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Fortbildungsreihe „Deutsch für alle“ – Workshop: Rechtschreibung für alle. Am Beispiel der Getrennt- und Zusammenschreibung

Do, 28.10.2021 | 16:0018:00

Nach der coronabedingten Absage 2020 freuen wir uns, dass die Fortbildungstagung „Deutsch für alle“ 2021 zum ersten Mal startet – und zwar online. „Deutsch für alle“ soll jedes Jahr mit einem anderen Schwerpunkt ausgerichtet werden.

(Foto: Colourbox, Pressmaster)

2021 nimmt die Veranstaltungsreihe das wichtige Thema „Sprache im Fach“ in den Blick: Unterricht erfordert von Lehrkräften einen differenzierten Umgang mit Sprache, sei es in Form einer sprachförderlichen Unterrichtsinteraktion, der Verbindung fachlicher und sprachlicher Ziele, sei es das professionelle Vorlesen oder die Erarbeitung von sprachlich herausfordernden Texten oder auch Aufgaben zur Binnendifferenzierung. In der Fortbildungsreihe wird diesen verschiedenen Facetten in einem dialogischen Hauptvortrag und mehreren Workshops über einen Zeitraum von sieben Wochen nachgegangen.

Angesprochen werden in erster Linie Lehrkräfte des Faches Deutsch, aber auch Lehrkräfte von Fächern, in denen die Vermittlung komplexer Inhalte überwiegend sprachlich realisiert wird (z.B. Geschichte) sowie Multiplikator*innen, Fachleiter*innen und Referendar*innen. Berücksichtigung finden alle Schulformen mit Ausnahme sonderpädagogischer Einrichtungen.

Neben der Teilnahme an den 120minütigen Workshops wird den Teilnehmenden Zeit zum zwanglosen Austausch in kleinerer Runde in einer „virtuellen Coffeetime“ jeweils 20 Minuten vor und nach den Veranstaltungen geboten. Dabei können sich Lehrkräfte mit gleichem Interesse beim Commitment Building zu Gruppen mit den Workshopleiter*innen zusammenschließen, damit die behandelten Themen nicht nur als ein interessanter Input in Erinnerung bleiben, sondern sich auch nachhaltig im Output in den Klassenräumen wiederfinden.

Workshop: Rechtschreibung für alle – am Beispiel der Getrennt- und Zusammenschreibung – Prof. Dr. Andreas Krafft & Sandra Hans

Bei der deutschen Orthographie handelt es sich um ein komplexes, in weiten Teilen klar strukturiertes System, das vor allem durch Leserfreundlichkeit gekennzeichnet ist. Rechtschreiblernen geschieht demzufolge nicht in erster Linie über das Abspeichern einzelner Wörter, sondern auch über das Reflektieren und Nachvollziehen von Schreibungen, initiiert beispielsweise durch Lernaufgaben oder Rechtschreibgespräche.

Besonders deutlich wird dies an Phänomenen wie der Getrennt- und Zusammenschreibung (GZS), die offensichtlich weder durch Lautorientierung noch durch das Automatisieren einzelner Schreibungen bewältigt werden können.
Die GZS wird häufig als kurioses Randphänomen der Orthographie angesehen, das (vor allem seit der Rechtschreibreform) kaum zu beherrschen ist. Dabei handelt es sich jedoch um eine sehr einseitige Sichtweise: Der Kernbereich der GZS ist tatsächlich klar und systematisch geregelt und wird von sehr vielen Schüler*innen nach erstaunlich kurzer Zeit (und mit wenig unterrichtlichem Input) verhältnismäßig sicher bewältigt.

Diese offensichtlich vorhandenen Kompetenzen werden aber vom Deutschunterricht nicht in geeigneter Weise aufgegriffen und weiterentwickelt, sodass es bis weit in die Sekundarstufe hinein und auch bei erwachsenen Schreiber*innen noch zu (teils schmerzhaften) Fehlschreibungen kommt.

Im Workshop sollen am Beispiel der GZS Möglichkeiten zur Förderung der Rechtschreibkompetenz erarbeitet werden. Zentral ist dabei eine Orientierung am System Orthographie und am Erwerb bzw. den vorhandenen Fähigkeiten der Schüler*innen. Angestrebt wird zudem eine induktive, schülerzentrierte und operationale Herangehensweise.

Kompetenzen/Lernziele:
Die Teilnehmenden können…

  • grundlegende Prinzipien der Getrennt- und Zusammenschreibung benennen und als Grundlage für Gespräche mit Schüler*innen nutzen,
  • Regelungen des Kernbereichs von Zweifelsfällen unterscheiden und erklären und
  • eigene Lernaufgaben entwickeln.

Zielgruppe: Primarstufe, Sek I + II (Gemeinschaftsschule, Gymnasium, Realschule, Haupt/Werkrealschule, SBBZ, Berufliche Schulen)

Zu den Personen:

Prof. Dr. Andreas Krafft ist Grund- und Hauptschullehrer und seit 2017 Professor für deutsche Sprache und ihre Didaktik an der PH Freiburg. Forschungsschwerpunkte: Entwicklung metasprachlicher Fähigkeiten, Schriftlinguistik und Schriftspracherwerb.
Sandra Hans studiert an der Universität Freiburg im Master Bildungswissenschaft und unterstützt das Zentrum für Lehrkräftefortbildung der PH mit Ihren Kenntnissen.

Termin: Do, 28.10.2021, 16:00 – 18:00 Uhr

Anmeldeschluss: Di, 05.10.2021. Zu den Workshops können Sie sich über die gesamte Dauer der Fortbildungsreihe jeweils bis zum Vortag des Workshops noch nachmelden.

Anmeldung

Zur Anmeldung auf der Webseite des Zentrums für Lehrkräftefortbildung (ZELF) der Pädagogischen Hochschule Freiburg

Informationen zu weiteren Vorträgen und Workshops der Fortbildungsreihe „Deutsch für alle“ finden sie hier.

Details

Datum:
Do, 28.10.2021
Zeit:
16:00 – 18:00
Veranstaltungskategorien:
, , ,
Weitere Informationen:
https://www.ph-freiburg.de/index.php?id=4833

Veranstaltungsort

online

Veranstalter

Handlungsfeld „Praxisvernetzung & Fort- und Weiterbildung“ der School of Education FACE
Telefon:
0761682-544
E-Mail:
weiterbildung@uni-ph.face-freiburg.de
Veranstalter-Website anzeigen