Die Lehre stellt neben der Forschung und der Praxis einen zentralen Bereich innerhalb der Tätigkeitsfelder einer jeden Hochschule dar. Hier findet der unmittelbare Kontakt zwischen den Studierenden und den lehrenden Expert*innen der jeweiligen Disziplinen statt.

Eines der Aufgabenfelder in der School of Education FACE besteht in der Förderung der Lehrkooperation zwischen den beteiligten Hochschulen. Unter der Nutzung von Synergien wurde eine Neugestaltung des Curriculums und der Lehre im Bereich des Lehramts vorgenommen mit dem Ziel, die angehenden Lehrer*innen bestmöglich auf den Berufsalltag vorzubereiten. Beide Hochschulen haben den Auftrag, Lehrkräfte wissenschaftlich auszubilden und sich an den erforderlichen zu vermittelnden Kompetenzen auszurichten.

Mitarbeiter_innen M1
Einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Teilprojekts samt Projektleitung und assoziierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

Interne Arbeitstreffen, Entwicklungsgruppen und hochschulweite Veranstaltungen

Die Maßnahme Lehrkohärenz, assoziierte Mitglieder der Arbeitsgruppe sowie Vertreter anderer Fachbereiche treffen sich regelmäßig zum fachinternen Austausch, zur Erarbeitung spezifischer Lehrkonzepte und zum kollegialen Austausch. Zusätzlich haben sich Entwicklungsgruppen etabliert, die sich jeweils mit spezifischen Aspekten der Kohärenz- und/oder Professionsorientierung befasst:

  • Lehrwerkstatt Lehrerbildung: Die Lehrwerkstatt Lehrerbildung zielt auf eine kollegiale Planung, Durchführung und Evaluation von Lehrveranstaltungen auf Basis instruktionspsychologischer Lehrmodelle ab und ist für alle Lehrenden in der Lehrerbildung geöffnet. Kurz-Impulse, kollegiales Feedback sowie Phasen der Selbstreflexion sind zentraler Motor der Lehrentwicklung.
    [https://www.face-freiburg.de/lehrwerkstatt-lehrerbildung/; Ansprechpartnerin: Christiane Klein]
  • (E)-Portfolio: Die Arbeit dieser Konzeptionsgruppe zielt darauf ab Kohärenz über Studienphasen und Fachbereiche hinweg durch ein phasenübergreifendes (E)-Portfolio zu generieren.
    [https://www.face-freiburg.de/facefolio/; Ansprechpartnerin: Christiane Klein]
  • Kohärenzerfassung: Ziel der Entwicklungsgruppe ist die Evaluation und empirische Prüfung der entwickelten Lehrkonzepte. Die gewonnenen Ergebnisse über Wirkungen der Lehrprojekte sollen die theoretische Weiterarbeit in der Gruppe stützen und den Transfer in andere Fachbereiche anregen. Auch wissenschaftliche Qualifikationsarbeiten und Publikationen werden im Rahmen der Entwicklungsgruppe angestrebt.
    [Ansprechpartnerin: Katharina Hellmann]
  • Curriculumsentwicklung: gemeinsam mit Vertretern der Stabstelle Lehrer*innenbildung und des Rektorates findet ein Austausch über formale Kriterien und inhaltliche Aspekte der Umstellungen der Curricula für den M.Ed. statt.
  • Fachbereichsspezifische Arbeitsgruppentreffen

Weiterhin werden in regelmäßigen Abständen teils fachspezifische, teils hochschulweit geöffnete Scientific Retreats (Arbeitstagungen zur Lehrentwicklung) und Workshops angeboten, in welchen an spezifischen Fragestellungen vertiefend gearbeitet wird. Gerade auch die Einbindung anderer Fachbereiche und von Akteur*innen der Lehrer*innenbildung sowie die Dissemination der bislang erzielten Ergebnisse und Arbeitsprodukte sind hier ein wichtiges Anliegen.

Gestaltung neuer Curriculumsstrukturen

In der School of Education FACE werden die spezifischen Stärken der beteiligten Hochschulen insb. im Bereich der Ausbildung und Qualifizierung von Lehramtsstudierenden in den Studiengängen für das Lehramt Sekundarstufe I und das Lehramt Gymnasium verbunden. Unter der Nutzung von Synergien wurde eine Neugestaltung des Curriculums und der Lehre im Bereich des Lehramts vorgenommen mit dem Ziel, die angehenden Lehrer*innen bestmöglich auf den Berufsalltag vorzubereiten.

Das Lehramtsstudium in Freiburg zeichnet sich durch eine enge Verknüpfung der einzelnen Studienbestandteile aus: Fachwissenschaft, Fachdidaktik, Bildungswissenschaften sowie die Praxisphasen sind inhaltlich und organisatorisch aufeinander abgestimmt und systematisch miteinander verzahnt. ​

Weitere Informationen u.a. zu den Besonderheiten des Lehramtsstudiums in Freiburg finden Sie auf der Seite Orientierung.

Kohärente Lehre

Ein wichtiges Ziel im Freiburger Projekt der ersten Förderphase in der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ war die Gestaltung einer kohärenten Lehre zur Stärkung der Professionsorientierung.

Kohärenz wird hierbei als Generierung von Lerngelegenheiten verstanden, bei welchen in vertikaler (über den Studienverlauf) und horizontaler Richtung (über Veranstaltungen der Fachdidaktik, Fachwissenschaft und Bildungswissenschaft hinweg) Bezüge geschaffen werden, die es den Studierenden ermöglichen, ihr Studium über die verschiedenen Lehrveranstaltungen hinweg sowohl strukturell als auch inhaltlich als zusammenhängend und sinnhaft zu erleben. Das Erfahren dieser Zusammenhänge soll sich auf die nachfolgende Lehrtätigkeit übertragen und folglich zu professionellem und kompetentem Handeln im Lehrberuf befähigen.

Gestützt wurde die Stärkung der Kohärenz durch Lehrtandems aus Fachwissenschaft und Fachdidaktik. Zudem gab es Pilotprojekte in ausgewählten Fächern. Zu diesen zählten zum Beispiel Englisch, Biologie, Wirtschaftswissenschaft, Geschichte, Physik sowie katholische Theologie. All diese Projekte befassten sich inhaltlich mit der Gestaltung neuer Curriculumstrukturen und Lehrmodelle. Je nach Vorhaben wurden sie von Juniorprofessuren, abgeordneten Lehrer*innen und anderen Mitarbeiter*innenstellen unterstützt.

Die drei Juniorprofessuren befassen sich in den Fächern Mathematik, Physik und Romanistik mit den folgenden Themen:

  • Mathematik: „Lehren und Lernen der höheren Mathematik“
  • Physik: „Didaktik der modernen Physik in Schule und Hochschule“
  • Italienisch und Spanisch: „Forschungsbasierte Fachdidaktik in Italienisch und Spanisch“

Hervorzuheben ist, dass die Juniorprofessor*innen gemeinsam von beiden Hochschulen berufen wurden, an beiden Hochschulen lehren und von der entsprechenden Fakultät der anderen Hochschule kooptiert werden. Auf diese Weise wird eine enge Verzahnung ermöglicht.

Die Kohärenzorientierung am Standort Freiburg wurde im Leitbild Lehrer*innenbildung verankert.

Zitate von Projektmitarbeiter*innen aus dem Freiburger Projekt in der ersten Förderphase der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“:

Veranstaltungen: Lehre

Es gibt derzeit keine bevorstehenden Veranstaltungen.

Blog: Lehre

Ankündigung: Tag der Didaktik der romanischen Schulsprachen – Kinder- und Jugendliteratur am 14. und 15.11.2019

Der Tag der Didaktik der romanischen Schulsprachen findet 2019 zum sechsten Mal statt und richtet sich an Studierende, Referendar*innen und Lehrende aller Schularten sowie an Dozierende und Forscher*innen der Universitäten und Pädagogischen Hochschulen. Mit der Kinder- und Jugendliteratur widmet sich der interdisziplinäre Studientag einem Thema, das wie kaum ein zweites dazu einlädt, literaturwissenschaftliche, fachdidaktische und unterrichtspraktische Aspekte in einer ganzheitlichen und sprachübergreifenden Perspektive zu behandeln.

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Wie kooperieren Regel- und Sonderpädagog*innen? – Forschungsprojekt „Unterstützung von Lehrpersonen im Kontext inklusiver Lehr-/Lernsettings“ (UNIP)

Das in der Qualitätsoffensive Lehrerbildung im Rahmen der School of Education FACE entwickelte und im Zeitraum von 2015 bis 2018 durch Jun.-Prof. Dr. Andreas Köpfer und Kathrin Lemmer durchgeführte schulethnografische Projekt „UNIP – Unterstützung von Lehrpersonen im Kontext inklusiver Lehr-/Lernsettings“ geht der Frage nach, wie professionelle Kooperation am Beispiel von Regel- und Sonderpädagog*innen in inklusiven Schul- und Unterrichtssettings an Schulen in Baden-Württemberg gestaltet wird und welche Rolle sonderpädagogische Expertise und Unterstützung hierin spielen.

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Interdisziplinäres Kooperationstreffen „Inklusion und DaZ – Querschnittsaufgaben in der Lehrer*innenbildung“

Am 24. Juli 2019 fand ein interdisziplinäres Kooperationstreffen der Pädagogischen Hochschule Freiburg und der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg zum Thema „Inklusion und DaZ – Querschnittsaufgaben in der Lehrer*innenbildung“ statt. Inspiriert von zwei Kurzimpulsen zu Kasuistik und zum SIOP-Modell tauschten sich die Teilnehmenden über fachbezogene und fachübergreifende Fragestellungen bezogen auf Inklusion und DaZ auf hochschuldidaktischer Ebene aus und vernetzten sich zur weiteren Zusammenarbeit.

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