„Die Expertise der Schulen bei der Praktikumsbetreuung sichtbar machen“

Erstes Arbeitstreffen „schulisches Ausbildungskonzept“ – Was ist Schulen bei der Arbeit mit Lehramtsstudierenden im Integrierten Semesterpraktikum (ISP) wichtig und wie organisieren Schulen die Betreuung?

Am 15.06.2016 kamen auf Einladung des Zentrums für Schulpraktische Studien (ZfS) der Pädagogischen Hochschule Freiburg acht Ausbildungsberaterinnen und Ausbildungsberater verschiedener Schulen zusammen, um über das Format und die Inhalte eines zu erstellenden schulischen Ausbildungskonzeptes (für Studierende in der Praktikumsphase) zu diskutieren. Das Konzept soll vor allem dazu dienen, die bisherigen Betreuungserfahrungen der Schulen im ISP sichtbar zu machen.

Hintergrund zur Ausbildungsberatung und zum Integrierten Semesterpraktikum

Lehrkräfte verschiedener Schularten (Grundschulen, Gemeinschaftsschulen, Werkrealschulen und Realschulen) betreuen Lehramtsstudierende der Pädagogischen Hochschule Freiburg im Rahmen des Integrierten Semesterpraktikums. Sie haben sich zuvor als Ausbildungsberaterinnen und Ausbildungsberater für die Koordination dieser Ausbildungsphase an der Schule qualifiziert und arbeiten mit weiteren Kolleginnen und Kollegen an ihrer Schule bei der Betreuung der Studierenden zusammen. Das 15 oder 16 Wochen umfassende ISP absolvieren Lehramtsstudierende in der Regel im 5. Studiensemester an Schulen im Nahraum Freiburg. Die Studierenden lernen in dieser Zeit das Tätigkeitsfeld einer Lehrkraft und das schulische Berufsfeld kennen und sammeln eigene Unterrichtserfahrungen. Dabei sind sie vormittags regelmäßig in die Abläufe der Schule eingebunden und besuchen nachmittags Begleitveranstaltungen von Dozierenden der Hochschule.

 

Arbeitstreffen Schulpraktikum

Teilnehmerinnen des Arbeitstreffens

Gemeinsame Arbeit an dem Konzept

Um es Schulen zu erleichtern ihr Ausbildungskonzept zu explizieren und dessen Wirkung zu erhöhen, möchte Dr. Jutta Nikel, Geschäftsführerin des ZfS, vor der eigentlichen Verschriftlichung gemeinsam mit den Ausbildungsberaterinnen und Ausbildungsberater Leitfragen für das Konzept entwickeln.

Im Rahmen des ersten Arbeitstreffens diskutierten die Anwesenden die Gestaltung ihrer schulischen Abläufe die mit der ISP-Betreuungsaufgabe verbunden sind. Dabei konnten zentrale Phasen und Prozesse identifiziert werden, die übergreifend für alle Schulen wichtig sind und im schulischen Ausbildungskonzept beschrieben werden sollen. Bei der Diskussion wurde deutlich, dass die einzelnen Schulen so verfahren, dass sie die Anforderungen der Betreuung der Lehrramtsstudierenden in ihre bestehenden Abläufe integrieren. Jede Ausbildungsberaterin und jeder Ausbildungsberater wählt dabei unterschiedliche Strukturierungsgrade. „Wichtig ist es, den Schulen diesen Gestaltungsfreiraum auch zu belassen, damit die Konzepte wirklich tragen und zu den Werten und Bedürfnissen der jeweiligen Schule passen“, brachte eine Ausbildungsberaterin als zentralen Aspekt ein.

Das ZfS stellt nun im Anschluss an das Treffen des Arbeitskreises „Schulisches Ausbildungskonzept“ die in der Diskussion identifizierten Leitfragen (z.B. „Wie werden die Studierenden bei der Theorie-Praxis-Verknüpfung unterstützt?“) sowie die gesammelten Vorschläge und Wünsche zum Aufbau des Konzepts und zur späteren Nutzung zusammen.

Die Verschriftlichung des eigenen schulischen Ausbildungskonzepts und der Austausch dieser Papiere innerhalb der Gruppe der Ausbildungsberaterinnen und Ausbildungsberater ist Teil eines im Wintersemester 2015/16 vom ZfS entwickelten Konzepts zur (Weiter-) Qualifizierung von Ausbildungsberaterinnen und Ausbildungsberatern sowie Ausbildungslehrerinnen und Ausbildungslehrer.

Die Koordinatorinnen des Praxiskollegs, Ulrike Dreher und Martina von Gehlen, unterstützen diesen Prozess bei der Organisation sowie bei der Dokumentation der Konzeptgestaltung.


Ansprechpartnerinnen des Praxiskollegs:



       

      Gefördert vom BMBF

      Das Projekt „Freiburger Lehramtskooperation in Forschung und Lehre [FL]2 – Kohärenz und Professionsorientierung“ wird im Rahmen der gemeinsamen „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ von Bund und Ländern aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert.