Tim Lucas: Rund um das Theater Freiburg – vom Kulturauftrag bis zum Marketing

Das Theater Freiburg aus verschiedenen Perspektiven – Referent Tim Lucas führte an diesem Abend die Zuhörenden durch die Welt des Freiburger Theaters: Über die Geschichte des Mehrspartenhauses und seine Organisationsstrukturen, den gesellschaftlichen Auftrag und seine Gültigkeit bis hin zu aktuellen künstlerischen Fragestellungen und Arbeitsprozessen der jetzigen Intendanz wurde das Theater Freiburg vorgestellt. Ein Schwerpunkt des Vortrags lag dabei in der Beantwortung der Frage, wie das „analoge“ Stadttheater im Zeitalter der Digitalisierung vermittelt werden kann.

apl. Prof. Dr. Hanna Klessinger: Tendenzen des deutschsprachigen Gegenwartstheaters – Stücke und Inszenierungen

Die Ringvorlesung mit apl. Prof. Dr. Klessinger bot einen Einblick in das deutschsprachige Gegenwartstheater. Im Verlauf der Vorlesung zeigte Klessinger anhand von Beispielausschnitten bekannter Regisseur*innen und Dramatiker*innen die Tendenzen des Gegenwartstheaters von der „Postdramatik“ und dem „Diskurstheater“ bis zum „Neuen Realismus“ auf.

Nadine Saxinger: Sprache lernen lieben (er)leben – dramapädagogische Methoden im Fremdsprachenunterricht

Der Vortrag von Nadine Saxinger eröffnete den Blick auf die Welt der Dramapädagogik, ihre Wurzeln, Ziele und aktuelle Bestrebungen und zeigte schließlich konkret, wie Fremdsprachenlernen von der Theaterpädagogik profitieren kann. Das Ergebnis dieses fulminanten, interaktiven und von fünf Studierenden aus Kursen der Dozentin dramatisch-figurativ unterstützten Vortrags sollte nicht sein: ich mache bisher alles falsch, sondern: ich möchte dramapädagogische Methoden einsetzen. Die Anreize waren vielfältig und auf einer Bandbreite von beweglichen Tableaux bis zu Improvisation angesiedelt. Das zahlreiche Publikum ging freudig mit.

Angela Pfenninger: An Introduction to Museum Theatre as a Method

Mit viel Energie und einem beeindruckenden Auftreten gestaltete die Expertin für Museumstheater Angela Pfenninger diesen Donnerstagabend für alle Besucher spannend und lehrreich. Was ist Museumstheater, wo und wie wird Museumstheater eingesetzt, welche Methoden werden verwendet, wie wirkt man historisch authentisch und was nutzt Museumstheater im Schulkontext – das alles erfuhr man von Angela Pfenninger in einem lebendigen Vortrag, angereichert mit vielen Beispielen aus eigener Erfahrung.

Damaris Stein und Angelika Zeman: Finding a Window to 19th Century New York

Brennende Häuser, mutige Feuerwehrmänner, Rettung in letzter Sekunde – das macht das im 19. Jahrhundert verfasste Melodrama One of the Bravest aus. Umrahmt von Tanz und Musik begeisterten die stereotypisch aufgebauten Charaktere des Melodramas die nordamerikanischen Massen. Diese Ringvorlesung zeigte, wie man durch die Aufarbeitung von bisher unveröffentlichten Manuskripten in die gesellschaftlichen Gepflogenheiten einer anderen Zeit eintauchen kann. Die zwei Referentinnen Damaris Stein und Angelika Zeman nahmen die Zuhörenden mit auf ihre eigene Reise der Textbearbeitung und legten die Schritte ihrer Arbeit anhand vieler Beispiele dar.

„Mach dir keine Sorgen, alles ist machbar…!“ – Erfahrungen aus dem Lehramtsspezifischen Mentoring

Das Lehramtsspezifische Mentoring der School of Education FACE wird seit fünf Jahren für Studierende der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg angeboten und erfreut sich großer Beliebtheit. Wir haben mit vier Studierenden und einer Lehrkraft über ihre Erfahrungen mit dem Programm gesprochen. Es zeigt sich, dass sowohl Mentor*innen als auch Mentees von den Begegnungen profitieren.

Erste Jahrestagung „Deutsch für alle“ wurde aus der Taufe gehoben: Anmeldung ist geöffnet

Nach vielen erfolgreichen Durchführungen von „Mathe für alle“ startet in diesem Jahr zum ersten Mal die Fortbildungstagung „Deutsch für alle“. Vertreter*innen der Freiburger Hochschulen, der Seminare für Aus- und Fortbildung der Lehrkräfte (WHRS und Gymnasium), des Amtes für Schule und Bildung Freiburg sowie mehrerer Schulen der Region vernetzten sich, unterstützt vom Praxiskolleg und dem Zentrum für Lehrkräftefortbildung (ZELF) in der School of Education FACE, an zwei Planungsstreffen und entwickelten ein Konzept für die Tagung „Deutsch für alle“, die jedes Jahr einen anderen Schwerpunkt haben soll. Die Auftaktveranstaltung 2020 wird von Prof. Dr. Petra Gretsch und Prof. Dr. Gabriele Kniffka organisiert und nimmt das wichtige Thema „Sprache im Fach“ in den Blick.

Anmeldung geöffnet: Tagung „Kleidung in Bewegung“ für Wissenschaftler*innen, Lehrer*innen und Künstler*innen

Kleid und Körper sind in Bewegung: Im Alltag, in den Künsten und beim Sport. Bewegungsübertragungen zwischen Kleid und Körper eröffnen vielfältige Dimensionen. Modebewegungen werden von kulturellen, sozialen Bewegungen und ihren Wandlungsprozessen geprägt. Kleiderwechsel und Ankleideprozesse bestimmen vielschichtige kulturelle Felder. Das Verhältnis von Filmkostüm und Bewegungsbild ermöglicht Bedeutungszuschreibungen über bewegte Kostüme in Filmen. In der Tanzkleidung finden sich Spuren der Bewegung, welche Rückschlüsse auf das Verhältnis von Choreografie, Kleid und Körper erlauben. Das Sporttrikot ermöglicht vielfältige Bewegungen in unterschiedlichen Disziplinen. Dabei bestimmt das Verhältnis von beweglichen Körpern und flexiblen, formbaren Stoffen die Art und Weise der Bewegungsübertragungen.

Forschung in Schulen auf Augenhöhe – Der Code of Conduct regelt die Zusammenarbeit von Forschenden und (Hochschulpartner-)Schulen

Bildungs- und Unterrichtsforschung ist nur möglich, wenn Forschende Erhebungen in Schulen durchführen können. Wie kann sichergestellt werden, dass die Umsetzung solcher Studien, die oft nicht nur für die Forschenden, sondern auch für die beteiligten Schulen mit erheblichem Aufwand verbunden ist, zu fairen und wertschätzenden Bedingungen stattfindet? Wie stellt man sicher, dass alle Beteiligten von den Ergebnissen profitieren? Das Praxiskolleg hat in Zusammenarbeit mit Akteuren an Hochschulen und Hochschulpartnerschulen einen Code of Conduct entwickelt, der Grundsätze der Zusammenarbeit formuliert.