Fachtag Sprache im Fach

Am 29.02.2024 fand der Fachtag Sprache Im Fach, veranstaltet von dem Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung (ZSL) Regionalstelle Freiburg in Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule Freiburg im Rahmen der School of Education FACE statt. Rund 120 interessierte Lehrkräfte nahmen an der ganztägigen Veranstaltung an der Pädagogischen Hochschule Freiburg teil.

Der Fachtag beschäftigte sich damit, wie man z.B. im Unterricht mit der sprachlichen Heterogenität umgehen kann. Wie kann man als Lehrkraft unterstützen, wenn sprachliche Barrieren das Verstehen des Fachinhalts erschweren? Wie kann man mit Unterrichtsinteraktionen in allen Fächern sprachfördernd arbeiten? Wie sieht ein Unterricht aus, der mit den Prinzipien und den Werkzeugen des sprachsensiblen Fachunterrichts geplant und durchgeführt wird? Und welche Ansätze und Überlegungen liefert dazu die aktuelle Wissenschaft?

 

Eröffnung des Fachtags Sprache im Fach

 

Wissenschaftlicher Ausgangspunkt für diese Fragen waren nach einer allgemeinen Begrüßung von Andreas Gorgas (Leiter der ZSL Regionalstelle Freiburg) und Prof. Dr. Franziska Birke (Prorektorin Transfer, Fortbildung und Digitalisierung der PH) die Einführung „I have a dream: Sprachförderung im Fach“ von Prof. Dr. Inga Harren von der PH Heidelberg.  Dem folgte ein Fachvortrag Prof. Dr. Zeynep Kalkavan-Aydin (PH Freiburg) zu „Sprachlernförderliche Unterrichtsinteraktion in der Ausbildungsvorbereitung durch Feedback“, der die Bedeutung funktional eingesetzter Feedback-Strategien herausgearbeitet und aufgezeigt hat, wie mit der konkreten Unterrichtsinteraktion die Sprachbildung im Fachunterricht gelingen kann.

Eine Besonderheit dieses Fachtags war die Verbindung von Wissenschaft und Praxis durch die Leiter:innen der sich anschließenden Foren: viele der Foren wurden von Lehrkräften angeboten, die in den letzten Jahren zu verschiedenen Themen der Sprachbildung und Sprachförderung an den Hochschulen geforscht haben. An diesem Fachtag präsentierten sie nicht nur ihre fächerbezogenen Erkenntnisse, sondern verbanden diese auch mit der konkreten Umsetzung im Unterricht. Ausgehend von einzelnen Fächern wurde dabei die Verknüpfung von sprachlichem und fachlichem Lernen exemplarisch vorgestellt. Es wurden methodische Schwerpunkte wie z.B. Szenariodidaktik und Fallarbeit, Lernpotentiale der Mehrsprachigkeit, die Analyse des konkreten sprachlichen Bedarfs, der fachsprachenbewusste Umgang mit Bildern, sprachliche Hilfen bei der Quellenarbeit, der sprachliche Zugang zu Schulbuchtexten und der systematische Aufbau sprachlicher Fertigkeiten als Grundlage für das fachliche Verstehen exemplarisch vorgestellt, deren konkrete Umsetzungsmöglichkeiten im Unterricht präsentiert und ihre Übertragbarkeit auf andere Fächer diskutiert.

 

Eindrücke aus den Foren | Prof. Dr. Kalkavan-Aydin im Gespräch mit Teilnehmenden

 

Die abschließende Podiumsdiskussion „Sprachsensibler Fachunterricht – kein Kann, ein Muss!“ griff grundsätzliche Aspekte auf und öffnete den Blick auf Chancen und Perspektiven des sprachsensiblen Unterrichtens wie sie sich in einer konstruktiven Zusammenarbeit von Wissenschaft und Praxis darbieten.

Darüber hinaus bot der Fachtag auch die Möglichkeit zum Austausch der Lehrkräfte der verschiedenen Schularten in Bezug auf ihre Anliegen und Fragen im Umgang mit sprachlicher und kultureller Heterogenität. Denn, so der Tenor und Appell des Fachtags: Sprachförderung kann nur dann gelingen, wenn sie als schulische Gesamtaufgabe fächerübergreifend verstanden und umgesetzt wird.

Hier finden Sie detaillierte Informationen zum Fachtag.