#ladigital2019 – FACE beim Workshop „Digitale Innovationen und Kompetenzen in der Lehramtsausbildung“

Interaktiver Austausch von digitalen Lehrprojekten mit Inspirationen für und von FACE

FACE-Projektmitarbeiter*in Dr. Anne Liefländer präsentierte ihr mit Preisen ausgezeichnetes Lehrprojekt und andere digital unterstützte Lehrveranstaltungen beim Workshop „Digitale Innovationen und Kompetenzen in der Lehramtsausbildung“, der vom 25. bis 26. Februar 2019 im Ruhr Museum in Essen stattfand. An 47 beispielhaften Lehrszenarien von über 50 Teilnehmenden wurden Erfahrungen, Herausforderungen und Perspektiven zu #ladigital2019 erörtert.

Abb. 1: Diskussionsergebnisse zu Themen der Digitalisierung aus Fachbereichen (weiße Zettel) und Themenbereichen (rote Zettel)

Die „Digitalisierungsstrategie“ der Kultusministerkonferenz umzusetzen, ist eine Aufgabe, die Hochschulen angehen müssen. Aber wie kann die Umsetzung gelingen? Mit dieser Fragestellung beschäftigten sich Akteur*innen der Lehrer*innenbildung bei dem von der Universität Duisburg-Essen organisierten Workshop zum Austausch über digitale Innovationen und Kompetenzen. In Gruppenphasen fand ein vertiefter Austausch sowohl zu Fachbereichen (z.B. Naturwissenschaften) als auch zu Themenbereichen (z.B. Blended Learning) statt, deren Ergebnisse im Plenum zusammengetragen wurden (Abb. 1). Vernetzung in Form eines „Projekt-Datings“ (Abb. 2) und Ideensammlung für eine gemeinsame Buchpublikation schlossen sich am Folgetag an.

Abb. 2: Steckbrief von Dr. Anne Liefländer für das „Projekt-Dating“ zur Förderung des Austausches

Als Vertreterin von FACE konnte Frau Dr. Anne Liefländer ihre Erfahrungen mit drei neuen Lehrveranstaltungen für das Lehramt einbringen. Als Diskussionsgrundlage hatte sie einen Abstract zum Lehrszenario: „Humanbiologie im ILIAS-basierten Inverted Classroom mit E-Portfolio“ eingereicht. Hierfür hatte sie im Juni 2018 den „Innovationspreis Lehre“, verliehen durch die Studierendenvertretung, und im Februar 2019 den „E-Learning-Förderpreis“ der Universität Freiburg verliehen bekommen.

Dr. Liefländer berichte u.a. über ihre Erfahrungen mit Peer-Feedback und Plug-ins auf der E-Learning-Plattform ILIAS z.B. für „Live Voting“ oder Exkursionen mit der „Lernorte-App“. Sie betonte, dass die technische Unterstützung und zeitnahe Plug-In-Integration durch Spezialisten ihres Rechenzentrums essentiell für die Umsetzung digitaler Lehre ist. Von besonderem Interesse für die Teilnehmenden waren zudem die Fragen: Wie können die innovativen Lehrkonzepte den Studierenden nähergebracht und erklärt werden? Wie kann die Motivation gefördert und aufrechterhalten werden? Anhand ihrer Lernszenarien ging Dr. Liefländer auf mögliche Ansätze ein: So erfolgt z.B. die Vermittlung des Ablaufs der Lehrveranstaltung „Humanbiologie“ mittels Erklärvideos, die den Studierenden bereits vor Kursstart einen Einblick geben, was sie erwartet und was von ihnen erwartet wird. In der Veranstaltung „Freilandökologie“ produzieren die Studierenden digital unterstütze Exkursionen zu stadtnahen Lebensräumen. Die Herstellung von sinnvollen, „mitnehmbaren“ Produkten für die spätere Lehrtätigkeit erhöht die Motivation für eine aktive Veranstaltungsteilnahme.

Aus dem Workshop nimmt Frau Liefländer nicht nur viele interessante Impulse für die Arbeit im FACE mit, sondern wird sich auch künftig für das Thema digitale Lehre in der Lehrer*innenausbildung engagieren: In einem aus dem Workshop entstandenen Schreibprojekt in Kooperation mit Kolleg*innen anderer Universitäten wird sie sich mit der Frage beschäftigen, welche Kenntnisse, Fähigkeiten und Einstellungen Lehramtsstudierende in Bezug auf digitale Lehre mitbringen. Die ILIAS-unabhängige Bereitstellung von Lernmaterial oder Produkten (z.B. digital unterstützte Exkursionen für Schulen) als Open Educational Ressource ist ein weiteres Projekt, dass Dr. Liefländer verfolgen wird. Da die Entwicklung von technischen Möglichkeiten rasant voranschreitet, sieht sie es als größte Herausforderung auf dem Laufenden zu bleiben und stets abzuwägen, ob und wann der Einsatz digitaler Werkzeuge didaktisch sinnvoll ist.

Weitere Informationen

Webseite zum Workshop inkl. Abstracts der Projekte