Seit der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro, ist Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) ein bedeutendes Thema – auch in der schulischen Bildung. Im Rahmen von BNE lernen Schüler*innen zukunftsfähig zu denken und zu handeln, sich die Auswirkungen auf die lokale Umwelt, andere Erdteile und zukünftige Generationen bewusst zu machen, um daraufhin verantwortungsvolle Entscheidungen treffen zu können.

Veranstaltungsreihe Bildung für Nachhaltige Entwicklung – Zukunft gestalten trotz Zukunftsangst.

Poster der Veranstaltungsreihe BNEDie Veranstaltungsreihe „Bildung für Nachhaltige Entwicklung – Zukunft gestalten trotz Zukunftsangst. Theorie und Handlungsmöglichkeiten für die Praxis“ geht im Wintersemester 2025/26 den Themen Kinder- und Jugendgesundheit im Kontext multipler Krisen, Emotionskompetenz im Klassenzimmer, dem Ermöglichen von Suffizienz sowie BNE und Demokratiebildung nach.

In vier Veranstaltungen werden die fachwissenschaftliche und die didaktische Perspektive auf das Thema eingebunden. In moderierten Gesprächen diskutieren Expert*innen und bieten Handlungsoptionen an, welche in der anschließenden Diskussion mit den Teilnehmenden weiter reflektiert werden.

Die Veranstaltungsreihe wird durch den Runden Tisch BNE organisiert. Der Runde Tisch BNE führt verschiedene Akteur*innen im Rahmen der School of Education FACE mit dem Fokus auf Lehrkräfte(aus)bildung zusammen.

 

In der Winterausgabe der UNIversalis 2025/56 ist dazu ein Artikel erschienen.

Themenbereiche: Informationen und Unterlagen zum Download

In der Auftaktveranstaltung am 20.11.2025 analysieren Prof. Dr. Ute Spiekerkötter (Uniklinikum Freiburg) und Swantje Armbruster (Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung) die aktuelle Situation von jungen Menschen aus einer breiteren Perspektive. Hier zeigen sich Belastungen durch Klimaangst, dem Erleben der Corona-Epidemie und der Sorge um aktuelle Kriege. Depressionen und Suizidversuche ebenso wie Essstörungen und Adipositas können die körperlichen und seelischen Folgen sein. Nicht nur Schulen und Eltern sind gefragt, sondern die Gesellschaft als Ganze.

 

Hier können Sie die Präsentation von Prof. Dr. Ute Spiekerkötter herunterladen: BNE Kinder und Jugendgesundheit heute_2025.

Hier können Sie die Präsentation von Swantja Armbruster herunterladen: BNE Kinder-Jugendgesundheit_multipleKrisen_20.11.25

Emotionskompetenz kann als Querschnittskompetenz zur Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen verstanden werden, und dazu sind im schulischen Alltag emotionale Resonanzräume nötig. Am 27.11.2025 sprechen Verena Heidenreich (Institut Mental Health in Education, Freiburg) und Dr. Nina Roczen (Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, Frankfurt) über Wege zur Entwicklung einer schulischen Beziehungskultur, die authentische, respektvolle Kommunikation von Emotionen ermöglicht.

 

Hier können Sie die Präsentation von Verena Heidenreich herunterladen: BNE Emotionale Kompetenz in der Bildungsarbeit

Hier können Sie die Präsentation von Dr. Nina Roczen herunterladen: BNE SEDA_Kompetenzen

Suffizienz ist – anders als die Nachhaltigkeitsstrategien Effizienz und Konsistenz – ein eher unbeliebter Begriff, denn er impliziert Mäßigung, Verzicht, Umdenken. Zugleich ist die Reduktion des Ressourcen- und Energieverbrauchs durch veränderte Nutzungsweisen unabdingbar. Am 4.12.2025 erörtern Gerolf Hanke (Öko-Institut Freiburg) und Prof. Dr. Anne-Marie Grundmeier (Professur für Mode- und Textilwissenschaften und ihre Didaktik, PH Freiburg) zentrale Fragen von Lebensqualität und klimaverträglichem Konsum. Suffiziente Lebensstile können nur entwickelt werden und Veränderung bewirken, wenn sie keine reinen Individualentscheidungen bleiben, sondern von politischen Entscheidungen begleitet werden. Wie kann Suffizienzpolitik aussehen?

 

Hier können Sie die Präsentation von Gerolf Hanke herunterladen: BNE Suffizienz und Ernährung

Hier können Sie die Präsentation von Prof. Dr. Anne-Marie Grundmeier herunterladen: BNE Mode_Suffizienz_gr_20251204

Am 11.12.2025 diskutieren Prof. Dr. Nadia Mazouz (Professur für Praktische Philosophie, ETH Zürich) und Prof. Dr. Astrid Carrapatoso (Institut für Politik und Geschichtswissenschaft, PH Freiburg) zum Thema BNE und Demokratiebildung. Mündigkeit, Urteilsfähigkeit, Selbstwirksamkeit und Partizipation sind dabei Schlüsselbegriffe. Doch Demokratiebildung und BNE stehen unter Druck, durch aktuelle politische Gewichtsverschiebungen, durch Klimaleugner und Verschwörungsideologien. Wie verhalten sich Lehrkräfte im Spannungsfeld zwischen Pluralismus und der Dringlichkeit der Transformation?

Frau Skorupinksi begrüßt die Teilnehmenden zur Veranstaltungsreihe
Zahlreiche Teilnehmende verfolgen die Diskussion zum Thema Demokratiebildung im Haus zur Lieben Hand

Die Veranstaltungsreihe wird durch den Runden Tisch BNE organisiert. 

Gemeinsam diskutieren und organisieren Prof. Dr. Astrid Carrapatoso (PH Freiburg), Dr. Anna Chatel (PH Freiburg), Dr. Katja Brundiers (Uni Freiburg), Dr. Elisabeth Wegner (Uni Freiburg) und Dr. Barbara Skorupinski (Uni Freiburg, School of Education FACE) verschiedene Veranstaltungsformate zu dem Thema. Sie kommen aus verschiedenen Bereichen, wie Geographie, Politik- und Geschichtswissenschaft, Erziehungswissenschaft, Ethik, Transformative Nachhaltigkeitswissenschaft und dem Research Center for Climate Change Education and Education for Sustainable Development (ReCCE).

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