vor, nach und während der Praxisphasen im Lehramtsstudium fokussiert, andererseits wurde der Dialog zwischen den VertreterInnen der Institutionen, die an der Lehrerbildung beteiligt sind, intensiviert.

Im ersten Hauptvortrag diskutierte Prof. Dr. Tobias Leonhard (Pädagogische Hochschule der FH Nordwestschweiz) die Frage „Lernen für die Praxis als Lernen in zwei Praxen? – Versuch einer theoretischen Neuorientierung schulpraktischer Studien mit praktischen Konsequenzen“. Er stellte dem Konzept der Theorie-Praxis-Vernetzung das Konzept zweier Praxen gegenüber, die sich auf verschiedene Referenzsysteme, nämlich einerseits die Wissenschaft (Wissenschaftspraxis), andererseits die Berufspraxis beziehen.

In Austauschforen boten sowohl das Staatliche Seminar für Didaktik und Lehrerbildung (SSDL) (Gymnasium) Freiburg, vertreten durch Prof. Dr. Ulrich Maneval, als auch das SSDL (WHRS) Freiburg, vertreten durch Patrick Beuchert, Diskussionsrunden für MentorInnen an, in denen die Aufgabe der Praxisphasenbetreuung durch die beteiligten Institutionen abgeglichen werden konnte. Die ISP-Schulen der Pädagogischen Hochschule wurden von Dr. Jutta Nikel über die Portfolioaufgaben im Praktikum informiert und Prof. Dr. Lars Holzäpfel initiierte einen Austausch zwischen den AusbildungsberaterInnen und den Dozierenden. Übergreifenden Fragen zur Kooperation widmeten sich Prof. Dr. Sebastian Jünger und Dr. Michael Ruloff (FH Nordwestschweiz) in den beiden Workshops Partnerschulen zur Professionsentwicklung im Bildungsraum Nordwestschweiz und Ausbildung gemeinsam verantworten im hybriden Raum. Die Workshops zur Begleitung der Praxisphasen fokussierten Teamteaching (Lea de Zordo, PH Bern), Portfolioarbeit (Dr. Gerd Bräuer, PH Freiburg und Georgia Gödecke, Universität Bremen), bedürfnisorientierte Begleitung (Dr. Benjamin Dreer, Universität Erfurt), Klassenführung (Dr. Patrick Blumschein, PH Freiburg) und Diagnostik (Dipl. Psych. Sabine Peucker, PH Freiburg). In einem Forschungsforum konnten lokale (Nachwuchs-)WissenschaftlerInnen aktuelle Forschungsprojekte und deren Ergebnisse den PraktikerInnen an Postern präsentieren. In intensiven Einzelgesprächen konnten dabei zukünftige Kooperationen angebahnt und vergangene Kooperationen reflektiert werden.

Dr. Kathrin Futter von der Pädagogischen Hochschule Schwyz konnte indes mit dem zweiten Hauptvortrag Gemeinsam über Unterricht sprechen: Aber wie? – Nutzen Lehramtsstudierende Lerngelegenheiten im Gespräch? Welches Unterstützungsverhalten der Praxislehrpersonen hilft ihnen dabei? zum wissenschaftlichen Diskurs der Teilnehmenden beitragen. In ihrer empirischen Untersuchung wertete Frau Futter Unterrichtsnachbesprechungen auf deren Anteil von Lerngelegenheiten aus. Dabei sind es vor allem die ko-konstruktiven Dialoge, die Studierenden am meisten unterstützen. Diese Befunde regten dazu an, die eigene Beratungspraxis dahingehend zu prüfen und sich in diesem Themenfeld fortzubilden.

Abgerundet wurde die Tagung durch eine Abschlussdiskussion von VertreterInnen der beteiligten Institutionen mit Dr. Kathrin Futter und Prof. Dr. Sebastian Jünger. Unter der Moderation von Prof. Dr. Lars Holzäpfel wurde über den vermeintlichen Graben zwischen Theorie und Praxis diskutiert. Die DiskutantInnen benannten Gelingendes im Rahmen der Kooperation, zeigten aber auch sehr direkt auf, welche Aufgaben in der Zukunft angepackt werden müssen: Hierbei seien die Ressourcen auch der schulischen Partner zu stärken und begleitende Lehrpersonen (Ausbildungslehrkräfte und MentorInnen) fortzubilden zentrale Gelingensfaktoren, um für die Professionalisierung Studierender im Praxissemester zu sorgen.

Die Veranstaltung bot den rund 200 Teilnehmenden sowohl die Möglichkeit der wissenschaftlich fundierten Weiterbildung im Themenbereich der Praxisphasenbetreuung als auch den Raum der Vernetzung, des Austauschs und der Abstimmung von Positionen zwischen den Institutionen und trug so weiter zu einem engeren Dialog der Community of Practice am Standort Freiburg bei.

 

Ansprechpersonen:

Ulrike Dreher, Dr. Martina von Gehlen, Beate Epting, Prof. Dr. Wolfgang Hochbruck, Prof. Dr. Lars Holzäpfel

 

Informationsmaterial:

 

 

Hochschulpartnerschule aus Überzeugung: Das Montessori Zentrum ANGELL Gymnasium Freiburg im Interview

Teil 1:
Hochschulpartnerschule aus Überzeugung: Das Montessori Zentrum ANGELL Gymnasium Freiburg kooperiert mit dem Deutschen Seminar der Universität Freiburg

Das Montessori Zentrum ANGELL Gymnasium Freiburg unterzeichnete am 15.05.2017 einen Kooperationsvertrag mit der Pädagogischen Hochschule Freiburg und der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Ein guter Zeitpunkt, die Kooperationspartner selbst zu Wort kommen zu lassen: Was sind die Beweggründe für die Hochschulpartnerschaft? Was zeichnet die Kooperation aus? Und welche Erwartungen sind an die Zusammenarbeit geknüpft?

Das Interview führte Dr. Martina von Gehlen vom Praxiskolleg FACE mit folgenden Interviewpartner*innen am 13.07.2017:

  • Alexander Hochsprung, Schulleiter am Gymnasium des Montessori Zentrums ANGELL in Freiburg
  • Annette Schuck, Stellv. Schulleitung des Gymnasiums
  • Ines Gremmelspacher, Deutschfachleiterin, Leiterin der Unterstufen, Partnerin des Kooperationsprojekt Netzwerk Philologie und Schule der Universität Freiburg
  • Stefan Seeber, Universität Freiburg, Dt. Seminar, Germanistische Mediävistik betreut den universitären Teil des Netzwerks

Gehlen: Das Gymnasium des Montessori Zentrums ANGELL hat eine Hochschulpartnerschaft mit der Universität und der PH Freiburg geschlossen. – Warum?

Hochspung: Das Montessori Zentrum ANGELL ist mit seinem Gymnasium im Raum Freiburg ein wichtiger Bestandteil des Bildungssystems. Natürlich ist eine solche Kooperation auch mit einem gewissen Aufwand verbunden. Ich halte es jedoch für sehr wichtig, dass unterschiedliche Bildungseinrichtungen vor Ort an der Passung der Übergänge zwischen Schulen und Hochschulen arbeiten. Zum einen ist die Frage: „Was bringen Schüler mit in die Hochschulen?“ – sie brauchen einen guten Anschluss in die Studienphase. Zum anderen bilden die Hochschulen Lehrerinnen und Lehrer aus, die mit ihren Kenntnissen und Fähigkeiten an die Schule kommen. Und auch da ist – trotz einer fachlich sehr guten Ausbildung durch das Universitätsstudium – nicht automatisch gesichert, dass das die pädagogischen, sozialen und gruppendynamischen Fähigkeiten sind, die wir an der Schule gerne hätten. Mit unserem innovativen Schulprofil, das wir in den letzten Jahren entwickelt haben, können wir uns aktiv in die Berufsausbildung der Lehrer*innen einbringen und die Kooperation bereichern.

Schuck: Dass wir alle Schularten, von der Kita bis zum beruflichen Gymnasium, unter einem Dach vereinigen, macht es für eine Hochschule interessant mit uns zu kooperieren.

Gehlen: Was zeichnet ANGELL als Hochschulpartnerschule aus?

Hochspung: Die Montessoripädagogik hat einen großen Stellenwert bei uns. Durch die ständige Entwicklung und Reflexion des Montessori-Konzepts für die Mittel- und Oberstufe haben wir umfangreiche Kompetenz, Know-how und Erfahrung in diesem Bereich. Die Professoren und Studierenden können sich gerne bei uns mit diesem Konzept auseinandersetzen, es erproben und uns Rückmeldungen geben. Der Erfolg im Alltag gibt uns zwar Recht, aber eine fundierte und systematische Rückmeldung z. B. zur Frage „Was ist wirksam und warum ist es wirksam?“ durch wissenschaftliche Untersuchungen ist uns wichtig.
Darüber hinaus ist uns wichtig, frühzeitig mit Studierenden als potenzielle zukünftige Kolleg*innen in Kontakt zu kommen und ein Netzwerk mit allen Partnern vor Ort aufzubauen.

Gehlen: In welchen Bereichen arbeitet ANGELL bereits mit der Universität und der PH zusammen?

Hochsprung: Die Schnittstellen sind vielfältig: Beispielsweise kommen Referendarkurse regelmäßig zu uns, um bei uns zu hospitieren. An der Universität arbeiten wir auch mit einer Lehrveranstaltung zur Reformpädagogik zusammen, bei dem sich Studentinnen und Studenten über das Montessori-Konzept informieren und dann in der Hochschule darüber berichten. Im Rahmen einer Berufungskommission haben wir auch schon dabei unterstützt, zukünftigen Professor*innen die Möglichkeit zu geben, ihr Können unter Beweis zu stellen.

Wir nutzen auch das Raucherpräventionsangebot der Uniklinik: Die 6. Klassen gehen da geschlossen hin. Das ist dann fest im Programm der Klassen eingeplant und wird nicht über einzelne Lehrer angeboten. Und wir bieten regelmäßig ein Pädagogisches Forum als Vortragsabende an, bei dem wir Referenten von Hochschulen zu schulischen Themen einladen. Dieser Punkt könnte aus meiner Sicht noch ausgebaut werden.

Schuck: Weil es als Naturwissenschaftlerin zentral ist, am Puls der Forschung zu bleiben, haben wir in den letzten Jahren häufig mit dem Bernstein Center der Universität im Bereich der Neurobiologie zusammengearbeitet. Wir haben dort Fortbildungen z. B. zum Thema Nobelpreise besucht, um in der Schule aktuelle Bezüge zu schaffen. Die Inhalte in naturwissenschaftlichen Lehrbüchern sind ja in der Regel älter und es nicht so einfach, an aktuelles wissenschaftliches Material zu kommen, wenn man sich für ein spezielles Thema interessiert. Ich nutze auch den Wissenschaftsmarkt, weil wir in der Nähe sind.

Auch die Unibibliothek ist wertvoll, um wissenschaftlich zu recherchieren. Da gehen wir mit unseren Seminarkursen hin. In den Naturwissenschaften ändert sich ja sehr schnell sehr viel. Da kann man nicht sagen: „Ich habe vor 10 Jahren die Ausbildung gemacht. Und das reicht dann für ein Lehrerdasein“. Sondern eigentlich ist lebenslanges Lernen systemimmanent, weil man in gewissen Intervallen neuen Input braucht. Da wünscht man sich manchmal wieder Studentin zu sein und dazusitzen und zuzuhören und Input zu bekommen.

Wir gehen auch in verschiedene Institute der Universität: Ich war mit den Schülerinnen und Schülern schon in der Biologie und in der Uniklinik in der Krebsforschung. Manche Eltern arbeiten im medizinischen oder biologischen Bereich, daher können wir öfter in Labors gehen.

Vor zwei Jahren waren darüber hinaus Studentinnen hier, die für eine Hausarbeit im Bereich der Psychologie Schüler interviewt haben. Da ist es auch für mich sehr fruchtbar, wenn ich mich mit den Studenten unterhalte und erfahre, was die in ihrer Lehrerausbildung machen. Damit habe ich dann den Eindruck, am Puls der Zeit zu bleiben.

Gehlen: Wie bewerten Sie die Zusammenarbeit?

Hochsprung: Wir sind grundsätzlich sehr daran interessiert, die Schüler nicht elfenbeinturm-mäßig zu unterrichten, sondern Kontakte nach außen zu pflegen. Wir sind froh, wenn fachliche Expertise von außen dazu kommt. Wir arbeiten möglichst mit konzeptuellen Implementierungen. Es sollten daher Angebote sein, die sich in das Curriculum integrieren lassen. Deshalb haben wir Interesse an längerfristigen Kooperationen.

Gehlen: Wie sind Ihre Erwartungen an die Hochschulpartnerschaft?

Hochsprung: Meine Hoffnung ist, dass sich aus der Kooperation Projekte entwickeln, die wir fachlich nutzen können. Und ich hoffe, dass wir die Kooperation für eine wissenschaftliche Begleitung nutzen können. Zum kommenden Schuljahr entwickeln wir unser Konzept ab der Klasse 9 weiter – wir möchten damit die Qualität steigern. Es wäre interessant, diese Umstellung wissenschaftlich zu begleiten.

Schuck: In der Partnerschaft erhält man früher Informationen, das ist etwas, was mir in der Partnerschaft nun schon aufgefallen ist. Das ist für mich sehr wertvoll, wenn ich es frühzeitiger erfahre als in der Tagespresse. Die Fortbildungen für den Herbst schon vor den Sommerferien zu erhalten, war für mich sehr wertvoll. Da kann man die Angebote gut in die eigenen Planungen einfließen lassen. Ein Exzerpt mit Angeboten der Hochschulen für die Schulen wäre für uns auch sehr hilfreich.

 

Lesen Sie hier den zweiten Teil des Interviews mit Fokus auf die Kooperation zwischen Montessori Zentrum ANGELL Gymnasium und Universität Freiburg im „Netzwerk Philologie und Schule“.

 

Wirtschaft in der Schule – Wie eine gute Lehrerbildung aussehen sollte

Nach Baden-Württemberg will nun auch Nordrhein-Westfalen Wirtschaft als eigenständiges Schulfach einführen. Das Rüstzeug für einen gelungen Wirtschaftsunterricht muss angehenden Lehrer*innen künftig im Studium vermittelt werden. Prof. Dr. Tim Krieger (Universität Freiburg & FACE) und Prof. Dr. Franziska Birke (PH Freiburg & FACE) teilen in einem Beitrag im Journal Wirtschaftliche Freiheit ihre Erfahrungen bei der Ausgestaltung der neuen Bachelor- und Masterstudiengänge in Freiburg und zeigen, worauf es im Lehramtsstudium im Fach Wirtschaft besonders ankommt. Ganz im Sinne des FACE spielen dabei Professionsorientierung, Kohärenz und Interdisziplinarität eine zentrale Rolle.

Prof. Dr. Tim Krieger (Universität Freiburg & FACE) und Prof. Dr. Franziska Birke (PH Freiburg & FACE), Dr. Bernd Remmele und Annette Kern (PH Freiburg & FACE) haben im Auftrag des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg eine Fortbildungsmaßnahme in Form eines „bMOOC“ entwickelt, um Lehrer*innen optimal auf den Unterricht im neuen Fach Wirtschaft vorzubereiten. Weitere Informationen finden Sie hier.