Aufbau, Fächer und Studienbestandteile im Lehramtsstudium an der Universität Freiburg

Das Lehramtsstudium an der Universität Freiburg

Um später als Lehrkraft an einem allgemeinbildenden Gymnasium oder an den Beruflichen Schulen zu arbeiten, studieren Sie an der Universität Freiburg den polyvalenten Zwei-Hauptfächer-Bachelor mit der Option Lehramt Gymnasium und absolvieren anschließend den Master of Education Lehramt Gymnasium.

Die Ausgestaltung der Studiengänge ist in den jeweiligen Studien- und Prüfungsordnungen der Albert-Ludwigs-Universität für den polyvalenten Zwei-Hauptfächer-Studiengang und für den Master of Education Lehramt Gymnasium geregelt.

Fächer

Im Lehramtsstudium sind in der Bachelor- und Masterphase zwei Fächer zu belegen, die Sie später in der Schule unterrichten werden.

Die Universität Freiburg bietet die folgenden wissenschaftlichen Fächer für das Lehramtsstudium an:

  • Biologie (zulassungsbeschränkt)
  • Chemie
  • Chinesisch
  • Deutsch
  • Englisch (zulassungsbeschränkt)
  • Französisch
  • Geographie (zulassungsbeschränkt)
  • Geschichte
  • Griechisch
  • Informatik
  • Italienisch
  • Katholische Theologie
  • Latein
  • Mathematik
  • Philosophie/Ethik (zulassungsbeschränkt)
  • Physik
  • Politikwissenschaft (zulassungsbeschränkt)
  • Russisch
  • Spanisch
  • Sport (zulassungsbeschränkt)
  • Wirtschaftswissenschaft (zulassungsbeschränkt)

In Freiburg ist es auch möglich, ein wissenschaftliches Fach an der Universität Freiburg mit dem künstlerischen Fach Musik zu kombinieren, das Sie an der Musikhochschule Freiburg studieren . Weitere Informationen zum Fach Schulmusik finden Sie auf der Internetseite der Musikhochschule. Bei einer Fächerverbindung mit Musik beträgt die Regelstudienzeit im Bachelor acht Semester (240 ECTS).

Unter Studienangebot / Alle Studienfächer / Index der Studienfächer A-Z des Service Center Studium finden Sie weitere Informationen zu

  • den Zulassungsbedingungen (unter dem Stichwort Satzungen / Auswahlsatzung)
  • den Studien- und Prüfungsordnungen (unter dem Stichwort Satzungen / Prüfungs- und Studienordnung)
  • sowie einen Überblick über die Zulassungsnoten bzw. Ergebnisse der Nachrück- und Auswahlverfahren der zulassungsbeschränkten Fächer für die letzten Semester (unter dem Stichwort Ergebnisse der letzten Auswahlverfahren).

Studienbestandteile

Bestandteile des Studiums im Bachelor-/Master-System

Den größten Anteil im Bachelorstudium macht das Studium der beiden wissenschaftlichen Fächer im Umfang von je 75 ECTS-Punkten aus. Über die inhaltlichen Bestandteile informieren Sie die jeweiligen Fachbereiche; festgehalten sind sie in den fachspezifischen Bestimmungen (Anlage B) der Studien- und Prüfungsordnung für den polyvalenten 2-Hauptfächer-Bachelor bzw. Master of Education sowie in den Modulhandbüchern der Fächer.

Nachdem die fachwissenschaftlichen Grundlagen in der Bachelorphase gelegt wurden, treten die Fachwissenschaften mit jeweils 17 ECTS-Punkten in ihrer Bedeutung in der Masterphase etwas zurück. Die professionsbezogenen Kompetenzen nehmen im Master of Education einen größeren Stellenwert ein. Am Standort Freiburg steht im Masterstudium der Kohärenzgedanke im Vordergrund. Sowohl im Studienverlauf (vertikale Kohärenz) als auch im Zusammenspiel von Fachwissenschaft, Fachdidaktik und Bildungswissenschaften (horizontale Kohärenz) setzen sich die Universität und die PH in der Ausgestaltung von Fachwissenschaft und Fachdidaktik das Ziel, dass das Studium als sinnhaft und zusammenhängend erfahren wird. Die inhaltlichen Bestandteile und die jeweilige Ausgestaltung der fachwissenschaftlichen und fachdidaktischen Module entnehmen Sie den fachspezifischen Bestimmungen (Anlage B) der Studien- und Prüfungsordnung Master of Education bzw. den Modulhandbüchern der jeweiligen Fächer im Master of Education.

Unter Didaktik versteht man allgemein die Wissenschaft vom Lehren und Lernen (Unterrichtslehre) oder die Theorie der Bildungsinhalte und des Lehrplans.

Fachdidaktik befasst sich mit der Reflexion und Gestaltung von Lernprozessen, d.h. sie beschäftigt sich wissenschaftlich mit der Planung, Durchführung und Analyse des Unterrichtens im jeweiligen Fach. In der Fachdidaktik geht es um die Auswahl, Legitimation und didaktische Reduktion von Lerngegenständen, die Festlegung und Begründung von Zielen des Unterrichts, die methodische Strukturierung von Lernprozessen sowie die Berücksichtigung der Handlungsbedingungen der Lehrenden und Lernenden.

Sie fragt also nach dem Was (Was soll gelehrt und gelernt werden?), nach dem Warum (Warum soll etwas gelehrt oder gelernt werden?) und nach dem Wie (Wie soll etwas gelehrt oder gelernt werden?). Eingebunden in die Fachwissenschaft, sucht sie geeignete Inhalte und Erkenntnisse für Lernprozesse nutzbar zu machen, das heißt konkret, sie wählt geeignete Inhalte und Vermittlungsmethoden aus und passt diese den Fähigkeiten der Adressatengruppe an.

Im Rahmen der Option Lehramt Gymnasium im polyvalenten 2-Hauptfächer-Bachelor ist in beiden Fächern ein Fachdidaktik-Modul im Umfang von je 5 ECTS zu absolvieren. Entsprechend dem größeren Professionsbezug im Master of Education spielt auch die Fachdidaktik mit 10 ECTS-Punkten in der Masterphase eine größere Rolle.

Die Fachdidaktik-Veranstaltungen werden im Rahmen der Kooperation schwerpunktmäßig von der Pädagogischen Hochschule, z.T. auch von Vertreter*innen der Staatlichen Seminare für Ausbildung und Fortbildung der Lehrkräfte angeboten.

Zu den Bildungswissenschaften gehören insbesondere die Schulpädagogik und die pädagogische Psychologie. Zudem umfassen sie die philosophischen, ethischen, soziologischen und politikwissenschaftlichen Grundfragen der Bildung.

Im Studienbereich Bildungswissenschaft erwerben Sie Kenntnisse und Fähigkeiten, die Sie darauf vorbereiten,

  1. Unterricht auf der Basis von wissenschaftlichen Erkenntnissen zu planen, um Lernprozesse gezielt anzustoßen,
  2. Lernvoraussetzungen zu diagnostizieren und den Lernerfolg von Schüler*innen zu beurteilen,
  3. Modelle der professionellen Kommunikation und wissenschaftliche Erkenntnisse zur Entwicklung von Kindern und Jugendlichen zu nutzen, um den Erziehungsauftrag von Lehrkräften auszuüben,
  4. Ihre eigenen Kompetenzen, Ihren Unterricht und Ihre Schule unter Berücksichtigung forschungsmethodischer Grundlagen und aktueller Befunde der Bildungsforschung zu reflektieren und kontinuierlich weiterzuentwickeln,
  5. die Diversität bei Schüler*innen anzuerkennen und wertzuschätzen.

Für das Lehrangebot des bildungswissenschaftlichen Studiums ist das Institut für Erziehungswissenschaft verantwortlich. Im Rahmen der Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule werden einige Veranstaltungen der bildungswissenschaftlichen Module von der Pädagogischen Hochschule Freiburg angeboten.

Orientierungspraktikum (OSP)

Das Orientierungspraktikum ist im Rahmen der Option Lehramt in das Bachelorstudium integriert und findet in der vorlesungsfreien Zeit zwischen Winter- und Sommersemester statt. Es umfasst ein dreiwöchiges Praktikum an einer Schule, das durch Übungen zur Vor- und Nachbereitung sowie ein Portfolio begleitet wird. Der erfolgreiche Abschluss der Vorlesung „Einführung in die Bildungswissenschaften“ ist Voraussetzung für das Absolvieren des OSP.

Diese frühe Praxisphase soll Ihnen helfen, den Perspektivwechsel „von der Schülerin zur Lehrerin“ bzw. „vom Schüler zum Lehrer“ zu vollziehen und Schule als berufliches Tätigkeitsfeld kennenzulernen. Die strukturelle Verbindung von praktischer Erfahrung und theoretischer Reflexion soll Sie anregen, Ihre Eignung für den Beruf der Lehrerin bzw. des Lehrers zu reflektieren, und dadurch eine frühzeitige Berufsorientierung und gezielte Schwerpunktsetzung im weiteren Studium ermöglichen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite Orientierungspraktikum (LINK EINFÜGEN).

 

Schulpraxissemester (SPS)

Die verstärkte Berufsbezogenheit des M. Ed. findet Ausdruck im 12-wöchigen Schulpraxissemester, das an einem allgemeinbildenden Gymnasium oder an einer beruflichen Schule in Baden-Württemberg im Wintersemester zwischen September und Dezember absolviert werden muss. Es ist verpflichtender Bestandteil des Lehramtsstudiums. Das SPS besteht aus der unterrichtlichen Praxis und der Teilnahme am Schulleben sowie den Begleitveranstaltungen in Fachdidaktik und Pädagogik und Psychologie, die an den Staatlichen Seminaren für Ausbildung und Fortbildung der Lehrkräfte stattfinden. Bei der Ausbildung im SPS kooperieren die Schulen und Seminare mit der Hochschule.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite Schulpraxissemester (LINK EINFÜGEN).