Kohärenz und Vernetzung in einer europäischen Lehrkräftebildung: Die Schaffung transnationaler ‚Communities of Practice‘ mithilfe virtueller Lehr-Lern-Umgebungen

Aufgrund stetig wachsender Anforderungen an professionelle Kompetenzen in Schule und Unterricht sind Fremdsprachenkenntnisse und interkulturelle Erfahrungen genauso wie der transnationale Austausch von Wissen und Erfahrungen wichtige Schlüsselkompetenzen künftiger Lehrkräfte. Im Handlungsfeld Internationalisierung der School of Education FACE hat man sich deshalb zum Ziel gesetzt, die Mobilität von Studierenden und Dozierenden aktiv zu unterstützen und Curricula auch international stärker aufeinander abzustimmen. Doch wie kann angesichts der Vielfalt der europäischen Lehrkräftebildungssysteme eine länderübergreifende Zusammenarbeit in Lehre und Forschung gelingen? Dieser Herausforderung stellen sich die Projektpartner im neuen Projekt ConnEcTEd, das von September 2020 bis August 2023 durch die Programmlinie Erasmus+ Strategische Partnerschaften gefördert wird.

10 Fragen an Jun.-Prof. Dr. Katja Zaki

Katja Zaki ist seit dem Wintersemester 2015/16 Juniorprofessorin für Romanistik und ihre Didaktik an der Pädagogischen Hochschule Freiburg, seit Mai 2016 auch kooptiertes Mitglied der Philologischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität. Sie war bis 2018 Teil der Projektmaßnahme „M1 – Lehrkohärenz“ der School of Education FACE, bis 2020 Mitglied des Gemeinsamen Studienausschusses. Derzeit ist sie als Teilprojektleitung der Maßnahme „L2 – Studienphasenübergreifendes E-Portfolio“ sowie im Handlungsfeld Internationalisierung tätig. Aufgrund ihrer diversen internationalen Projekte haben wir sie gebeten, uns passend zum Fokusthema dieses Newsletters Rede und Antwort zu stehen. In den folgenden 10 Fragen erfahren Sie mehr über sie und ihre Verbindung zu FACE.

Innovativ – digital – kohärent: E-Learning-Konzepte in der Lehrer*innenbildung

Wie können digitale Elemente in der Lehrer*innenbildung gewinnbringend eingesetzt werden? Diese und weitere Fragen brachten die Teilnehmer*innen des Workshops 2 beim Tag der digitalen Lehre mit in die Runde. Gerade bei zukünftigen Lehrerinnen und Lehrern werden Rufe nach mehr Kompetenz bei der Digitalisierung von Unterricht immer lauter. Die School of Education FACE hat sich entsprechend zum Ziel gesetzt, die geforderten Fähigkeiten zum digitalen Unterrichten in der Lehrer*innenbildung nicht nur zu vermitteln, sondern auch im Rahmen der Hochschullehre umzusetzen.

Lehrkräfte, Referendar*innen und Studierende für Schulprojekt „Helden – Heroisierungen – Heroismen“ gesucht

Im Rahmen des Schulprojekts geht es darum, zusammen mit Lehrkräften, Referendar*innen und Lehramtsstudierenden, wissenschaftliche Erkenntnisse, welche im Rahmen der Forschung am SFB gesammelt wurden, in Unterrichtsmaterial umzuwandeln. Dies soll gezielt nicht „im stillen Keller“ passieren, sondern in einem kooperativen und interaktiven Prozess. Basierend auf Erfahrungen aus diesem gemeinsamen Erstellen, Planen und Durchführen von Unterrichtseinheiten sollen dann auch Fort- und Weiterbildungsformate für Lehrkräfte entstehen.

Deutsches Zentrum für Lehrerbildung Mathematik (DZLM) wird verstetigt

Die Pädagogische Hochschule Freiburg, eine der drei Verbundhochschulen, die in der gemeinsamen hochschulübergreifenden Einrichtung der School of Education FACE kooperieren, gehört seit zehn Jahren dem Netzwerk des DZLM aus acht weiteren Hochschulen unter Leitung der Humboldt-Universität zu Berlin an. Durch die Verstetigung der Einrichtung profitieren auch künftig Lehrkräfte der Mathematik am Standort Freiburg von den Fortbildungsangeboten und Forschungsvorhaben des DZLM.

Fortbildung für Ausbilder*innen von Referendar*innen: Surfen auf dem Spannungsfeld zwischen Beratung und Bewertung

„Gemeinsam surfen auf dem Spannungsfeld zwischen Beratung und Bewertung“ – unter diesem Titel fand am 19. und 20. Oktober eine Fortbildung am Studienseminar Offenburg unter der Leitung von Dr. Timo Nolle, Erziehungswissenschaftler und systemischer Therapeut aus Kassel, statt. Nach differenzierten Input- und Austauschphasen konnten die Teilnehmenden das Gelernte in praktischen Übungen ausprobieren und konkrete Anregungen für ihren beruflichen Alltag mitnehmen.

Berufliche Bildung: Wesentlicher Erfolgsfaktor der deutschen Wirtschaft

Gut ausgebildete Lehrkräfte an Beruflichen Schulen sichern die Qualität des Unterrichts und tragen damit wesentlich zum Erfolg der deutschen Wirtschaft bei. Das breite Tätigkeitsspektrum von Berufsschullehrkräften erfordert dabei ein exzellentes und inhaltlich breit ausgerichtetes fachwissenschaftliches Studium, das auf den Lehramtsberuf differenziert zugeschnitten sein sollte. Genauso wichtig ist eine ausgeprägte pädagogische Professionalisierung. Um diesen Ansprüchen künftig noch besser gerecht zu werden, werden im Projekt „FACE – Berufliches Lehramt“ die beruflichen Lehramtsstudiengänge (gewerblich-technische Fachrichtungen) der Pädagogischen Hochschule Freiburg und der Hochschule Offenburg systematisch weiterentwickelt und Unterstützungsstrukturen für die angehenden Lehrkräfte geschaffen. Sechs Kernmaßnahmen werden innerhalb der Laufzeit des Projekts vom 01.03.2020 bis 31.12.2023 bearbeitet und umgesetzt.

Erfolgreiche Kombination aus Präsenz- und Onlineteilnahme bei der Tagung „Kleidung in Bewegung“

Für die Tagung „Kleidung in Bewegung. Bewegungsübertragungen von Körper zu Kleid und Kleid zu Körper“, welche als kombinierte Online- und Präsenzveranstaltung am 18. September 2020 an der Pädagogischen Hochschule unter der Leitung von Dr. Jutta Krauß und Prof. Dr. Anne-Marie Grundmeier stattfand, wurden unterschiedliche wissenschaftliche und künstlerische Perspektiven auf das Verhältnis von Körper und Kleidung in Bewegung eröffnet.

CfP: Bildung im Kontext von Flucht*Migration: Subjektbezogene und machtkritische Perspektiven

Die Nachwuchsforschungsgruppe 16 der Hans-Böckler-Stiftung (NFG 16) ruft zur Teilnahme an der Abschlusstagung „Bildungskontexte und (Aus-)Bildungswege von jungen Geflüchteten im Spannungsfeld von Ein- und Ausgrenzung“  an der Pädagogischen Hochschule Freiburg auf. Bis zum 1.11.2020 können Abstracts für Kurzvorträge eingereicht werden. Die Tagung findet vom 13. bis 15. Mai 2021 statt.