Auf Studierende, die ihr Studium vor dem 1. August 2015 aufgenommen haben, findet die GymPO I vom 31. Juli 2009 in der am 31. Juli 2015 geltenden Fassung noch bis 31. Juli 2021, bei Fächerkombinationen mit Bildender Kunst oder Musik noch grundsätzlich bis 31. Juli 2021 plus zwei Semester Anwendung. Für sie gilt die Verordnung des Kultusministeriums über die Erste Staatsprüfung für das Lehramt an Gymnasien (Gymnasiallehrerprüfungsordnung I – GymPO I).

Auf einen Blick

Abschluss: Erste Staatsprüfung für das Lehramt an Gymnasien
Dauer: 10 Semester
Credits: 300 ECTS-Punkte
Studienbeginn: Studiengang auslaufend
Schulpraxis: Schulpraxissemester
Fächer: Die Prüfung wird in zwei Fächern mit Hauptfachanforderungen abgelegt.
  • Sowohl als Hauptfach als auch als Beifach sind in Freiburg studierbar: Biologie, Chemie, Deutsch, Englisch, Französisch, Geographie, Geschichte, Griechisch, Italienisch, Latein, Mathematik, Physik, Spanisch, Sport, Theologie (kath.)
  • Ausschließlich als Hauptfach sind in Freiburg studierbar: Erziehungswissenschaft, Philosophie/Ethik, Politikwissenschaft/Wirtschaftswissenschaft, Informatik
  • Ausschließlich als Beifach sind in Freiburg studierbar: Dänisch, Geologie, Griechisch-Römische Archäologie, Norwegisch, Schwedisch

Die Regelstudienzeit für das Lehramt an Gymnasien mit zwei Hauptfächern beträgt einschließlich des Schulpraxissemesters sowie der Prüfungszeit zehn Semester.

Dagegen beträgt die Regelstudienzeit für das Fach Bildende Kunst in Verbindung mit einem wissenschaftlichen Fach auf Beifach- oder Hauptfachniveau zwölf Semester und für das Fach Musik in Verbindung mit einem wissenschaftlichen Fach auf Beifachniveau oder einem Verbreiterungsfach elf Semester, in Verbindung mit einem wissenschaftlichen Fach auf Hauptfachniveau zwölf Semester.

Die Einschreibung an einer Hochschule in Baden-Württemberg ist ab dem WS 2010/11 an lehramtsspezifische Voraussetzungen gekoppelt:

Die bisher im Lehramtsstudium vorgeschriebenen Fächerkombinationen wurden aufgehoben. Sie können also künftig zwei Hauptfächer beliebig miteinander kombinieren.
Im Hinblick auf den Vorbereitungsdienst in Baden-Württemberg ist allerdings Folgendes zu beachten:

  • Katholische Theologie und Philosophie/Ethik in Kombination können nur in Verbindung mit einem dritten Fach studiert werden, wobei eines der Fächer als Beifach studiert werden kann.
  • Erziehungswissenschaft kann nur im Rahmen einer Drei-Fächer-Kombination studiert werden. Auch hier kann eines der Fächer als Beifach studiert werden.

Die Prüfung wird in zwei Fächern mit Hauptfachanforderungen abgelegt. Bis auf Erziehungswissenschaft, Philosophie/Ethik, Politikwissenschaft/Wirtschaftswissenschaft und Informatik (in Freiburg jeweils nur als Hauptfach studierbar) können folgende (Haupt-)Fächer auch als Beifach studiert werden:

  • Biologie
  • Chemie
  • Deutsch
  • Englisch
  • Erziehungswissenschaft (HF)
  • Französisch
  • Geographie
  • Geschichte
  • Griechisch
  • Informatik (HF)
  • Italienisch
  • Latein
  • Mathematik
  • Philosophie/Ethik (HF)
  • Physik
  • Politikwissenschaft/Wirtschaftswissenschaft (HF)
  • Spanisch
  • Sport
  • Theologie (kath.)

Ausschließlich als Beifach sind in Freiburg studierbar:

  • Dänisch
  • Geologie
  • Griechisch-Römische Archäologie
  • Norwegisch
  • Schwedisch

Hinweis: Es empfiehlt sich, in den ersten beiden Semestern des Studiums den Fokus ausschließlich auf die fachspezifische Ausbildung in den gewählten Hauptfächern zu legen und mit den lehramtsspezifischen Bestandteilen wie Pädagogik, Ethisch-Philosophisches Grundlagenstudium (EPG), Modul Personale Kompetenz (MPK) und Fachdidaktik noch bis zum 3. Semester zu warten, es sei denn, Sie hätten noch große Lücken in Ihrem persönlichen Stundenplan zu füllen.

Für das Studium der lehramtsspezifischen Anteile sprechen wir folgende Empfehlung aus:

  • Vor dem Schulpraxissemester: 2 Pädagogikvorlesungen; EPG 1; je 1 Fachdidaktikübung/Fach; MPK-Vorlesung
  • Nach dem Schulpraktikum: 2 Pädagogikseminare; EPG 2; je 1 Fachdidaktikübung/Fach; MPK-Seminar

Näheres zum EPG (FAQs der EPG-Arbeitsstelle) und Näheres zum MPK (FAQs der MPK-Arbeitsstelle)

In einigen Fächern des Lehramtsstudiums werden Fremdsprachenkenntnisse als Studienvoraussetzung verlangt. Bis zu welchem Zeitpunkt im Studium diese nachgewiesen werden müssen, entnehmen Sie bitte den jeweiligen fachspezifischen Bestimmungen der Studien- und Prüfungsordnung.

Einen Überblick über die in den einzelnen Lehramtsfächern erforderlichen Sprachkenntnisse (Erläuterungen s.u.) finden Sie in der folgenden Tabelle:

StudienfachSprachanforderungen
DeutschKenntnis des Englischen und einer weiteren Fremdsprache
EnglischLatinum oder Kenntnis einer modernen romanischen Fremdsprache
FranzösischGrundkenntnisse in Latein (Phonologie, Morphologie, Syntax, Lexik, kulturelles und sprachliches Erbe v. a. in Bezug auf die Romania);
Grundkenntnisse in einer zweiten romanischen Sprache
GeschichteLatinum, Englisch und eine weitere Fremdsprache (passiv beherrscht)
GriechischGraecum und Latinum
ItalienischGrundkenntnisse in Latein (Phonologie, Morphologie, Syntax, Lexik, kulturelles und sprachliches Erbe v. a. in Bezug auf die Romania);
Grundkenntnisse in einer zweiten romanischen Sprache
LateinGraecum (nur im HF) und Latinum
Philosophie/EthikLatinum oder Graecum
SpanischGrundkenntnisse in Latein (Phonologie, Morphologie, Syntax, Lexik, kulturelles und sprachliches Erbe v. a. in Bezug auf die Romania);
Grundkenntnisse in einer zweiten romanischen Sprache
Theologie (Kath.)

Im Hauptfach: Latinum und Graecum oder Griechischkenntnisse, die ein gutes Verständnis des neutestamentlichen Urtextes ermöglichen.

Im Beifach: Soweit diese Kenntnisse nicht durch das Reifezeugnis oder eine Ergänzungsprüfung (Latinum, Graecum) nachgewiesen sind, ist die erfolgreiche Teilnahme an Übungen in Latein und Griechisch, die das Studium theologischer Texte ermöglichen, erforderlich.

Griechisch-römische Archäologie (BF)Latinum
  • „Grundkenntnisse“ / „passiv beherrscht“: 2 Jahre Unterricht in der Sekundarstufe oder A 2 (Endnote min. ausreichend)
  • „Kenntnis“: 4 Jahre Unterricht in der Sekundarstufe oder 3 Jahre Sekundarstufe II mit Abiturprüfung oder B2 (Endnote min. ausreichend)

Latinum und Graecum

Der Nachweis nachträglich erworbener Latein- und Griechischkenntnisse muss vor einem staatlichen Prüfungsausschuss (Regierungspräsidium) erbracht werden.

Fehlende Sprachkenntnisse in Latein und Griechisch können Sie in entsprechenden Kursen des Seminars für Klassische Philologie erwerben. Die Kursdaten dazu erhalten Sie neben vielen weiteren Hinweisen zu den Prüfungsformalitäten und -terminen sowie hilfreiche Materialien unter http://www.altphil.uni-freiburg.de/latinum.html.

Ähnliche Vorbereitungskurse werden auch von privaten Sprachschulen angeboten. Studierende der katholischen Theologie können über spezielle Angebote ihrer Fakultät Kurse zum Erwerb von Latein-, Griechisch- und Hebräischkenntnissen besuchen. Weiterreichende Informationen finden Sie auf der Homepage der Theologischen Fakultät.

Hinweis: Diese Informationen sind möglicherweise veraltet!

Studienbestandteile

Hier finden Sie weiterführende Informationen:

Das Institut für Erziehungswissenschaft ist für das Lehrangebot des Bildungswissenschaftlichen Begleitstudiums (BWB) verantwortlich. Dieses soll den Lehramtsstudierenden einen Überblick über den „Arbeitsplatz Schule“ vermitteln und sie zur Beschäftigung mit pädagogischen Grundfragen anregen.

Das BWB (insgesamt 18 ECTS-Punkte) beinhaltet zwei Vorlesungen und zwei Seminare, wobei die beiden Vorlesungen die „Einführung in die Schulpädagogik“ sowie die „Einführung in die Pädagogische Psychologie“ thematisieren. Fundiertes Wissen und Können in diesen Bereichen der ersten Phase der Lehrerbildung sind die Basis für die zweite Phase der Berufsausübung, in der die erworbenen Kompetenzen im Sinne des lebenslangen Lernens kontinuierlich weiterentwickelt werden.

Folgende inhaltliche Schwerpunkte sind vorgesehen:

  • Lehren, Lernen, Unterricht
  • Lehrerprofessionalität in der Organisation Schule
  • Bildungstheoretische und historische Grundlagen des Lehrberufs

Wir empfehlen, die beiden Vorlesungen vor dem Schulpraxissemester zu besuchen und damit die theoretische Basis für diese Praktikumsphase zu legen. Nach dem Schulpraxissemester können Sie die beiden Seminare zur Vertiefung verschiedener Fragestellungen und zur Reflexion Ihrer eigenen Praxiserfahrungen absolvieren.

Die Endnote des Bildungswissenschaftlichen Begleitstudiums zählt bei der Ermittlung der Gesamtnote der Ersten Staatsprüfung 2-fach.

Einen genaueren Überblick über Studienumfang und Studieninhalte sind folgender Tabelle zu entnehmen:

Einführung in die Schulpädagogik und Pädagogische Psychologie (6 ECTS-Punkte)
Veranstaltung
Art
P/WPECTSPL/SL
SchulpädagogikVorlesungPflicht3Studienleistung
Pädagogische PsychologieVorlesungPflicht3Studienleistung
     
Vertiefung Bildungswissenschaftliches Begleitstudium (12 ECTS-Punkte)
Veranstaltung
Art
P/WPECTSPL/SL
Vertiefungsseminar aus dem Themenbereich Lehrerprofessionalität in der Organisation SchuleSeminarWahlpflicht6Prüfungsleistung
Vertiefungsseminar aus dem Themenbereich Lehren, Lernen, UnterrichtSeminarWahlpflicht6Prüfungsleistung
Vertiefungsseminar aus dem Themenbereich bildungstheoretische und historische Grundlagen des LehrberufsSeminarWahlpflicht6Prüfungsleistung

Hinweis: Im Vertiefungsbereich müssen zwei Lehrveranstaltungen aus zwei Themenbereichen belegt werden.

Das Modul Personale Kompetenz (MPK; 6 ECTS-Punkte) ist ein Bestandteil des baden-württembergischen Studiengangs Lehramt an Gymnasien. Es soll Ihnen helfen, Ihren persönlichen Bezug zum Lehrer/innenberuf über das Fachwissenschaftliche hinaus zu vertiefen und berufs- und persönlichkeitsspezfische Handlungskompetenzen zu entwickeln.

Das MPK zielt darauf, Sie für persönlichkeitsrelevante Themen des Berufsbilds und seine spezifischen Anforderungen zu sensibilisieren, Sie auf dieser Grundlage zur Selbstreflexion anzuregen und Ihren Blick auf die Wirkzusammenhänge von Individuum, Schule und Gesellschaft zu lenken.

Die beiden praxisorientierten Seminare (je 3 ECTS-Punkte als Studienleistung) sollen Sie darin unterstützen, sich selbst auf der Grundlage Ihrer bisherigen Erfahrungen – auch und gerade aus dem Schulpraxissemester – besser kennen zu lernen und gezielt weiterzuentwickeln. Außerdem vermitteln Ihnen die Angebote unterrichtsrelevante Techniken erfolgreichen persönlichen Handelns. Sie finden Veranstaltungen u.a. zu folgenden Themenbereichen:

  • Gestaltung von Beziehungen im schulischen Kontext
  • Stimmbildung, Körpersprache und Improvisation
  • Gesprächsführung und Kommunikation
  • Arbeits- und Zeitmanagement
  • Klassenführung und Umgang mit Gruppenkonflikten

Sie können frei wählen, an welchen Seminaren Sie teilnehmen möchten. Um eine gerechte Verteilung der Veranstaltungsplätze zu gewährleisten, kommt ein elektronisches Belegverfahren mit der Abgabe von Veranstaltungsprioritäten und einem Losverfahren zum Einsatz.

Bezüglich der zeitlichen Einteilung erscheint es sinnvoll, sich in den ersten zwei Semestern auf die fachwissenschaftliche Ausbildung zu konzentrieren und mit dem Studium der lehramtsspezifischen Studienelemente einschließlich des MPK erst ab dem dritten Semester zu beginnen. Wir empfehlen, zumindest eines der beiden MPK-Seminare erst nach dem Praxissemster zu absolvieren, um gezielt auf die dort gemachten Erfahrungen reagieren zu können.

Das MPK wird über das Zentrum für Schlüsselqualifikationen (ZfS) angeboten. Ausführliche Informationen und Kontaktmöglichkeiten finden Sie unter www.zfs.uni-freiburg.de/studium/mpk.

Das Ethisch-Philosophische Grundlagenstudium (EPG; insgesamt 12 ECTS-Punkte) ist schon seit Einführung der Wissenschaftlichen Prüfungsordnung von 2001 für alle Lehramtsstudierenden verpflichtend. Ziel des EPG ist es, zukünftige Lehrer/innen für wissenschafts- und berufsethische Probleme zu sensibilisieren, ihnen grundlegende ethische Kenntnisse und Argumentationskompetenzen zu vermitteln und ihnen ein ethisch reflektiertes Wissenschaftsverständnis nahe zu bringen.

Es werden zwei Veranstaltungen à 6 ECTS-Punkten angeboten: Das Einführungsseminar (EPG I) beschäftigt sich vornehmlich mit allgemeinen ethisch-philosophischen Grundfragen, das vertiefende EPG II-Seminar stellt fach- oder berufsethische Themen in den Vordergrund. Die vorgeschriebenen Lehrveranstaltungen können auch außerhalb der Fächerkombination des Bewerbers/der Bewerberin besucht werden. Im gesamten EPG-Bereich gibt es nur schriftliche Prüfungsleistungen. Als Voraussetzung zur Zulassung zur Ersten Staatsprüfung muss jeweils eine Lehrveranstaltung jeden Typs erfolgreich besucht worden sein, d. h. es müssen zwei benotete EPG-Leistungsnachweise (EPG I und EPG II) vorgelegt werden. Bei der Berechnung der Endnote der Ersten Staatsprüfung zählt die Endnote im Ethisch-Philosophischen Grundlagenstudium 1-fach.
Es wird empfohlen, die EPG I-Veranstaltung vor dem Schulpraxissemester zu absolvieren. Dagegen sollte die EPG II-Veranstaltung danach besucht werden, weil zu diesem Zeitpunkt ein tieferer Einblick in die Hauptfächer vorliegt und damit die Teilnahme an einer EPG II-Veranstaltung zu fach- bzw. berufsethischen Fragestellungen einen größeren Gewinn verspricht.

Einen genaueren Überblick über Studienumfang und Studieninhalte sind folgender Tabelle zu entnehmen:

Modul Ethisch-Philosophisches Grundlagenstudium 1 (EPG 1) (6 ECTS-Punkte)
Veranstaltung
Art
P/WPECTSPL/SL
Lehrveranstaltung aus dem Bereich Ethisch-philosophsche GrundfragenSeminar, Übung, Vorlesung+Übung, VorlesungPflicht6Prüfungsleistung
     
Modul Ethisch-Philosophisches Grundlagenstudium 2 (EPG 2) (6 ECTS-Punkte)
Veranstaltung
Art
P/WPECTSPL/SL
Lehrveranstaltung aus dem Bereich Fach- bzw. berufsethische FragenSeminar, Übung, Vorlesung+Übung, VorlesungPflicht6Prüfungsleistung

Unter Didạktik versteht man heute allgemein die Wissenschaft vom Lehren und Lernen (Unterrichtslehre) oder die Theorie der Bildungsinhalte und des Lehrplans.

Fachdidaktik befasst sich mit der Reflexion und Gestaltung von Lernprozessen, d.h. sie beschäftigt sich wissenschaftlich mit der Planung, Durchführung und Analyse des Unterrichtens im jeweiligen Fach. In der Fachdidaktik geht es um die Auswahl, Legitimation und didaktische Reduktion von Lerngegenständen, die Festlegung und Begründung von Zielen des Unterrichts, die methodische Strukturierung von Lernprozessen sowie die Berücksichtigung der Handlungsbedingungen der Lehrenden und Lernenden. Sie fragt also nach dem Was (Was soll gelehrt und gelernt werden?), nach dem Warum (Warum soll etwas gelehrt oder gelernt werden?) und nach dem Wie (Wie soll etwas gelehrt oder gelernt werden?). Eingebunden in die Fachwissenschaft, sucht sie geeignete Inhalte und Erkenntnisse für Lernprozesse nutzbar zu machen, das heißt konkret, sie wählt geeignete Inhalte und Vermittlungsmethoden aus und passt diese den Fähigkeiten der Adressatengruppe an.

In den fachdidaktischen Übungen, die an baden-württembergischen Universitäten in der Regel von gymnasialen Lehrkräften geleitet werden,  können die Anordnung, Vermittlung und Problematisierung der Lernbereiche und ihre Aufbereitung in Unterrichtsmaterialien geübt werden. In der Regel besuchen Sie pro Fach zwei Lehrveranstaltungen zur Fachdidaktik (je 10 ECTS-Punkte). Die im Studium vermittelten Grundlagen für eine professionelle pädagogische Reflexions- und Handlungsfähigkeit können damit wesentlich verbessert werden.

Bei der Ermittlung der Endnote des Ersten Staatsexamens zählt die Endnote der Fachdidaktik pro Hauptfach jeweils 1-fach.

Betriebs- und Sozialpraktikum – allgemein bildende Gymnasien

Als Voraussetzung für die Zulassung zum Vorbereitungsdienst (Referendariat) wird von zukünftigen Referendaren und Referendarinnen ein Betriebs- oder Sozialpraktikum gefordert (für Lehramtsstudierende ohne das Fach Sport). Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie ein unbezahltes Praktikum absolvieren oder einer bezahlten Tätigkeit nachgehen. Eine entsprechende Praktikumsbescheinigung ist zusammen mit den Bewerbungsunterlagen beim Regierungspräsidium Freiburg einzureichen. Das Formular für die Bescheinigung sowie genauere Informationen finden Sie sowohl auf der ZLB-Homepage als auch unter www.vorbereitungsdienst-lehramt-bw.de (unter Gymnasien). Für Lehramtsstudierende mit dem Fach Sport ist dagegen ein Vereinspraktikum erforderlich. Näheres dazu entnehmen Sie bitte dem Punkt Vereinspraktikum (s. u.).

Im Betriebs- und Sozialpraktikum sollen zukünftige Lehrkräfte am Gymnasium Einblicke in außerschulische Lebens- und Arbeitsfelder gewinnen, in denen sich Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene heute bewegen. Somit soll der Weg von der Schule über die Universität zurück in die Schule wenigstens für einige Wochen durchbrochen und ein Blick über den eigenen Tellerrand ermöglicht werden. So lernen Sie in einem Betriebspraktikum die sich wandelnden Anforderungen in Wirtschaft und Berufswelt kennen, erhalten praktische Einblicke in wirtschaftliche und betriebliche Zusammenhänge und in die Ausbildung. Diese Erkenntnisse über die Berufswelt außerhalb des Schulalltags können Sie bei der Gestaltung Ihres Unterrichts berücksichtigen und Schüler/innen wie Eltern in Bezug auf die Schul- und Berufswahl besser beraten. Ein Sozialpraktikum ermöglicht es dagegen, die Kinder und Jugendlichen auch außerhalb der Schule zu erleben und die Arbeitsweisen in den verschiedenen Einrichtungen kennen zu lernen.

Für das Sozialpraktikum kommen nur außerschulische Institutionen in Frage, in denen die Arbeit mit Kindern und/oder Jugendlichen im Vordergrund steht, z.B.

  • Freizeiteinrichtungen,
  • Jugendämter, Jugendeinrichtungen, Berufsberatungsstellen,
  • Jugendkammern bei Gerichten,
  • Heime (z.B. mit sonderpädagogischer Ausrichtung),
  • kirchliche Einrichtungen, die auf die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ausgerichtet sind.

Das Betriebs- oder Sozialpraktikum muss einen Umfang von insgesamt mindestens vier Wochen (Vollzeitbeschäftigung) am Stück oder von mindestens 200 Stunden innerhalb eines längeren Zeitraums haben. Der Zeitpunkt des Praktikums ist nicht festgelegt.

Außerdem müssen Sie Ihr Betriebs- oder Sozialpraktikum eigenverantwortlich organisieren!

Auf Antrag können als einem Betriebs- oder Sozialpraktikum gleichwertig anerkannt werden:

  • eine abgeschlossene Berufsausbildung oder
  • eine regelmäßige Tätigkeit während längerer Zeit im Umfang von mindestens 200 Stunden (innerhalb höchstens eines Jahres) in einem Betrieb, einer Behörde oder in einer gemeinnützigen Einrichtung oder
  • eine ehrenamtliche Tätigkeit mit Kindern oder Jugendlichen (außerschulischer Bereich) im Umfang von insgesamt mindestens 25 Tagen oder 200 Stunden.

Der Antrag ist an das Regierungspräsidium Freiburg zu richten; fügen Sie bitte eine entsprechende Bescheinigung bei. Zeiten des Wehr- oder Zivildienstes, Au-Pair-Tätigkeiten oder eine Tätigkeit als Fremdsprachenassistent/in werden wegen ihrer spezifischen Zielstellung nicht als gleichwertig anerkannt!

Sollten Sie hierzu noch weitere Fragen haben, so wenden Sie sich bitte an Frau Miriam Satici im Regierungspräsidium Freiburg, Abteilung 7 – Schule und Bildung, 79095 Freiburg, Postfach; E-Mail: miriam.satici@rpf.bwl.de; Tel: 0761/208-6081.


Betriebspraktikum – Berufliche Schulen

Bewerber/innen, welche die Wissenschaftliche oder die Künstlerische Prüfung für das Lehramt an Gymnasien abgelegt haben, müssen als Voraussetzung für den Vorbereitungsdienst eine dem Lehramt dienliche Betriebspraxis von mindestens drei Monaten nachweisen. Genauere Informationen finden Sie unter: www.vorbereitungsdienst-lehramt-bw.de (unter Berufliche Schulen). Für persönliche Fragen steht Frau Renate Laurent im Regierungspräsidium Freiburg zur Verfügung. E-Mail: renate.laurent@rpf.bwl.de; Tel: 0761/208-6083.


Vereinspraktikum

Studierende mit einer Fächerkombination, die das Fach Sport beinhaltet, müssen statt des Betriebs- und Sozialpraktikums ein Vereinspraktikum im Umfang von mindestens 24 Übungsdoppelstunden in einem Zeitraum von drei bis sechs Monaten absolvieren. In der Regel wird von einer halbjährigen Tätigkeit bei einem Umfang von zwei Stunden pro Woche ausgegangen. Mit ungefähr fünf Stunden soll die Verwaltungsarbeit des Vereins und dessen Struktur Inhalt des Praktikums sein. Es kann durchgängig oder in zwei Abschnitten von jeweils drei Monaten Dauer abgeleistet werden. Es ist auch möglich, das Praktikum bis auf drei Monate zu verkürzen, wenn die geforderte Mindeststundenzahl eingehalten werden kann. Das Vereinspraktikum kann erlassen werden, wenn der/die Studierende über die gültige Lizenz eines/einer nebenberuflichen Übungsleiters/-leiterin  A oder F oder Trainerlizenzen der Fachverbände einen Nachweis erbringen kann und diesen der Bescheinigung des Vereinspraktikums beifügt. Dann ist aber ein vom Verein bestätigter Nachweis erforderlich, dass der/die Lizenzinhaber/in eine Vereinsgruppe in dem geforderten Umfang betreut hat. Für die Ableistung des Vereinspraktikums können Sie einen beliebigen Sportverein frei wählen. Beachten Sie jedoch: Das Vereinspraktikum ist bereits bei der Meldung zur Wissenschaftlichen Prüfung nachzuweisen!

Hinweis: Für Bewerbungen zum Vorbereitungsdienst mit Beginn 2012 wird ab 2011 ein Nachweis über eine entsprechende Rettungsfähigkeit im Schwimmunterricht (Deutsches Rettungsschwimmer-Abzeichen Silber) gefordert.



Anerkennung des Betriebs- und Sozialpraktikums

Für die Anerkennung des Betriebs- und Sozialpraktikums für den Vorbereitungsdienst an Gymnasien ist Frau Satici vom Regierungspräsidium Freiburg zuständig.

Allgemeinbildendes Gymnasium / Regierungspräsidium Freiburg – Eisenbahnstraße 68

Frau Satici

E-Mail:

Tel. 0761 208-6000

miriam.satici@rpf.bwl.de

Für spezielle Nachfragen bezüglich der Anforderungen des Betriebspraktikums für berufliche Schulen, gibt Ihnen Frau Laurent Auskunft

Berufliches Schulwesen / Regierungspräsidium Freiburg – Eisenbahnstraße 68

Frau Laurent

E-Mail:

Tel. 0761 208-6083
(Mo-Fr nach telefonischer Rücksprache)
renate.laurent@rpf.bwl.de

Studienaufbau des Fachstudiums

Informationen zum Aufbau des Fachstudiums finden Sie in den Prüfungsordnungen und Studienverlaufsplänen der jeweiligen Fächer.

Hilfreiche Links:

Schulpraxissemester

Das Schulpraxissemester (SPS) ist Bestandteil des gymnasialen Lehramtsstudiums und gemäß § 9 GymPO I verpflichtend für alle Lehramtsstudierenden in Baden-Württemberg. Sein Bestehen ist Voraussetzung für die Zulassung zur Ersten Staatsprüfung für das höhere Lehramt an Gymnasien und Beruflichen Schulen. Es besteht aus einem 13-wöchigen Praktikum an einem allgemein bildenden Gymnasium oder an einer beruflichen Schule in Baden-Württemberg sowie pädagogisch-psychologischen und fachdidaktischen Begleitveranstaltungen an einem Staatlichen Seminar für Didaktik und Lehrerbildung (Gymnasien oder Berufliche Schulen) in Baden-Württemberg.

In Bezug auf das Praxissemester im Rahmen der Lehrerausbildung kooperieren zwar die Universitäten, Hochschulen, Studienseminare und Schulen bei der Ausbildung und Betreuung der Praktikanten, für die Organisation und Durchführung des Schulpraktikums selbst sind jedoch ausschließlich die Staatlichen Seminare für Didaktik und Lehrerbildung – also nicht die Universitäten – zuständig. Genaue Informationen erhalten Sie daher unter dem gemeinsamen Internet-Eingangsportal aller baden-württembergischen Seminare unter www.seminare-bw.de.

Ziel des Schulpraxissemesters ist eine stärkere Verzahnung der Ausbildungsphasen durch eine frühe Auseinandersetzung mit berufsfeldbezogenen Fragen der Pädagogik und Fachdidaktik. Mit der strukturellen Verbindung von praktischer Erfahrung an der Schule und theoretischer Reflexion in den Begleitveranstaltungen der Studienseminare dient das Praxissemester daher der Berufsorientierung und Berufsqualifizierung. Es zielt auf eine Stärkung des Bezugs zur Schulpraxis bei den Studierenden und ermöglicht ihnen ein frühzeitiges Kennenlernen des gesamten Tätigkeitsfeldes Schule unter professioneller Begleitung. Der Schulalltag mit den verschiedenen Unterrichtssituationen, Lehrerprofilen, aber auch den spezifischen Belastungen des Berufs wird von den Studierenden unmittelbar erfahren. Einblicke in das Lern-, Sozial- und Freizeitverhalten von Schülern und Schülerinnen sowie in das schulische Umfeld ermöglichen es den Studierenden, ihre Eignung für den Beruf als Lehrer/in stärker zu reflektieren. Erfahrungen in der Schule mit bis dahin vielleicht weniger beachteten Themenfeldern können somit zu einer gezielten Schwerpunktsetzung im weiteren Studium beitragen. Aus diesem Grund ist das SPS im fünften Semester gut angesiedelt.

Das SPS muss als Modul, belegt mit 16  ECTS-Punkten, bestanden werden, kann aber bei Nichtbestehen nach einem Jahr noch einmal an einer anderen Schule wiederholt werden. Am Ende muss den Studierenden von der Schulleitung auf der Basis einer schriftlichen Beurteilung durch die Ausbildungslehrkraft im Einvernehmen mit dem beteiligten Studienseminar für Didaktik und Lehrerbildung das Bestehen bzw. Nichtbestehen attestiert werden. Entsprechende Kriterien (siehe Tabelle) werden den Schulen durch eine Handreichung des KM vorgegeben. Konkret bedeutet dies, dass die Studierenden eine Beurteilung darüber erhalten, ob bei ihnen im Hinblick auf eine spätere Lehrertätigkeit die ihrem Ausbildungsstand entsprechenden Grundlagen bezüglich didaktisch-methodischer und persönlicher Kompetenzen in hinreichender Weise erkennbar sind. Ziel ist es, für den Lehrerberuf offensichtlich ungeeignete Personen frühzeitig in andere Bahnen zu lenken.

Didaktisch-methodische Kompetenzen
 Die Praktikantin/der Praktikant
Interesseist am Inhalt ihrer/seiner Fächer und ihrer motivierenden Vermittlung erkennbar interessiert,
Methodenbewusstseinverfügt über grundlegende Unterrichtsmethoden und entwickelt ein zunehmendes Bewusstsein für deren Bedeutung im Lernprozess,
Strukturiertheitlässt erkennen, dass er/sie Unterricht nach Zielen, Inhalten und Methoden differenzieren und sachgerecht strukturieren kann,
Reflexionsfähigkeitist zur Analyse der eigenen Unterrichtsversuche und zur reflexiven Auseinandersetzung damit fähig und für Kritik offen.
  
Personale Kompetenzen
 Die Praktikantin/der Praktikant
Haltung und Auftreten
ist engagiert, zuverlässig, selbstständig, kooperativ, kollegial, zeigt im Umgang mit den Schülern/innen Interesse, Verständnis und Humor, fühlt sich angemessen verantwortlich für unterrichtliche und schulische Erfordernisse und ist konsensorientiert, ist begeisterungsfähig und offen für Neues,
Sprache und Kommunikationsfähigkeit
ist zu differenziertem, überzeugendem Ausdruck fähig und kann eigene Vorstellungen vermitteln, bewältigt sprachlich/stimmlich Einzel-, Gruppen-, Klassengespräche, ist fähig, Äußerungen von Schülern und Kollegen zu verstehen und auf sie angemessen zu reagieren,
Emotionale Ausgeglichenheit und Belastbarkeit
kann belastende Situationen bewältigen, geht mit Misserfolgen offensiv und konstruktiv um, kann Zeit effektiv einteilen und sich im schulischen Alltag organisieren,
Erzieherisches Wirkenist sich ihrer/seiner Bedeutung als Vorbild in allen Bereichen bewusst, vermittelt den Schülern/innen individuelle Wertschätzung und Wahrnehmung ihrer Stärken, verfügt über Taktgefühl.

Das SPS wird in Blockform abgeleistet und kann wahlweise in allgemein bildenden Gymnasien oder beruflichen Schulen in Baden-Württemberg absolviert werden. Es beginnt mit dem neuen Schuljahr im September und endet vor den Weihnachtsferien. Das Praktikum umfasst insbesondere die Begleitung des Unterrichts (Hospitation von etwa 10 Unterrichtsstunden pro Woche, Teilnahme an der Unterrichtstätigkeit im Umfang von insgesamt 30 Unterrichtsstunden), die Teilnahme an sonstigen schulischen Veranstaltungen wie Konferenzen, Elternabenden usw. und die Teilnahme an außerunterrichtlichen Veranstaltungen wie Schulfeiern, Sporttage, Landheim usw.). Zudem muss am Ende ein Praktikumsbericht vorgelegt werden.

Angesichts der vom Kultusministerium prognostizierten schlechteren Einstellungschancen im Bereich des allgemein bildenden Gymnasiums im Vergleich zum beruflichen Schulwesen bietet sich als interessante Alternative das Schulpraxissemester an einer beruflichen Schule an. Zum einen lernen Sie dabei das breite Spektrum dieses Schultyps und die sich daraus ergebenden Anforderungen an die dort tätigen Lehrkräfte aus erster Hand kennen, zudem könnte sich das Unterrichten an einer beruflichen Schule aufgrund der dort gemachten Erfahrungen als echte Alternative zur Tätigkeit an einem allgemein bildenden Gymnasium herausstellen. Außerdem sind die Chancen auf einen Praktikumsplatz an einer beruflichen Schule in Freiburg und Umgebung in der Regel deutlich höher als bei den allgemein bildenden Gymnasien.

Hinweis: Für Ihre Meldung zur Wissenschaftlichen Prüfung ist es unerheblich, ob Sie das Schulpraxissemester an einem allgemein bildenden Gymnasium oder an einer beruflichen Schule absolviert haben. Genauso wenig treffen Sie damit schon eine Vorentscheidung für Ihren späteren Berufsweg!

Nähere Informationen:

Rahmenbedingungen

  • Die Ausbildung kann nur in den Fächern stattfinden, die an der jeweiligen Schule angeboten werden.
  • Ist aufgrund der Fächerkombinationen der Bewerber oder aus anderen wichtigen Gründen ein ordnungsgemäßer Unterrichtsbetrieb oder eine ordnungsgemäße Ausbildung an einer Schule nicht möglich, können Bewerber an andere Schulen verwiesen werden.
  • Das Weisungsrecht und die Aufsichtspflicht gegenüber den Praktikantinnen und Praktikanten liegt bei der Schulleitung und den von ihr Beauftragten (Ausbildungslehrern und Mentoren).
  • Am Ende des Praktikums in der Schule steht eine mündliche Abschlussberatung mit schriftlicher Zusammenfassung durch die Schulleitung bzw. die Ausbildungslehrerin oder den Ausbildungslehrer. Die Schule stellt die Teilnahmebescheinigung für das Praxissemester aus. Diese ist dem Landeslehrerprüfungsamt bei der Meldung zum Ersten Staatsexamen, bei den Studiengängen zum höheren Lehramt für berufliche Schulen dem Prüfungsamt der Hochschule, vorzulegen.
  • Für die Praktikanten besteht Unfallversicherungsschutz gemäß § 2 SGB VII.

Ausbildungslehrerinnen und -lehrer

Die Ausbildungslehrerinnen und -lehrer nehmen im Auftrag der Schulleitung Betreuungs-, Beratungs- und Organisationsaufgaben an der Schule wahr und halten Verbindung zu den Staatlichen Seminaren und, soweit möglich, zu den Hochschulen. Alle Tätigkeiten der Praktikantinnen und Praktikanten an der Schule werden mit der Ausbildungslehrerin oder dem Ausbildungslehrer abgestimmt.

Tätigkeitsfelder

Teilnahme am Schulleben:

  • Unterricht: Hospitation, Unterrichtsassistenz, eigene Unterrichtsversuche
  • Schulische Veranstaltungen: Konferenzen, Elternabende etc.
  • außerunterrichtliche Veranstaltungen: Schulfeiern, Sporttage, Landheime etc.
  • Partner der Schule: andere Schularten, Wirtschaft, Jugendeinrichtungen etc.

Teilnahme an den regelmäßig stattfindenden Ausbildungs- und Betreuungsveranstaltungen der Ausbildungslehrerin oder des Ausbildungslehrers und der Schule.

Führen eines Berichtshefts und Erstellen eines Abschlussberichts:

  • Beschreibung der Ausbildungsinhalte in ihrer Abfolge
  • Arbeitsaufträge der Ausbildungslehrerinnen und –lehrer und ggf. der Seminarlehrkräfte mit einer Dokumentation über ihre Erledigung
  • Dokumentation der Vorbereitung und Durchführung eigener Unterrichtsversuche
  • Reflexion über die eigenen Erfahrungen

Die unterrichtliche Praxis wird in regelmäßigen Begleitveranstaltungen der Studienseminare zur Pädagogik und Pädagogischen Psychologie sowie zu den Fachdidaktiken aufgearbeitet, welche in verschiedenen Organisationsformen (halbtägige oder ganztägige Veranstaltungen) an geeigneten Schulen oder vergleichbaren Einrichtungen vor Ort durchgeführt werden.

Die fachdidaktischen Lehrveranstaltungen finden in fachbezogenen Gruppen oder in Gruppen affiner Fächer statt und dienen der Erarbeitung fachdidaktischer Grundfragen. Diese Veranstaltungen können für Fächer, in denen die Zahl der Praktikanten gering ist, auch seminarübergreifend organisiert werden.

Die Seminare erstellen einen Detailplan für den seminaristischen Teil der Betreuung der Praktikanten und teilen diesen den Schulen vor dem Ende des Schuljahres für das neue Schuljahr mit.

Die Anmeldung zum Schulpraxissemester erfolgt ausschließlich online unter www.praxissemester-bw.de. Der Anmeldezeitraum variiert von Jahr zu Jahr (Beginn immer erster Montag nach den Osterferien). Die Anmeldungen zum Schulpraxissemester werden von den Schulen ab dem zweiten Tag des Anmeldezeitraums bearbeitet. In der Regel ist die Fächerkombination für die Auswahl der Praktikanten und Praktikantinnen das entscheidende Kriterium, in einigen Fällen auch die Anzahl der Fachsemester.

Auch die Anmeldung zum erforderlichen vierwöchigen Praktikum nach dem Schulpraxissemester an einer Deutschen Schule im Ausland oder einer Assistenzzeit (PAD) erfolgt auf dem gleichen Wege und innerhalb des gleichen Zeitraums. Tipps: Unbedingt die Homepages der Schulen nach Fächerprofil/Angeboten durchforsten. Da die Plätze an Gymnasien in Freiburg und Umgebung nach ein bis zwei Tagen vergeben sind, ist die Anmeldung an einer weiter entfernt liegenden Schule zu empfehlen, die nicht so überlaufen ist und daher eine günstigere Betreuungsrelation bieten kann.

Da Zu- und Absagen zeitnah an Sie zurückgemeldet werden, sollten Sie nach Ihrer Meldung per E-Mail erreichbar sein, um im Falle einer Absage sofort eine erneute Bewerbung für eine andere Schule durchführen zu können. Sie dürfen sich bis zum Eingang der Rückmeldung der Schule bei jedem Anmeldevorgang nur für eine Schule anmelden.

Für das Semester, in dem Sie Ihr SPS durchführen, werden Sie nicht beurlaubt, da diese Praktikumsphase integrativer Bestandteil des Lehramtsstudiums ist.

Auf der Seite des Kultusministeriums finden Sie außerdem:

Das Staatliche Seminar für Didaktik und Lehrerbildung (Gymnasien und Sonderschulen) Freiburg stellt auf seiner Homepage zum Praxissemester Informationenen zur Verfügung, darunter auch den Leitfaden zum Praxissemester für Studierende.

Das Staatliche Seminar für Didaktik und Lehrerbildung (Berufliche Schulen) Freiburg stellt ebenfalls Informationen und einen Leitfaden zum Praxissemester für Studierende bereit.

Nicht nur für zukünftige Fremdsprachenlehrer/innen ist es sinnvoll, Erfahrungen in anderen Ländern zu sammeln. Auch Studierende anderer Fächer profitieren von einem Blick über den eigenen Tellerrand, indem sie zum Beispiel das Schulpraxissemester an einer Deutschen Schule im Ausland absolvieren.

Der folgende Abschnitt gibt Auskunft über verschiedene Alternativen, das Schulpraxissemester in Baden-Württemberg durch eine Unterrichtstätigkeit im Ausland zu ersetzen.

Bitte beachten Sie, dass die folgenden Informationen für Studierende nach GymPO I gelten. Die Regelungen für Studierende im Bachelor-Master-System können hiervon abweichen!

Hinweis: Aufgrund der Bestehensklausel beim SPS müssen die letzten vier Wochen an einer baden-württembergischen Schule absolviert sowie die Begleitveranstaltungen an dem entsprechenden Staatlichen Seminar für Didaktik und Lehrerbildung in vollem Umfang besucht werden. Bitte beachten Sie hierzu die Informationen des Landeslehrerprüfungsamts (pdf).

Fremdsprachenassistenz (Pädagogischer Austauschdienst/PAD)

Angehende Fremdsprachenlehrer/innen können im Rahmen dieses Programms im Land ihrer Zielsprache (z.B. Belgien, Großbritannien, Irland, Italien, Kanada, Spanien und USA) praxisnahe Erfahrungen sammeln. Der Austauschdienst dauert 7-10 Monate und beginnt im September oder Oktober (Australien, Neuseeland im Januar bzw. Februar). Ihre Bewerbung richten Sie bitte an:

Regierungspräsidium Freiburg,
Abteilung Schule und Bildung, Referat 77
z. Hd. Frau Andrea Kullmann
Postfach
79095 Freiburg

Anmeldeschluss ist der 1. Dezember (USA: 1. November). Um als Ersatz für das SPS anerkannt zu werden, muss die Assistentenzeit mindestens sechs Monate betragen und es müssen mindestens zehn Assistenzstunden pro Woche, und zwar im Sekundarbereich, absolviert werden. Dies ist insofern sinnvoll, als eine PAD-Lehrkraft in der Regel im Ausland nicht die eigenen Fächer, sondern Deutsch als Fremdsprache unterrichtet. Zudem wurde im Rahmen der Einführung des SPS das Referendariat von zwei auf eineinhalb Jahre gekürzt; damit wurden pädagogisch-fachdidaktische Lehrveranstaltungen aus dem Vorbereitungsdienst ins SPS vorgezogen.

Genauere Informationen und Bewerbungsunterlagen zum PAD-Programm finden Sie auf der Website der KMK.

Fremdsprachenassistenz über andere Programme

Bei einer Tätigkeit als Fremdsprachenassistent/in, die nicht über den PAD vermittelt wird, muss die Schule schriftlich bestätigen, dass der Aufenthalt mindestens sechs Monate umfasste und zehn Stunden pro Woche im Sekundarbereich unterrichtet wurden. Über die Anerkennung entscheidet das Landeslehrerprüfungsamt, mit dem Sie sich rechtzeitig in Verbindung setzen müssen:

Landeslehrerprüfungsamt Freiburg, Herr Winfried Stein: winfried.stein@rpf.bwl.de.

Tätigkeit an einer Deutschen Schule im Ausland

Studierende aller Fächer können ihr Praxissemester an einer Deutschen Schule im Ausland absolvieren. Die Schüler/innen sollten allerdings in etwa dem Alters- und Leistungsbereich angehören, der dem angestrebten Lehramt entspricht. Die jeweils aktuellste Liste Deutscher Auslandsschulen finden Sie über die Online-Anmeldeseite für das Praxissemester: www.praxissemester-bw.de.

Wichtig:

  • Für das Auslandspraxissemester gelten dieselben Bestimmungen wie für das SPS in Baden-Württemberg.
  • Das Praktikum muss mindestens neun Wochen am Stück dauern; dies muss die Schule bestätigen.
  • Zusätzlich ist ein Praktikumsbericht vorzulegen.
  • Auch hier müssen die letzten vier Wochen an einer Schule in Baden-Württemberg absolviert und die Begleitveranstaltungen besucht werden.

Interessante und hilfreiche Links

Studienbegleitendes Prüfungssystem

Im Studiengang Lehramt an Gymnasien sind in den beiden Hauptfächern und ggf. in einem Erweiterungsfach sowie im Bildungswissenschaftlichen Begleitstudium, im Ethisch-Philosophischen Grundlagenstudium und in Fachdidaktik studienbegleitende Prüfungen abzulegen, die dem Erwerb von ECTS-Punkten dienen und deren Noten zu 70% in die Endnote der Ersten Staatsprüfung eingehen. Die restlichen 30% der Endnote ergeben sich aus der Wissenschaftlichen Prüfung (Wissenschaftliche Arbeit und mündliche Abschlussprüfungen). Examensklausuren entfallen in Zukunft. Bevor eine studienbegleitende Prüfung abgelegt werden kann, ist es zwingend erforderlich, sich hierfür formgerecht und fristgemäß beim jeweils zuständigen Prüfungsamt anzumelden.

Es gibt auch Lehrveranstaltungen, in denen keine studienbegleitende Prüfungen abzulegen sind; der Erwerb der vorgesehenen ECTS-Punkte erfolgt in diesem Falle durch das Erbringen von reinen Studienleistungen (z.B. im MPK).

Mit dem System der studienbegleitenden Prüfungen soll ein kontinuierliches Lernen gefördert werden.

Die Orientierungsprüfung soll nachweisen, dass die Studierenden erfolgreich grundlegende Kenntnisse und Kompetenzen in ihren Fächern erworben und somit ihre grundsätzliche Eignung bewiesen haben. Die Orientierungsprüfungsleistungen sind in der Regel bis zum Ende des 2. Semesters zu erbringen.

Über Zulassungsvoraussetzungen, Inhalt und Umfang der Prüfungsleistungen bzw. ggf. weitere erforderliche Studienleistungen informieren Sie sich bitte anhand der jeweiligen fachspezifischen Bestimmungen der Studien- und Prüfungsordnung.

Bei einer Drei-Fächer-Kombination ist für das Erweiterungsfach  keine Orientierungsprüfung erforderlich. Dies gilt auch für das Beifach, das als wissenschaftliches Fach in Verbindung mit einem künstlerischen Fach studiert wird.

Die Zwischenprüfungsleistungen sind in der Regel bis zum Ende des 4. Fachsemesters für die ersten beiden Hauptfächer des Lehramtsstudiums zu erbringen. Dies gilt auch für das wissenschaftliche Fach, das in Verbindung mit einem künstlerischen Fach studiert wird. Mit diesen Leistungen müssen die Studierenden nachweisen, dass sie die für eine erfolgreiche Weiterführung des Studiums notwendigen fachlichen und methodischen Grundlagen sowie die ggf. erforderlichen Sprachkenntnisse erworben haben.

Bei einer Drei-Fächer-Kombination ist für das Erweiterungsfach keine Zwischenprüfung erforderlich. Dies gilt auch für das Beifach, das als wissenschaftliches Fach in Verbindung mit einem künstlerischen Fach studiert wird.

Allgemeine Informationen zur Zwischenprüfung entnehmen Sie bitte § 22 der StPO LA. Über Zulassungsvoraussetzungen, Inhalt und Umfang der Prüfungsleistungen bzw. ggf. weitere erforderliche Studienleistungen informieren Sie sich bitte anhand der jeweiligen fachspezifischen Bestimmungen der Studien- und Prüfungsordnung.

Jeder/Jede Lehramtsstudierende muss in einem seiner/ihrer beiden Hauptfächer eine Wissenschaftliche Arbeit im Umfang von 20 ECTS-Punkten anfertigen. Bei der Ermittlung der Gesamtnote der Ersten Staatsprüfung zählt die Note der Wissenschaftlichen Arbeit 3-fach.

In der Wissenschaftlichen Arbeit wird nachgewiesen, dass ein Thema mit den Methoden und Hilfsmitteln des Fachs sachgerecht bearbeitet werden kann. Sie kann in jedem der studierten Hauptfächer – mit Ausnahme des Fachs Bildende Kunst (siehe dazu § 17 GymPO I) – geschrieben werden. Bei Fächerverbindungen mit Musik wird die Arbeit im Fach Musik angefertigt.

Das Thema ist so zu stellen, dass vier Monate zur Ausarbeitung genügen. Zudem kann es frühestens nach dem Bestehen der Zwischenprüfung durch einen/eine von dem/der Studierenden gewählte/n Universitätsdozenten/dozentin, der/die als Prüfer/in vom Landeslehrerprüfungsamt (LLPA) Freiburg  bestellt ist, vorgeschlagen werden. Nach Billigung des Themas durch das LLPA wird es von diesem vergeben und dem/der Studierenden vor Beginn der mündlichen Prüfung bekannt gegeben. D.h. die Anmeldung des Themas und der Tag der Vergabe müssen vor der mündlichen Prüfung vom LLPA bestätigt werden. Das LLPA empfiehlt dringend, die Wissenschaftliche Arbeit mindestens vier Wochen vor der mündlichen Prüfung anzumelden. Diese Regelung hat zur Konsequenz, dass die Wissenschaftliche Arbeit auch nach der mündlichen Prüfung abgegeben werden kann.* Dennoch rät das LLPA im Hinblick auf den Herbsttermin zur Vorsicht: Der Vorbereitungsdienst beginnt im Januar und das Zeugnis über die Erste Staatsprüfung muss bis Mitte Dezember dem Regierungspräsidium vorliegen. Daher empfiehlt das LLPA im Sinne einer gedeihlichen Prüfungsvorbereitung, die Wissenschaftliche Arbeit vor der Wissenschaftlichen Prüfung anzufertigen. Das Semester und/oder die Semesterferien vor dem Prüfungssemester bieten sich hierzu an.
Wird das Thema der Wissenschaftlichen Arbeit nicht fristgerecht bis zum Beginn der mündlichen Prüfung angemeldet, ist diese nicht bestanden, wenn die Fristversäumnis vom Bewerber/von der Bewerberin zu vertreten ist.

Bereits erstellte Dissertationen, Diplom-, Magister- und Masterarbeiten können nach Absprache mit dem jeweiligen Universitätsinstitut auf Antrag beim LLPA als Wissenschaftliche Arbeit für das Lehramt am Gymnasium anerkannt werden.

Weitere allgemeine Hinweise zur Wissenschaftlichen Arbeit finden Sie unter § 16 GymPO I.

* In den Fächern Biologie, Chemie, Geographie und Physik kann  auf begründeten Vorschlag der Fächer die Anfertigung der Wissenschaftlichen Arbeit auch nach der mündlichen Prüfung, spätestens jedoch im Anschluss an die mündliche Prüfung im zweiten Fach gestattet werden.

Es gibt eine Neuregelung zur Anmeldung der Wissenschaftlichen Arbeit seit dem Prüfungstermin Herbst 2010!

Das bedeutet:

  1. Das Prüfungsamt gibt künftig das Thema vor Beginn der mündlichen Prüfung dem Studierenden bekannt.
  2. Das Thema der Wissenschaftlichen Arbeit sollte spätestens 4 Wochen vor der mündlichen Prüfung beim Prüfungsamt gemeldet sein. Der verbindliche späteste Melde- bzw. Bekanntgabetermin des Themas der Wissenschaftlichen Arbeit wird vom Prüfungsamt festgesetzt.
  3. Wird das Thema nicht spätestens bis zu dem betreffenden Termin (mit Formblatt) angemeldet, ist die Wissenschaftliche Arbeit nicht bestanden, wenn die Fristversäumnis vom Bewerber zu vertreten ist.
  4. Wird die Wissenschaftliche Arbeit zum Herbstermin verfasst, muss bedacht werden, dass die Bearbeitungszeit sehr knapp ist.  Der Vorbereitungsdienst beginnt nämlich schon im Januar und das Zeugnis über die Wissenschaftliche Prüfung (einschließlich Wissenschaftlicher Arbeit) muss daher bis Mitte Dezember dem Regierungspräsidium vorliegen.
  5. Wird die Wissenschaftliche Arbeit in einem der Fächer Biologie, Chemie, Geographie oder Physik angefertigt, muss die Meldung innerhalb eines Monats nach der mündlichen Prüfung im 2. Hauptfach beim Prüfungsamt eingegangen sein.
  6. Die Arbeit muss also in allen Fällen nicht mehr spätestens vor der mündlichen Prüfung abgegeben und begutachtet worden sein. Dies führt zu einer spürbaren Entlastung für alle Seiten und nimmt den Druck kurz vor der mündlichen Prüfung.
    Dennoch ist es besonders für den Herbsttermin zu empfehlen, die Wissenschaftliche Arbeit vor der letzten mündlichen Prüfung anzufertigen (außer bei den Fächern unter Punkt 5).

Mit dem erfolgreichen Abschluss der Wissenschaftlichen Prüfung für das Lehramt an Gymnasien erwerben Sie in den beiden Hauptfächern die wissenschaftliche Befähigung für den Unterricht auf allen Stufen des Gymnasiums und ebenso der beruflichen Schulen. Eine Erweiterungsprüfung in einem weiteren Fach (in weiteren Fächern) kann abgelegt werden.

Die Durchführung der mündlichen Abschlussprüfungen liegt beim LLPA – siehe auch die Bezeichnung „Staatsexamen“ bzw. „Staatsprüfung“ – und nicht bei der Universität. Die Prüfung, mit Ausnahme der Prüfung in Fächerverbindungen mit Bildender Kunst und Musik (Näheres hierzu siehe § 19 GymPO I), umfasst die Wissenschaftliche Arbeit und die mündlichen Abschlussprüfungen. Die Anforderungen an diese Prüfungsteile ergeben sich aus den in Anlage A GymPO I ausgewiesenen Kompetenzen und Studieninhalten.

In einem dritten oder weiteren Fach kann eine Erweiterungsprüfung (s.u.) unter Haupt- bzw. Beifachbedingungen abgelegt werden, jedoch frühestens zum Termin der Prüfung des zweiten Hauptfachs.

Die Prüfung wird zweimal jährlich abgenommen. Zur Prüfung kann zugelassen werden, wer die akademischen Zwischenprüfungen in den Hauptfächern und das Schulpraxissemester bestanden hat. Erforderlich sind zudem Nachweise über erfolgreich absolvierte Modulprüfungen in Fachwissenschaft und Fachdidaktik, über ggf. notwendige Sprachkenntnisse und über den erfolgreichen Abschluss im BWB, EPG und in den MPK.
Die Prüfungsunterlagen müssen für die Frühjahrsprüfung bis 31. Oktober des Vorjahres und für die Herbstprüfung bis 30. April vorgelegt werden. Besitzt der/die Bewerber/in z.B. wegen des laufenden Semesters noch nicht alle Leistungsnachweise, können diese bis zum Nachreichtermin des Prüfungstermins für das jeweilige Fach nachgereicht werden. BWB-, EPG- und MPK-Nachweise sind zum Anmeldetermin des zweiten Hauptfachs einzureichen. Alle Termine sind auch auf der Internetseite des LLPA unter „Ausschreibung zur Wissenschaftlichen Staatsprüfung“ zu finden.

Die Meldung zur Prüfung ist für die zwei Hauptfächer und gegebenenfalls das Erweiterungsfach gemeinsam vorzunehmen. Sie ist an das Landeslehrerprüfungsamt – Außenstelle beim Regierungspräsidium Freiburg –, Bertholdstraße 43, 79098 Freiburg, zu richten. Nur dort erhalten Sie auch rechtsverbindliche Informationen zu allen die Wissenschaftliche Prüfung betreffenden Fragen.

Achtung: In manchen Fachbereichen gibt es vor den offiziellen Anmeldeterminen des LLPA Voranmeldungen zur Prüferzuteilung für das Staatsexamen. Informieren Sie sich deshalb rechtzeitig in Ihren Fachbereichen über die jeweilige Regelung.

Die Aufteilung der beiden Hauptfächer der Wissenschaftlichen Prüfung auf zwei aufeinanderfolgende Termine ist nur möglich, wenn der/die Studierende sich im 10. Fachsemester zur Prüfung anmeldet und zugelassen wird. Bei ungleicher Semesterzahl in den ersten beiden Hauptfächern, z. B. bedingt durch einen Fach- oder Studiengangwechsel, wird der abgerundete Durchschnitt der beiden Fachsemesterzahlen als Kriterium für das Splitting benutzt.

Anmeldeschluss für das Frühjahr (ideal für Referendariatsbeginn im Februar): 31.10. des Vorjahres
Mdl. Prüfung im Fach 1:
April – Mai
Sommersemester    

Mdl. Prüfung im Fach 2:
Oktober – November
Wintersemester

Anmeldeschluss für den Herbst: 30.4.
Mdl. Prüfung im Fach 1:
Oktober – November
Wintersemester    

Mdl. Prüfung im Fach 2:
April – Mai
Sommersemester

Dabei bleiben bei der Berechnung der Semesterzahl unberücksichtigt:

  • Urlaubssemester wegen längerer schwerer Krankheit oder aus einem anderen wichtigen Grund
  • Nachholen von Latinum bzw. Graecum, sofern für die beiden Hauptfächer der Wissenschaftlichen Prüfung gefordert und nicht durch das Reifezeugnis nachgewiesen
  • Studienaufenthalte im fremdsprachigen Ausland bis zu zwei Semester, bei modernen Fremdsprachen zwei Semester je Fremdsprache
  • Assistenzzeit im Ausland bis zu zwei Semester
  • Engagement in Hochschulgremien (als gewähltes Mitglied) bis zu zwei Semester

Insgesamt können, bescheinigt durch die Universität, nicht mehr als vier Semester unberücksichtigt bleiben. Die Regelung für die unberücksichtigten Semester gilt auch für den Freiversuch. Nach dem Ende des 10. Studiensemesters muss die Wissenschaftliche Prüfung in allen Prüfungsteilen in einem Termin abgelegt werden.

Die Mitteilung über die Zulassung zur Prüfung erfolgt für jedes Fach getrennt jeweils zum bevorstehenden Prüfungstermin.

Einmalig kann in einem Fach ein sog. Freiversuch in Anspruch genommen werden. Wird die Prüfung nach ununterbrochenem Studium in einem der Hauptfächer nicht bestanden, so gilt die Prüfung in diesem Hauptfach als nicht unternommen (Freiversuch), wenn an der mündlichen Prüfung im ersten Hauptfach spätestens im 9. Semester sowie an der mündlichen Prüfung im zweiten Hauptfach spätestens im 10. Semester teilgenommen wurde. Wer die Prüfung unter den Bedingungen des Freiversuchs bei erstmaliger Teilnahme bestanden hat, kann die Prüfung in einem seiner Fächer zur Verbesserung der Note zu dem Prüfungstermin, der auf die letzte mündliche Prüfung folgt, einmal wiederholen.

Eine Erweiterungsprüfung kann in allen an der Universität Freiburg zugelassenen Lehramtsfächern außer in Bildender Kunst und Musik mit den Anforderungen eines Hauptfachs oder eines Beifachs abgelegt werden. Außerdem können in Freiburg folgende Fächer ausschließlich mit Beifachanforderungen in einer Erweiterungsprüfung gewählt werden: Dänisch, Geologie, Griechisch-römische Archäologie,
Norwegisch, Schwedisch. Die Regelstudienzeit beträgt dabei für die Erweiterungsprüfung mit Hauptfachniveau (120 ECTS-Punkte) vier und mit Beifachniveau (90 ECTS-Punkte) drei Semester. Mit dem Bestehen der Erweiterungsprüfung in einem Hauptfach wird die wissenschaftliche Befähigung für den Unterricht in diesem Fach auf allen Stufen des Gymnasiums erworben. Wird die Prüfung unter Beifachbedingungen abgelegt, erwirbt der/die Absolvent/in die wissenschaftliche Befähigung für den Unterricht in diesem Fach in der Unter- und Mittelstufe (§ 30 Abs.8 GymPO I). Im Erweiterungsfach sind weder eine Orientierungs- noch eine Zwischenprüfung erforderlich. Die Erweiterungsprüfung kann nach Bestehen der Ersten Staatsprüfung oder zum Termin der Prüfung im zweiten Hauptfach abgelegt werden und ist gemeinsam mit den zwei Hauptfächern beim Prüfungsamt anzumelden.

Über Zulassungsvoraussetzungen, Inhalt und Umfang der Prüfungsleistungen bzw. ggf. weitere erforderliche Studienleistungen informieren Sie sich bitte anhand der jeweiligen fachspezifischen Bestimmungen der Studien- und Prüfungsordnung.