Das Freiburger Konzept des Orientierungspraktikums: kooperativ, innovativ und kohärent

Die Umstellung auf die Bachelor-Master-Struktur im Lehramt haben die Universität Freiburg und die Pädagogische Hochschule Freiburg in einer engen Kooperation dazu genutzt, um ein gemeinsames Konzept zum Orientierungspraktikum (OSP) zu entwickeln. Im Fokus der Entwicklung stand dabei die systematische Verknüpfung von bildungswissenschaftlichen Erkenntnissen und schulpraktischen Erfahrungen. Zur Anbahnung und Unterstützung von Professionalisierungsprozessen bei den Lehramtsstudierenden wurden Aufgaben und Materialien erstellt, die es ermöglichen, eine forschend-distanzierte Haltung zu erlebten Situationen in Schule und Unterricht einzunehmen. Ziel ist es, so frühzeitig Bezüge zwischen Wissenschaft und Praxis herzustellen und für deren Relevanz zu sensibilisieren.

FACE it: Perspektivenwechsel.

Für Sabine Teuber, Studentin im Polyvalenten Bachelorstudiengang (Universität) war der Perspektivenwechsel „ein elementarer Bestandteil des Orientierungspraktikums“: „die Schule, mit allem was dazu gehört, aus einem anderen Blickwinkel als bisher zu betrachten“ und sich dabei ein eigenes Bild vom Lehrerberuf zu machen. Mit diesem Ziel vor Augen lassen sich dann auch die „Durststrecken der Prüfungsphasen“ in den nächsten Semestern leichter überstehen.

FACE it: Das OSP – Orientierung oder noch mehr Verwirrung?

Karima Zauner stellt mit der Distanz, die sie nun als Studentin im Master of Education (Universität) gewonnen hat, fest: Sie fühlte sich im Orientierungspraktikum „in keinster Weise „bereit“ dafür, vor einer Klasse zu stehen“, sondern „ins kalte Wasser geworfen“. Doch das hatte letztlich auch etwas Gutes: „Ich kann zwar nicht behaupten, in drei Wochen plötzlich schwimmen gelernt zu haben, aber ich weiß nun, wo der Rettungsring ist.“

Die „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ geht in die 3. Runde: Die Pädagogische Hochschule Freiburg ist mit dem Projekt „FACE-Beruf“ dabei

Die „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung widmet sich in der dritten Förderrunde den beiden Themen „Digitalisierung in der Lehrerbildung“ und „Lehrerbildung für die beruflichen Schulen“. Die Pädagogische Hochschule Freiburg hat sich in der Förderlinie für berufliche Schulen beteiligt und mit dem Projekt „FACE: Strukturentwicklung und Rekrutierung im Beruflichen Lehramt (gewerblich-technische Mangelfächer)“, kurz „FACE-Beruf“, ca. 2,1 Mio. € eingeworben.

World-Café und Workshop zur inklusiven Hochschul­entwicklung mit Ines Boban und Prof. Dr. Andreas Hinz

Am 6. Mai 2019 fand an der Pädagogischen Hochschule Freiburg ein World-Café und Workshop zur inklusiven Hochschulentwicklung statt. Die Veranstaltung wurde mitorganisiert durch das Teilprojekt L4 “Inklusion und Heterogenität” im Projekt der School of Education FACE in der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ in Kooperation mit der „WiRKSTATT inklusive hochschulentwicklung“ sowie der Pädagogischen Werkstatt und der Stabsstelle Gleichstellung der Pädagogischen Hochschule Freiburg.

Prof. Dr. med. Richter/ Anna Immerz: Stimmliche und mentale Gesundheit bei Lehrkräften

Im Berufsalltag von Lehrkräften ist die Stimme ständig im Einsatz und steht daher oft unter starker Beanspruchung. In der Ringvorlesung am 24. Januar 2019 stellte Prof. Dr. med. Richter, Professor für Musikermedizin mit Schwerpunkt künstlerischer Stimmbildung am Freiburger Institut für Musikermedizin (FIM – Leitung von Prof. Dr. med. Claudia Spahn), in seinem Vortrag ausgewählte Ergebnisse einer wissenschaftlichen Studie zur stimmlichen und mentalen Gesundheit bei Lehrkräften vor, die vom Freiburger Institut für Musikermedizin (FIM) durchgeführt wurde.

FACE it: Warst du schon einmal in Littenweiler? – Ein Plädoyer für mehr hochschulübergreifenden Austausch zwischen Studierenden der Universität Freiburg und der Pädagogischen Hochschule

Karima Zauner, Lehramtsstudentin im Master of Education (Universität), fragt sich in ihrem „Plädoyer für mehr hochschulübergreifenden Austausch“: „Welche Erfahrungen haben wir als Uni-Studierende mit der Pädagogischen Hochschule (PH)? Und welche Erfahrungen haben PH-Studierende mit der Universität? Wie kommt es, dass wir in der selben Stadt zu denselben Themen forschen und studieren, ohne über den jeweils anderen Standort wirklich Bescheid zu wissen? Und wie können wir vorhandene Wissenslücken schließen und hochschulinternen Vorurteilen vorbeugen?“

FACE it: „Du befindest dich auf einer Sinuskurve!“ – Ein Lehramtsstudium mit Höhen und Tiefen

Sabine Teuber, Studentin im Polyvalenten Bachelorstudiengang (Universität), vergleicht das Lehramtsstudium mit seinen Höhen und Tiefen mit einer „Sinuskurve“ und empfiehlt in stressigen Zeiten „den Gipfel des Berges“ – das Warum – „nicht aus den Augen zu verlieren: um einmal eine gute Lehrkraft zu werden, die es schafft, Schülerinnen und Schüler für ihr Fach zu begeistern und im besten Fall sogar auf ihr späteres Leben vorzubereiten.“