"Offensiv für gute Lehrerinnen und Lehrer!" – Die Universität Freiburg und die Pädagogische Hochschule Freiburg erhalten bei ihrem Kooperationsvorhaben zur Verbesserung der Lehrerbildung am Standort Freiburg Unterstützung durch das Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Ihr Antrag auf Fördergelder wurde bewilligt und sie befinden sich seit dem 1. Juli 2015 in der ersten Förderphase der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“. Die Laufzeit dieses Projekts geht bis zum 31. Dezember 2018.
Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung

Hintergrund: Die Qualitätsoffensive Lehrerbildung

Ziel der Offensive des BMBF ist es, die Ausbildung der angehenden Lehrer*innen derart zu verbessern, dass sie den aktuellen Herausforderungen ihres Berufes besser begegnen können. Hierzu soll unter anderem vor allem die Praxisorientierung während der Ausbildung gestärkt werden. Eine enge Verzahnung von Lehramtsstudium, Referendariat und Lernen im Beruf spielt dabei eine wichtige Rolle. In allen Phasen ihrer Ausbildung und ihres Berufs begegnen Lehrer*innen vielfältigen Herausforderungen, für die sie fit gemacht werden sollen: Lehrer*innen vermitteln nicht ausschließlich Unterrichtsstoff, sie begleiten junge Menschen auf ihrem Weg ins Erwachsenenleben und sind dabei auch mit der Heterogenität einer jeden Schulklasse und den unterschiedlichen Bedürfnissen jedes Schülers konfrontiert.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“

Das Freiburger Projekt in der BMBF-Förderlinie

„Freiburger Lehramtskooperation in Forschung und Lehre [FL]2 – Kohärenz und Professionsorientierung“

Das FACE möchte eine Stärkung von Kohärenz und Professionsorientierung in der Lehrer*innenbildung durch die strukturierte Kooperation beider Partner und den Ausbau von Praxisbezug, Forschung und Weiterbildung erreichen. Hierzu haben beide Hochschulen mittels Kooperationsvertrag eine institutionalisierte Zusammenarbeit beschlossen, die im Freiburg Advanced Center of Education (FACE) umgesetzt wird.

Die Universität Freiburg und die Pädagogische Hochschule Freiburg haben bereits im Vorfeld des Projektstarts viel Vorarbeit geleistet. Diese fruchtbare Vorleistung wird durch viele neue Projektmitarbeiter*innen, die zu unterschiedlichen Zeiten mit in das Projekt eingestiegen sind oder noch einsteigen werden, weiter vorangetrieben werden – bis schließlich das gemeinsame Ziel erreicht ist!

Weitere Informationen zum Verbundprojekt „Freiburger Lehramtskooperation in Forschung und Lehre [FL]2 – Kohärenz und Professionsorientierung“ finden Sie auf der Website der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“

  • M1: Lehrkohärenz
    Die Maßnahme „Lehrkohärenz“ folgt der Zielsetzung der Gestaltung einer kohärenten Lehre zur Professionsorientierung in der Lehrer*innenbildung. Damit dient sie dem Ausbau des Handlungsfeldes „Lehre“ des FACE. Insbesondere zwischen den Fachwissenschaften und den Fachdidaktiken sowie den Bildungswissenschaften soll dies gelingen. Zur Zielerreichung wird innerhalb der Maßnahme verschiedenen Teilprojekten nachgegangen. Sie befassen sich allesamt mit der Gestaltung neuer Curriculumstrukturen und Lehrmodellen.
  • M2: Praxiskolleg
    Ziel der Maßnahme M2 ist es, die Kohärenz von Theorie und Praxis über alle Phasen der Lehrer*innenbildung zu fördern. Hierfür wird extra ein Praxiskolleg eingerichtet, für das auf die bereits bestehenden Strukturen der Stabsstelle für Lehrer*innenbildung (SLB) der Universität und des Zentrums für Schulpraktische Studien (ZfS) der Pädagogischen Hochschule zurückgegriffen wird. Der entstandene Ort wird künftig genutzt, um den Dialog mit allen Akteur*innen der Lehrer*innenbildung zu stärken.
  • M3: Inklusion & Heterogenität
    Die dritte Maßnahme befasst sich mit der Etablierung von Inklusion und Heterogenität in Lehre und Forschung. Das FACE folgt damit dem Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 20. November 2011, nach welchem der Bereich in Lehre und Forschung zusätzlich zu etablieren ist. Diese Maßnahme unterstützt damit vor allem das Handlungsfeld „Lehre“.
  • M4: Wissenschaftsorientierung und Nachwuchsförderung
    Die vierte Maßnahme des Projekts befasst sich thematisch mit der Wissenschaftsorientierung und Nachwuchsförderung. Das FACE strebt eine Erhöhung der Wissenschaftsorientierung von Lehrkräften und der Forschungsfähigkeit der an der Lehrer*innenbildung beteiligten Disziplinen an. Durch diese Maßnahme wird das Handlungsfeld „Bildungs- und Unterrichtsforschung“ von FACE in seinem Ausbau gefördert. Um dieses Ziel zu erreichen, wird eine Juniorprofessur sowie das Promotionskolleg CURIOUS eingerichtet, welches an das KeBU angegliedert sein wird.
  • M5: Fort- und Weiterbildung
    Das Vorhaben der fünften Maßnahme umfasst die gemeinsame Nutzung und den Ausbau von Strukturen der Fort- und WeiterbildungIm Rahmen dieser Maßnahme werden in Zusammenarbeit zwischen dem Zentrum für Lehrerfortbildung der Pädagogischen Hochschule (ZELF) und der Stabsstelle Lehrer*innenbildung der Universität (SLB) Formate und Angebote der Lehrkräfte-Fortbildung weiterentwickelt – unter Einbeziehung der Staatlichen Seminare für Didaktik und Lehrerbildung, der Staatlichen Schulämter, des Regierungspräsidiums, des Freiburger Bildungsmanagements sowie der Hochschulpartnerschulen.
  • M6: Unterstützungsstrukturen
    Die sechste Maßnahme des BMBF geförderten Projekts hat die Schaffung von unterstützenden Strukturen zur Förderung des Selbstverständnisses und der Identifikation mit dem Lehrer*innenberuf zum Ziel. Die angehenden Lehrer*innen erhalten Unterstützung während ihrer Ausbildung, indem sie durch ein Mentoring begleitet werden. Zudem wird für sie ein Online-Portal eingerichtet, das ihnen alle relevanten Informationen und wichtigen Zugänge zu allen Bereichen des Themas Lehramt am Standort Freiburg bietet.
  • M7: Qualitätssicherung
    Um das Projekt der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ der FACE-Kooperation umzusetzen und qualitätssichernd zu begleiten, bedarf es entsprechender Strukturen. Ziel der siebten Maßnahme ist der reibungslose Ablauf in allen Phasen des Vorhabens. Um eine hochwertige Lehrer*innenbildung sicherzustellen und den Erfolg aller sieben Maßnahmen zu gewährleisten, wird durch die Evaluationsstelle eine Qualitätssicherung durchgeführt.