Delegationsreise nach Island und Schottland mit Fokus auf inklusive Lehrerbildung

Vom 1. bis 6. Oktober 2017 nahmen Mitarbeiter*innen der FACE-Maßnahme 3 „Inklusion und Heterogenität“ an einer Delegationsreise nach Island (Reykjavik) und Schottland (Edinburgh) teil. Die von Baden-Württemberg international (bw-i) organisierte Informationsreise der sechs Pädagogischen Hochschulen wurde mit dem Ziel durchgeführt, internationale Kooperationen mit Ländern zu initiieren, deren Strukturen und Praxis bezogen auf die Umsetzung von Inklusion in der Lehrerbildung und in der schulischen Praxis fortschrittlich sind.

Der Teilnehmendenkreis der Informationsreise umfasste Kolleginnen und Kollegen aller Pädagogischen Hochschulen in Baden-Württemberg (Freiburg, Heidelberg, Karlsruhe, Ludwigsburg, Schwäbisch Gmünd, Weingarten), u.a. Mitglieder der Rektorate, fachdidaktischer wie bildungswissenschaftlicher Abteilungen sowie der Akademischen Auslandsämter. Von der Pädagogischen Hochschule Freiburg nahmen Jun.-Prof. Dr. Katja Scharenberg (Institut für Soziologie), Jun.-Prof. Dr. Andreas Köpfer (Institut für Erziehungswissenschaft) und Dr. Juliane Leuders (Institut für Mathematische Bildung) teil, die zugleich in der FACE-Maßnahme 3 „Inklusion und Heterogenität“ tätig sind.

Die Abstimmung des Programms erfolgte durch zwei Vorbereitungstreffen im Oktober 2016 und Februar 2017 bei bw-i in Stuttgart, an denen Reykjavik (Island) und Edinburgh (Schottland) als Ziele für die Delegationsreise ausgewählt wurden sowie Absprachen zur Reiseroute stattfanden.

Unter der Delegationsleitung von Prof. Dr. Hans-Werner Huneke (Rektor der Pädagogischen Hochschule Heidelberg und Professor für deutsche Sprache und ihre Didaktik), der organisatorischen Leitung von Julia Simon (bw-i) und der fachlichen Leitung von Prof. Dr. Kerstin Merz-Atalik (Professorin für Behinderung und Benachteiligung / Inklusion an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg) wurden in Island und Schottland unterschiedliche inklusionsorientierte Schulen im Bereich der frühen Bildung, der Primar- und Sekundarstufe und Hochschulen besucht sowie Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern von Bildungsministerium und Wissenschaft geführt. So wurden z.B. in Island die Schulen Sjárlandsskóli und Nordlingaskóli in Reykjavik besichtigt, die sich insbesondere durch ihre architektonische Lernraum- und offene Unterrichtsgestaltung auszeichneten. In Schottland wurde die Delegation im Moray House School of Education der University of Edinburgh durch Prof. Dr. Lani Florian sowie Vertreterinnen und Vertreter des Scottish Teacher Education Committee begrüßt. Dabei wurden insbesondere der „National Framework for Inclusion“ sowie die aktuellen Entwicklungen inklusiver Lehrerbildung in Schottland vorgestellt und mit der Delegation diskutiert.

So konnten die Teilnehmenden interessante und fachlich wertvolle Einblicke in die inklusive Schulpraxis und inklusive Lehrerbildung in Island und Schottland gewinnen. Darüber hinaus regte die Reise auch zur Zusammenarbeit unter den Teilnehmenden und zu weiteren gemeinsamen Projekten und Initiativen zur Etablierung von Inklusion in der Lehrerbildung an den Pädagogischen Hochschulen in Baden-Württemberg an.

 

Ansprechpartner*innen:

Jun.-Prof. Dr. Andreas Köpfer | andreas.koepfer@ph-freiburg.de

Jun.-Prof. Dr. Katja Scharenberg | katja.scharenberg@ph-freiburg.de

Dr. Juliane Leuders | juliane.leuders@ph-freiburg.de

Maßnahme 3 „Inklusion und Heterogenität“